94:80 gegen Cuxhaven – ETV-Korbjäger fangen an zu klettern

Die Regionalliga-Basketballer des Eimsbütteler TV haben nach einem kurzen Abstecher wieder in die Erfolgsspur 2019 zurückgefunden. Dem nicht unerwarteten 77:89 bei Tabellenführer Wolmirstedt ließen sie im Heimspiel gegen den Abstiegskonkurrenten Rot-Weiss Cuxhaven Baskets einen wichtigen 94:80-Sieg folgen. Ein Erfolg, gleichbedeutend mit einem Überholmanöver.

Als sich Andres Dias dos Reis den finalen Abpraller der Partie gesichert hatte, war der Siegesjubel längst entbrannt. Die gut 200 Zuschauer in der Sporthalle Hohe Weide feierten einen 94:80 (22:15; 49:32; 74:54)-Erfolg der Basketballer vom Eimsbütteler Turnverband über die Cuxhaven Baskets. Es war der vierte Sieg im fünften Spiel des Jahres 2019 für den Aufsteiger und der Beginn einer Art Kletterpartie. Denn das Team von Headcoach Sükran Gencay überholte in der Tabelle mit nunmehr 7:12 Siegen nicht nur den Gegner vom Sonntag, sondern auch die TSG Westerstede, die eine deftige 65:98-Klatsche beim Tabellenführer der Ersten Regionalliga, den Baskets Wolmirstedt, kassierten.

Ebendort hatten die Hamburger eine Woche zuvor „nur“ mit zwölf Punkten (77:89) verloren. Und mit dem entsprechenden Selbstvertrauen startete der ETV auch in die Partie. Als nach nicht mal zweieinhalb Minuten Fabian Paetsch einen Dreier zum 8:2 versenkte, sah sich Gästecoach Christoph Nicol zur ersten Auszeit genötigt. Allein es sollte nicht viel nützen. Obwohl ETV-Topscorer Tyseem Lyles noch nicht so recht in Schwung kommen wollte, vergrößerten die Gastgeber ihren Vorsprung bis zur ersten Viertelpause sukzessive auf 22:15.

Ein Vorsprung, der nur ganz kurz ins Wanken geriet. Denn nach einem 7:3-Mini-Run der Gäste von der Nordsee zogen die Hausherren das Tempo auf ihr gewohntes Level an. Angeführt von Shooting Guard Vid Uzkuraitis, dem in dieser Phase elf seiner insgesamt 26 Punkte gelangen, starteten sie einen 24:6-Lauf, nach dem es keine Fragen mehr nach dem Sieger geben konnte.

Oder doch? Ein verzweifeltes Aufbäumen der Cuxhavener brachte sie nach dem Pausenstand von 32:49 aus ihrer Sicht noch mal auf zwölf Zähler ran (39:51). „Das war unsere einzige kleine Schwächephase. Ansonsten haben die Jungs wirklich alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben: vor allem druckvoll verteidigen und vorne schnell spielen“, urteilte Headcoach Süki nach dem Spiel. Stimmt: Ein Dreipunktespiel von Tyseem läutete einen abermaligen Lauf der ETV-Korbjäger ein, die elf Zähler in Folge erstickten jegliche Sorgen vor einer Wende im Spiel. Der 74:54-Zwischenstand in der letzten Viertelpause wurde souverän nach Hause gebracht.

Somit gelang ein Sieg gegen einen Liga-Kontrahenten, dem man im Sommer beim Vorbereitungsturnier an der Hohen Weide noch unterlegen war. Allerdings sind beide Mannschaften mit den Teams von damals kaum mehr zu vergleichen. Während die Baskets von der Elbmündung  durch finanzielle Probleme in Schieflage gerieten und ihren Kader kräftig umkrempeln mussten, haben sich die Eimsbütteler Liga-Neulinge längst in der neuen Umgebung akklimatisiert. „Wir haben uns seitdem enorm weiter entwickelt. Die Jungs sind wirklich gut drauf und inzwischen mental sehr tough“, lobte Süki ihre Mannschaft.

Die mentale Stärke wird auch noch vonnöten sein, soll das große Ziel Klassenerhalt geschafft werden. Dafür muss voraussichtlich vier Mannschaften das Nachsehen gegeben werden. Ein Sieg am kommenden Wochenende in Königs Wusterhausen hinter Berlin wäre da hilfreich. Gutes Omen: Im Hinspiel gelang dem ETV der erste Sieg in der Ersten Basketball-Regionalliga überhaupt.

Punkte gegen Cuxhaven: Vid 26, Tyseem und Fabian je 18

Rebounds: Vladimir 8, Tyseem 7, Sergej 6, Leo, Fabian und Jan-Hendrik je 4

Assists: Tyseem 9, Sergej 6, Vid 5

Steals: Vid 6

99:75 gegen Alba – ETV-Korbjäger holen dritten Sieg in Folge

Es läuft für die Top-Basketballer des Eimsbütteler TV anno 2019: Mit einem 99:75 (51:46) über den Nachwuchs von Alba Berlin holen sie den dritten Sieg in Folge und bleiben im neuen Jahr ungeschlagen. Mit einer Bilanz von 6:11 Siegen lebt die Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Ersten Regionalliga mehr denn je.

Es war ordentlich Leben in der Bude. Rund 250 begeisterte Zuschauer sahen in der Sporthalle Hohe Weide, wie die Regionalliga-Basketballer des Eimsbütteler Turnverbandes ihre Aufholjagd im Kampf um den Klassenerhalt fortsetzten. In einem temporeichen Spiel bezwangen sie die Nachwuchsriege von Alba Berlin am Ende deutlich mit 99:75. Dabei glich das Spiel ein wenig dem Zureiten eines jungen Wildpferdes, wobei sich die Gastgeber nicht immer als echte Pferdeflüsterer erwiesen. Zu oft erwiderten sie Druck mit Gegendruck, anstatt auch mal mit List und Gelassenheit die Berliner Young Guns sich müde laufen zu lassen. „Es ist halt auch unser Spiel. Deswegen sind wir das schnelle Tempo mitgegangen“, erklärte Headcoach Sükran Gencay nach der Partie. Wie auch immer: Nachdem der ETV in der zweiten Halbzeit mehrmals die Zügel anzog, gaben die Gäste schließlich klein bei.

Anders als im Hinspiel, als die Albatrosse ihren bislang einzigen Saisonsieg einfahren konnten, standen diesmal keine BBL-erfahrenen Namen wie Jonas Mattisseck beim Gegner auf dem Spielbogen. Dennoch machten es die gewohnt gut ausgebildeten Teenager aus der Alba-Talentschmiede dem ETV von Anfang an schwer. Zum Beispiel mit einer Full Court Press, die ihren Namen wirklich verdiente und die jede Menge Hektik ins Spiel brachte. So standen nach gerade mal zwei Minuten schon drei Ballverluste beim ETV zu Buche, nach vier Minuten hieß es 8:14.  Allerdings biss auf der anderen Seite auch die Hamburger Defense mehrfach zu. Als Vid Uzkuraitis drei Ballgewinne in sieben direkte Punkte ummünzte und es Leo Eckmann auch noch per Dunking krachen ließ, sah die Sache beim 19:17 schon wieder anders aus. 21:23 stand es zur ersten Pause.

Auch danach ging es munter weiter. Tempo und Ballverluste gab es hüben wie drüben, die Führung wechselte hin und her, erst beim Stand von 40:30 konnten die Gastgeber erstmals ein wenig durchatmen. Was ihnen aber nicht gut bekam: Nach einem 15:3-Lauf waren die Gäste plötzlich wieder vorn. Auffällig schon jetzt: Der Dreier, zuletzt eine der größten Waffen der Eimsbütteler, wollte an diesem Tag einfach nicht fallen: Weder bei Vid (1/7) noch bei Tyseem Lyles oder Fabian Paetsch (jeweils 1/6). Am Ende war die Gesamtbilanz mit 5 von 24 (20,8 %; Alba: 10/27 = 37 %) äußerst mau.

Aber zum Glück nicht spielentscheidend. Das waren vor allem die Beharrlichkeit und die Reboundstärke der Gastgeber. 49 „Bretter“ sicherten sie sich – die jungen Berliner nur 32. Herausragend hierbei Tyseem als Guard mit gleich 11 Abprallern, auch Vid und Leo (je 8) sowie Fabi (7) sammelten vorbildlich ein. So setzten sich die Aufsteiger aus dem Herzen Hamburg nach dem 51:46-Halbzeitstand im dritten Viertel kontinuierlich ab. 71:53 hieß es drei Minuten vor Ende der Spielperiode, die Weichen waren gestellt. Die Berliner NBBL-Talente – allesamt in diesem Jahrtausend geboren – mussten ihrer Unerfahrenheit Tribut zollen und kamen im Schlussabschnitt nur mit Glück und dank der ETV-Nachlässigkeit am Ende um einen Hunderter herum.

„Es war ein Muss-Sieg, aber eigentlich stehen wir in jedem Spiel unter Siegzwang“, meinte Coach Süki nach der Schlusssirene. Noch mehr als dieser Erfolg hatte sie der Auftritt eine Woche zuvor in Hannover gefreut, als die Regionalliga-Neulinge den MTB Baskets Langehagen beim 78:65-Auswärtssieg (dem ersten der Saison) die erste Heimniederlage beigebracht hatten. „Die haben mich gefragt, warum wir da unten drin stehen“, sagte Süki. Ein Triumph, der kommende Woche schwerlich zu wiederholen sein wird. Dann geht es in die Sporthalle der Freundschaft zum Spitzenreiter Wolmirstedt, ehe am 3. Februar wieder zur gewohnten Sonntagszeit um 16 Uhr die Cuxhaven Baskets zum Abstiegsduell in die Hohe Weide kommen.

Punkte gegen Alba: Tyseem 27, Vid 16, Leo 15

Rebounds: Tyseem 11, Vid und Leo je 8, Fabi 7, Vladimir 4

Assists: Vid 7, Tyseem 6

Frohes neues Jahr: ETV siegt 96:83 gegen Aschersleben

Das nennt man einen gelungenen Start ins neue Jahr: Die Regionalliga-Basketballer des Eimsbütteler TV haben im ersten Spiel anno 2019 einen wichtigen 96:83 (52:52)-Sieg über die Aschersleben Tigers aus Sachsen-Anhalt gefeiert. Es war das Ergebnis einer rundum gelungenen Leistung, die für die Zukunft hoffen lässt.

„Geht doch“, murmelte Kapitän Jan-Hendrik Gust erschöpft, aber zufrieden und fasste damit die Stimmung in der Sporthalle Hohe Weide zusammen. 96:83 hatten soeben seine Basketballer vom Eimsbütteler TV den Rückrundenstart der Ersten Regionalliga gegen die Aschersleben Tigers gewonnen und dabei rund 200 Zuschauer phasenweise begeistert. Anders als in der Hinrunde belohnten sich die Hamburger endlich mit zwei Punkten für eine zum Schluss konzentrierte Leistung.

Dabei brannten die Gastgeber gleich im ersten Viertel ein echtes Offensiv-Feuerwerk ab. Schon dass der erste Dreier von Vidmantas Uzkuraitis mit der Brettkante im Bunde war, ließ Gutes erahnen. Überhaupt fielen im ersten Abschnitt die Würfe auf dem Dreierland hüben (5 beim ETV) wie drüben (4 bei den Tigers). Jeder durfte und konnte mal: Nach Vid trafen Tyseem Lyles, dann Fabian Paetsch, anschließend Leonard Eckmann und schließlich auch Spezialist Marcel Hoppe von Downtown. Aber auch von der Freiwurflinie flutschte es: 12 von 12 lautete die makellose Bilanz von der Charity Stripe.  Und auch in der Defense bewiesen die Gastgeber Biss, auch wenn in der eigenen Hälfte längst nicht alles klappte. Resultat: 33:26 nach zehn Minuten, die Weichen waren früh auf Sieg gestellt. Dachte man zumindest. Doch nach einer 42:34-Führung leisteten sich die ETVer im zweiten Viertel ihre erste und einzige Schwächephase des Spiels. Schlechte Würfe und Fehlpässe häuften sich, plötzlich stand es 50:52 und erst ein Buzzerbeater von Vid rettete das Remis zur Halbzeitpause.

Doch es folgte die Wende zum Guten: Denn das, was die Eimsbütteler Korbjäger in den ersten sieben Minuten nach dem Seitenwechsel zeigten, war vielleicht das Beste ihrer gesamten Premierensaison in der Ersten Regionalliga. Der Ball lief, der Nebenmann wurde gesucht und (auch unter dem Korb) gefunden, die Hintertür (Backdoor) genutzt und Pick’n’Roll phasenweise in Vollendung gespielt. Dazu wurde nach Herzenslust gereboundet (Leonard Eckmann und Fabian Paetsch!), vorbildlich gekämpft (Vladimir Migunov!) und vortrefflich getroffen (Tyseem Lyles, dem man seine überwundene Magenverstimmung nicht anmerkte!). Beim Stand von 81:67 zur letzten Pause war die Sachlage klar, fünf Spielminuten später (88:70) der Deckel drauf, der Rest war Feiern.

„Super, dass es heute mit den zwei Punkten geklappt hat. Die Jungs haben sich für ihren tollen Einsatz belohnt. Wichtig war vor allem, dass wir mit 40:31 Rebounds heute die Hoheit unter den Brettern hatten“, freute sich Coach Sükran Gencay, die sich auch ein bisschen wunderte, denn: „Wir haben zuletzt jeden Tag trainiert und das letzte Training gestern war überhaupt nicht gut. Da war ich richtig unzufrieden. Aber wenn das dabei rauskommt, soll es mir recht sein.“ Mit 4:11 Siegen liegt der ETV in der Tabelle zwar immer noch auf dem vorletzten Platz, hat aber gleich fünf Teams vor sich, die nur zwei Erfolge mehr auf dem Konto haben (6:9). Die nächste Aufgabe wartet am kommenden Sonnabend beim Tabellenvierten Hannover-Langenhagen auf die Eimsbütteler, ehe eine Woche später am 19. Januar 2019 (Achtung: Sonnabend, 17:30!) das Schlusslicht von ALBA Berlin II zum Kellerduell nach Hamburg kommt.

Punkte: Lyles 22, Uzkuraitis 21, Migunov 15, Hoppe 11, Paetsch 10

Rebounds: Uzkuraitis, Lyles je 8, Migunov, Eckmann je 6,

Assists: Uzkuraitis, Lyles je 5

Unschöne Bescherung für ETV-Basketballer

Neuer Rückschlag für die Korbjäger des Eimsbütteler TV im Abstiegskampf der Ersten Regionalliga: Im vorweihnachtlichen Heimspiel gegen die Rendsburg Twisters gibt es eine bittere 68:70-Niederlage, bei der erneut der tolle Kampfgeist nicht belohnt wird. Ein Spiel, das in die weite Welt hinausging.

Wieder großes Drama in der Sporthalle Hohe Weide: Mit einer denkbar knappen 68:70 (13:17, 30:43, 50:59)-Niederlage gegen die BBC Rendsburg Twisters haben sich die Basketballer des ETV in ihre erste Regionalliga-1-Weihnachtspause verabschiedet. Dabei rannten die Gastgeber vor rund 200 Zuschauern in einem kampfbetonten Spiel fast die gesamte Zeit einem Rückstand hinterher, ehe kurz vor Schluss die Entscheidung an der Freiwurflinie fiel…

Mit einem Dreier brachte Fabian Paetsch die Aufsteiger aus dem Herzen Hamburgs nach sieben Minuten im ersten Viertel mit 13:11 in Front – es sollte leider die letzte Führung bleiben. Denn nach einer prompten Antwort von Downtown übernahmen die Gäste aus der Kanalstadt das Ruder und bauten ihrerseits ihre Führung auf bis zu 17 Punkte aus (34:51; 14. Minute). Beim ETV häuften sich Turnover und Fehlversuche, Hektik kam auf, Topscorer Tyseem Lyles (21 Punkte) kassierte gar ein Technisches Foul. Was indes nie nachließ, waren Biss und Kampfgeist aufseiten der Eimsbütteler. Korb für Korb, Stop für Stop, Rebound für Rebound rückten sie dem Gegner wieder näher. Defense war Trumpf auf beiden Seiten – und beim Stand von 50:59 vor dem letzten Spielabschnitt noch alles drin für die Gastgeber.

Dann begann die große Zeit von Vid Uzkuraitis (19 Zähler insgesamt). Mit einem Threeball und zwei Layups verkürzte der Litauer den Abstand auf 59:61 (34. Minute) – die Halle stand Kopf. Und es blieb spannend, körperbetont und hektisch. Mit einem verwandelten Freiwurf und einem Korbleger nach Fastbreak besorgte ETV-Arbeitsbiene Leo Eckmann das 64:67 – und sollte noch nicht ahnen, dass er am Ende zur tragischen Figur werden sollte. Beim Stand von 64:68 und dem dritten Foul von Vid Uzkuraitis schien 73 Sekunden vor Schluss das unschöne Ende nah. Zwei vergebene Freiwürfe der Twisters jedoch gaben wieder Hoffnung, die Vid und Tyseem mit zwei Körben zum Ausgleich zu erfüllen schienen. Doch daraus wurde nichts. Neun Sekunden vor Schluss bekam Leo in der Pressverteidigung ein Foul angehängt, über das man im Hinblick auf die bisherige Linie der Schiedsrichter, zumindest diskutieren konnte. Diesmal ließen sich die Rendsburger nicht zweimal bitten und verwandelten ihre Würfe von der Charity Stripe sicher. Ein schwieriger Dreier von Vid kurz vor Ende verfehlte schließlich sein Ziel.

„Ich kann den Jungs wieder keinen Vorwurf machen. Sie haben vor allem in der zweiten Halbzeit sehr gut verteidigt und wie immer super gekämpft. Das Ende mit diesem spielentscheidenden Pfiff war wirklich sehr frustrierend“, urteilte Coach Süki Gencay nach der Schlusssirene. Mit weiter 3:11 Siegen hat sich die Lage für die ETV-Korbjäger als Vorletzter der Tabelle leider nicht gerade verbessert, zumal Cuxhaven nun doch dem Insolvenz-Tod von der Schippe gesprungen ist und mit modifiziertem Kader weitermacht. Erstmals wurde übrigens ein Regionalliga-Spiel des ETV im Basketball Radio übertragen. Die gelungene Reportage (Danke an das Basketball Radio!) könnt ihr hier nachhören: https://www.mixcloud.com/basketballradiofm/wiederholung-15-spieltag-1-regionalliga-nord-etv-basketball-vs-rendsburg-twisters/, oder das Video des Spiels auf unserer Website anschauen. Ein Wiedersehen nach den festlichen Tagen gibt es schon am 6. Januar 2019, wenn Abstiegskonkurrent Aschersleben (6:8) in den heiligen Hallen an der Hohen Weide antritt. Bis dahin wünschen wir allen Fans fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Und denkt dran: Aufgeben ist keine Option!

Punkte: Tyseem 21, Vid 19, Marcel Hoppe 9

Rebounds: Tyseem 8, Leo 5, Marcel 4

Assists: Tyseem 6, Vid 5

Schmerzliche Niederlage gegen Nachwuchs-Rastafari

Die Basketballer des Eimsbütteler TV verlieren im Regionalliga-Abstiegskampf das Heimspiel gegen Rasta Vechta II mit 79:89 (44:34). Dabei sah es nach drei Vierteln nach einem wichtigen Sieg aus.

Das Entsetzen war fast greifbar in der wie immer gut gefüllten Sporthalle Hohe Weide. In stiller Trauer registrierten die rund 150 Zuschauer nach der Schlusssirene, dass ihre Basketballer vom Eimsbütteler Turnverband gegen den SC Rasta Vechta II einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben hatten. 70:61 führten die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs nach drei Vierteln im so wichtigen Kellerduell in der Ersten Regionalliga. Doch dann ging der letzte Durchgang mit 9:28 an die Gäste, am Ende stand ein 89:79-Sieg für die Niedersachsen auf dem Scoreboard. Eine Niederlage, die weh tut. Hätten die Eimsbütteler doch nach Siegen mit dem Bundesliga-Nachwuchs gleichziehen können.

Dabei lief in der ersten Halbzeit noch alles nach Wunsch für die Mannschaft von Coach Sükran Gencay. Zwei Punkte Rückstand waren bei der ersten Pausensirene zu verschmerzen, nachdem Tyseem Lyles per Dunk zum 20:22 verkürzt hatte. Auf der Gegenseite deutete bei Vechta bereits Jungstar Luc van Slooten mit sieben Punkten in Folge (22 insgesamt) – darunter einer von insgesamt fünf erfolgreichen Dreiern (bei 13 Versuchen) sein großes Potenzial an. Der 16-Jährige Jugend-Nationalspieler konnte diesmal zum Unglück des ETV in der Regionalliga wirbeln, weil das Bundesliga-Team von Rasta wegen des Länderspielfensters spielfrei hatte.

Doch auch der wurfstarke Forward konnte nicht verhindern, dass das zweite Viertel eindeutig den Gastgebern gehörte. Mit einem Fastbreak-Korbleger brachte Tyseem den ETV nach knapp vier Minuten Spielzeit wieder in Führung (32:31), ein Freiwurf und ein Treffer von Downtown des US-Amerikaners sowie vier Punkte von Vid Uzkuraitis, der nach seiner Verletzungspause ein sehr gutes Spiel machte, ließen den Vorsprung auf satte neun Punkte (40:31) anwachsen. Ein Rebound hinten und ein Layup vorne von Marcel Hoppe brachten das 44:34 zur Halbzeitpause. Der Flügelspieler war dann auch mit sieben Punkten im dritten Spielabschnitt maßgeblich daran beteiligt, dass der Vorsprung des ETV weiter hielt. Mit einem Neun-Punkte-Vorteil ging man ins letzte Viertel und es schien, als sollte es das Basketball-Schicksal wirklich gut meinen mit den Regionalliga-Aufsteigern.

Doch das muss man bekanntermaßen manchmal auch selber in die Hand nehmen. Leider entglitt es den Eimsbüttelern an diesem Sonntag aus den Fingern. Vorne fiel nichts mehr, hinten wurden die Schleusen geöffnet, der Vorsprung schrumpfte unaufhörlich. Als dann Jungstar van Slooten aus dem Fastbreak heraus per Dreier zum 75:78 traf, nahm das erwähnte Schicksal endgültig seinen unschönen Lauf.

„Das war wirklich sehr enttäuschend. Es war eine mentale Geschichte, der Kopf spielte eine große Rolle. Und wir konnten in den letzten Wochen wegen Krankheit und Verletzungen nicht so trainieren, wie es vielleicht nötig gewesen wäre“, urteilte Coach Süki nach dem Spiel. Mit ein bisschen Abstand hatte sie aber ihren Mut wiedergefunden: „Wir werden nicht aufgeben. Es sind noch genug Partien zu spielen und in der Rückrunde können wir hoffentlich von den Erfahrungen profitieren, die wir jetzt in der Hinrunde machen.“

Das letzte und sehr wichtige Spiel in der Hinrunde bestreiten die Herren am 16.12.2018 in der Sporthalle Hohe Weide um 16 Uhr gegen die BBC Rendsburg Twisters und hoffen wieder auf zahlreiche Unterstützung!

Punkte: Tyseem Lyles 23, Vidmantas Uzkuraitis 18, Marcel Hoppe 14

Rebounds: Uzkuraitis 9, Lyles 8, Vladimir Migunov 5

Assists: Uzkuraitis 8

Highlights

Full Game

Dramatisches Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Die Regionalliga-Basketballer des Eimsbütteler TV verlieren beim Gastspiel vom Ex-ETVer Mubarak Salami 78:81 gegen die TSV Neustadt temps Shooters. Dabei wird ihnen am Ende eines dramatischen Spiels neben dem fehlenden Quäntchen Glück ausgerechnet ihre Fairness zum Verhängnis.

Fouls, das wissen die Kenner, sind im Basketball oft ein legitimes taktisches Mittel. Umso ärgerlicher, wenn man es nicht nutzen kann. Genau so erging es den Korbjägern des Eimsbütteler TV im Heimspiel gegen die TSV Neustadt temps Shooters, das vor gut 200 Zuschauern trotz großen Kampfes mit 78:81 (16:19/31:39/55:58) verloren ging. Denn als die Hamburger in der Schlussphase ihren Gegner mit taktischen Fouls an die Freiwurflinie und damit zu möglichen Fehlwürfen zwingen wollten, hatten sie zuvor schlicht zu wenig davon gesammelt. So gingen wertvolle Sekunden verloren und die Punkte schließlich an den Regionalliga-Vizemeister aus der Region Hannover. Und das, obwohl die Aufsteiger wie immer ihr Herz auf dem Feld gelassen hatten.

Ohne den am Oberschenkel verletzten Vid Uzkuraitis lastete im so wichtigen Spiel eine tonnenschwere Last auf den Schultern von Guard-Kollege Tyseem Lyles. Der kleine Aufbauspieler mit dem großen Kämpferherz trug diese unter den Augen von Hamburg-Towers-Profi Rene Kindzeka in bewundernswerter Manier. Der 26-Jährige aus Brooklyn/New York wurde am Ende mit 33 Punkten (Wurfquote 14/32) bester Werfer, mit acht Assists bester Vorlagengeber sowie mit neun Abprallern (zusammen mit Leonard Eckmann) bester ETV-Rebounder. „Wir hätten Vid heute gut gebrauchen können“, sagte der US-Amerikaner nach dem Spiel so bescheiden wie treffend.

Schon im ersten Viertel deutete sich an, was den Basketballern aus dem Herzen Hamburgs zum Verhängnis werden könnte: Ballverluste. Zu oft ging gerade im Aufbauspiel die Kugel verloren, am Ende standen 19 BV (bei Neustadt allerdings sogar 23) auf dem Statistikbogen – eindeutig zu viel. Trotz neun Zählern von Lyles hieß es nach Durchgang eins 19:16 für die favorisierten Gäste aus Neustadt am Rübenberge.

Im zweiten Viertel folgte der Auftritt eines alten Bekannten an der Hohen Weide: Mubarak Salami. Der frühere Zögling von ETV-Coach Sükran Gencay, einst bei den Hamburg Sharks eine Attraktion in der NBBL, stopfte bei einem Fastbreak den Ball trotz Fouls in den Korb und brachte Neustadt mit dem folgenden Freiwurf 28:20 in Führung. Kurz darauf betrug der Vorsprung der Gäste gar zwölf Punkte (37:25), doch Fabian Paetsch brachte in der Schlusssekunde mit zwei verwandelten Freiwürfe zum 31:39 den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich.

In Durchgang drei startete dann die große Aufholjagd der ETV-Korbjäger. Und die fand vor allem unter dem Korb statt. Dort wirbelten Sergej Tittel, Vladimir Migunov, Kapitän Jan-Hendrik Gust und Leo „Energizer“ Eckmann und waren hauptverantwortlich für insgesamt 40 Punkte in the Paint (bei nur 18 der Neustädter). Nur noch drei Punkte betrug das Minus (55:58), nachdem weitere Ballverluste und Unkonzentriertheit sogar die Chance zum Ausgleich verbaut hatten.

Der (oder gar noch mehr) sollte auch im Schlussabschnitt nicht mehr gelingen. 74:75 hieß es gut eine Minute vor Schluss nach vier Tyseem-Punkten in Folge. Doch besiegelten ein Dreier und zwei Freiwürfe (einer davon mit viel Glück) des Amerikaners Brandon Roberts – bis dato eher ein Fahrkarten-König – das Schicksal der Gastgeber. Die liegen mit nunmehr 3 Siegen/7Niederlagen weiter auf dem vorletzten Platz der Ersten Regionalliga, dürfen aber trotzdem seit dem Wochenende wieder etwas mehr auf den Klassenerhalt hoffen: Denn: Die Cuxhaven Baskets haben einen Insolvenzantrag gestellt und stehen damit eventuell als erster Absteiger der laufenden Saison fest.

Punkte: Tyseem Lyles 33, Marcel Hoppe 13, Sergej Tittel, Jan-Hendrik Gust je 9

Rebounds: Lyles und Leonard Eckmann je 9, Fabian Paetsch 5, Hoppe und Tittel je 4

Assists: Lyles 8, Eckmann, Tittel und Gust je 2

Highlights

Full Game

Erst Stotter-Start, dann Derby-Jubel

Die Basketballer des Eimsbütteler TV feiern im ersten Regionalliga-Derby gegen die TSG Bergedorf einen 68:52-Sieg – und das nach einem komplett verschlafenen ersten Viertel.

Was haben Fußball, Handball, Basketball oder Eishockey gemeinsam? Richtig: Derby-Siege sind am schönsten! Erst recht, wenn sie so ausfallen wie das 68:52 (28:30) der ETV-Basketballer in der Ersten Regionalliga gegen die TSG Bergedorf. Knapp 300 Zuschauer in der Sporthalle Hohe Weide, unter ihnen der ETV-Vorsitzende Frank Fechner als Dauergast, sollten am Ende – so sie es denn mit den Gastgebern hielten – ihr Kommen nicht bereut haben. Denn sie sahen einen Spielverlauf, den selbst erfahrene Basketball-Experten so selten erlebt haben.

Mit einem Totalschaden im ersten Viertel schienen sich die Eimsbütteler Aufsteiger das ganze Spiel kaputt gemacht zu haben: Es hakte hier, es knarrte dort, nur Fabian Paetsch gelang ein Korberfolg  – 2:21 (!) hieß es nach Durchgang eins. Ein echter Stotter-Start. „Die Jungs waren zu unruhig im Angriff, wollten zu viel. Doch ich bin ganz ruhig geblieben – und es hat sich gelohnt“, resümierte Coach Sükran Gencay nach der Partie. Denn dann kam die Wende: Schritt für Schritt, Korb um Korb, Rebound um Rebound kämpften sich die Eimsbütteler heran. Den Startschuss gab Stephan Klebes von der Dreierlinie – seine einzigen drei Punkte im Spiel, aber drei enorm wichtige. Die ETV-Maschine kam in Gang. So erzielte unter anderem Vid Uzkuraitis neun seiner insgesamt 22 Punkte im zweiten Viertel, vor allem aber biss die ETV-Defense den Bergedorfer Spielfaden ab. Höhepunkt: Ein Klasse-Steal von Fabian Paetsch an der Mittellinie, der zu einem unsportlichen Foul der Gäste und zwei verwandelten Freiwürfen führte ((21:30/17 Minute). Auch Steffen Kiese, Ex-Kunstschütze der Hamburg Towers, wurde auf Seiten der Bergedorfer weitgehend abgemeldet.

So war beim Stand von 28:30 längst wieder Hoffnung auf den heiß ersehnten Derby-Sieg da. Bei Bergedorf ging nix mehr, bei Eimsbüttel (fast) alles. Knapp drei magere Minuten dauerte es noch im dritten Viertel, bis dem vielleicht besten ETV-Korbjäger an diesem Tag die Führung gelang: Leonard Eckmann, der immer wieder mit beherzten Layups und unbändigem Einsatz glänzte, sorgte mit einem Dreipunktespiel für das 31:30. Kurz vor Spielende sollte es für den Ex-Wedeler bei seiner letzten Auswechslung verdiente Ovationen geben. Da war das Spiel längst entschieden. Denn nach der 48:43-Führung machte der ETV mit einem weiteren 12:2-Lauf den Deckel drauf, das Comeback der Bergedorfer (mit 3:5 Siegen in der Tabelle als 11. nur noch knapp vor dem ETV/3:6/12.) fiel an diesem Nachmittag aus.

„Unsere Jungs haben sich wohl nach dem ersten Viertel zu sicher gefühlt und sich von den jüngeren Eimsbüttelern den Schneid abkaufen lassen“, sagte nach dem Spiel einer, der es wissen muss: Boris Schmidt, Präsident des Hamburger Basketball-Verbandes und Vorsitzender der TSG Bergedorf in Personalunion. Der langjährige Bundesliga-Spitzenschiedsrichter war ohnehin voll des Lobes über die Entwicklung des ETV-Basketballs: „Es ist wirklich toll, was hier in den letzten Jahren auf die Beine gestellt wurde.“ Und noch ein anderer früherer Erstligaakteur war Zeuge des Derby-Triumphes in der pickepacke vollen Halle: Björn Meyer-Schomann (mehr als 200 Bundesligaspiele für Braunschweig, Bayreuth, Rhöndorf und die Hamburg Tigers), der jetzt in Hamburg als Anwalt arbeitet. Er wusste, wer eigentlich die Wende herbeigeführt hatte: „Ich bin erst nach dem ersten Viertel gekommen. Ist ja wohl klar, wer hier der Glücksbringer war“, meinte der 48-Jährige mit einem Augenzwinkern. (cj)

Punkte: Vidmantas Uzkuraitis (22), Tyseem Lyles (16), Leonard Eckmann (9)

Rebounds: Uzkuraitis (13), Lyles und Eckmann (je 7), Sergej Tittel (6)

Steals: Uzkuraitis und Eckmann (je 4), Tittel und Fabian Pätsch (je 3)

Blocks: Lyles (3), Uzkuraitis, Tittel und Jan-Hendrik Gust (je 2)

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