ETV-Basketballer verlieren Offensiv-Schlagabtausch 90:105 gegen Schwelm

Hamburg, 21. November 2021 – Auch eine Anleihe beim zuletzt so erfolgreichen FC St. Pauli nützte nichts: Trotz der AC/DC-Hymne „Hells Bells“ vor dem Tipp-off konnten die Herren des Eimsbütteler TV Hamburg am 9. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ihre Niederlagenserie nicht beenden. Zwar bot das Team um den erneut überragend scorenden Mubarak Salami (48 Punkte, 8 Dreier) zusammen mit Gegner EN Baskets Schwelm den rund 100 Zuschauern in der Sporthalle Wandsbek phasenweise ein echtes Offensiv-Spektakel. Doch waren die Abwehrkräfte der Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs bei der 90:105 (36:51)-Niederlage wie so oft zu schwach.

Die Starting Five der Gastgeber hielt diesmal zwei Überraschungen parat: Mit Point Guard Ibrahim Jabby und Lazarett-Rückkehrer Jan Gust standen zwei neue “Anfänger” im ETV-Trikot zu Beginn auf dem Feld. Zudem saß überraschend Kapitän Leo Eckmann nach seiner Knöchelverletzung zumindest wieder auf der Ersatzbank. Bei den Gästen konnte sich Headcoach Falk Möller über die Rückkehr von Center-Hüne Daniel Mayr (2,18 m) – ebenfalls nach Verletzung – in den Kader freuen. Es entwickelte sich von Beginn an ein temporeiches Spiel mit leichten Vorteilen für die Gäste und den bekannten Protagonisten auf beiden Seiten. So hatte Liga-Topscorer Salami nach dem ersten Durchgang bereits 13 Punkte auf seinem Konto, aufseiten der EN Baskets zeigten sich der Amerikaner Glen Burns, Rupert Hennen sowie Kapitän Nikita Khartchenkov am treffsichersten. Da der ETV noch etwas sorgloser in der Defense-Transition war als die Westdeutschen, gingen die Schwelmer mit einer knappen 26:21-Führung in die erste kleine Pause.

Wie so oft rannten die Hamburger also einem Rückstand hinterher, doch das taten sie wie immer mit Herz und Bravour. Und obwohl die EN Baskets, immerhin in der Vorsaison im Play-off-Halbfinale, in der Offense mehr Spielwitz und Abgeklärtheit zeigten, hielten die Eimsbütteler auch dank einiger Offensivrebounds die Partie offen. Und sie sorgten für die Highlights der ersten Halbzeit. So standen insgesamt vier Blocks (zweimal Marcel Hoppe, je einer von Salami und Vladimir Migurnov) auf dem Scoutingbogen, auch ein spektakulärer Hinter-Kopf-Assist von Karl Dia auf Migurnov sowie ein Eckmann-Steal unter dem gegnerischen Korb waren sehenswert. Da die Schwelmer jedoch vor allem in Person von Khartchenkov und Marco Buljevic ihren Dreier-Hotspots in den Ecken gefunden hatten (8/20; 40 Prozent) und sich die Hamburger schon 13 Turnover leisteten, war der ETV-Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 15 Zähler angewachsen (36:51).

Im dritten Durchgang wurden dann fleißig auf hohem Niveau Körbe getauscht, vor allem Hennen und Burns bei den Baskets sowie Salami und Dia für die Hamburger waren dabei aktiv. An den Kräfteverhältnissen änderte sich hingegen wenig, auch wenn die Westdeutschen zwischenzeitlich auf bis zu 20 Zähler davonzogen. Beim Stand von 65:79 aus eigener Sicht war vor dem letzten Viertel die Herausforderung für den ETV groß, ein Sieg aber noch nicht außer Reichweite.

Kurz darauf bekamen die Hamburger Hoffnungen zwar mit dem fünften Foul von Wühler Migurnov einen Dämpfer, doch weigerte sich der Tabellenletzte wie gewohnt aufzugeben. Als je zwei Dreier von Salami und Hoppe die Distanz auf acht Punkte (79:87) reduzierten, zog Baskets-Trainer Möller per Auszeit die Notbremse. Das half. Die Eimsbütteler wehrten sich offensiv zwar weiter nach Kräften, doch war die Defensive wie so oft zu anfällig. Spätestens, als der ebenfalls überzeugende Marco Hollersbacher (am Ende mit 24 Zählern fleißigster Schwelmer Punktesammler) einen klasse Fastbreak zum 99:87 abschloss, war die Entscheidung gefallen.

„Ich finde, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wer weiß, wie es mit voller Besetzung ausgesehen hätte“, mutmaßte Käpt’n und Comebacker Leo Eckmann nach der Schlusssirene. „Ich kann den Jungs wie immer keinen Vorwurf machen. Ich hoffe, dass uns die nun folgende Pause weitere Verletzte zurückbringt“, sagte ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay. Am kommenden Wochenende hat ihr Team wie alle anderen wegen der Länderspielpause Gelegenheit zur Erholung, danach geht es am 5. Dezember zum schweren Auswärtsspiel zu den BSW Sixers nach Sandersdorf. Am 12. Dezember dann folgt das nächste Heimspiel gegen die RheinStars Köln mit hoffentlich weiteren Rückkehrern – und „Hells Bells“ vor dem Tipp-off. Zum Boxscore ETV Hamburg vs. EN Baskets Schwelm

Copyright: Justus Stegemann
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ETV will gegen Schwelm ersten Saisonsieg – 2G-Regel für Zuschauer

Hamburg, 18. November 2021 – Wann kommt der Befreiungsschlag? Die Basketballer des Eimsbütteler TV starten am Sonntag (21. November 2021) den nächsten Versuch, erstmals in dieser Saison siegreich das Feld zu verlassen. Am 9. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord empfangen sie um 17 Uhr in der Sporthalle Wandsbek die EN Baskets Schwelm. Tickets ab 5 Euro können wie immer online bei Vivenu gebucht werden. Gemäß dem neuen Corona-Senatsbeschluss sind erstmals nach der 2G-Regel nur geimpfte oder genesene Personen als Zuschauer zugelassen. Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könnten. Einen kostenlosen Livestream von der Begegnung gibt es bei Youtube.

Zwar fehlen beim ETV mit Jack Fritsche, Leo Eckmann und Mayika Lungongo erneut drei Langzeitverletzte, doch gibt es zumindest zwei gute personelle Nachrichten für die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs: Zum einen bietet sich Headcoach Sükran Gencay mit dem wieder genesenen Center Jan Gust (Foto) eine Alternative mehr unter dem Korb. Zum anderen hat sich die in Rhöndorf erlittene Knieverletzung von Fabian Paetsch glücklicherweise „nur“ als Prellung mit Bluterguss herausgestellt. Der Flügelspieler wird aber gegen die EN Baskets mit Sicherheit ausfallen. Gencay: „Es hilft nichts, wir müssen einfach kämpfen und weiter durchhalten. Ich hoffe, dass die Verletzten und Angeschlagenen bald zurückkehren.“

Auch für Gegner Schwelm verlief die Spielzeit in der ProB bislang alles andere als wunschgemäß. Statt wie geplant in den Play-off-Rängen tummeln sich die EN Baskets aktuell mit nur zwei Siegen auf der Habenseite in der Abstiegszone. Ein Generationswechsel vor der Saison, ein engerer finanzieller Spielraum und einige Verletzungssorgen machen dem Halbfinalisten aus dem Frühjahr bislang das Leben schwer. Verlassen kann sich Cheftrainer Falk Möller indes auf Kapitän Nikita Khartchenkov, US-Shooting-Guard Glen Burns sowie auf die beiden bislang besten Scorer Marco Hollersbacher (17,4 Punkte im Schnitt) und Rupert Hennen (17,0), sodass die Blau-Gelben trotz allem am Sonntag als Favorit ins Spiel gehen.

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81:89 – Erfolglose Drachenjagd der ETV-Basketballer in Rhöndorf

Hamburg, 14. Oktober 2021 – Wieder ein großer Aufwand, wieder zwei leere Hände: Die Basketballer des Eimsbütteler TV sind ohne zählbaren Erfolg von ihrer „Drachenjagd“ aus dem Westen der Republik zurückgekehrt. Trotz 31 Punkten von Topscorer Mubarak Salami, 23 Zählern von Marcel Hoppe und 12 Rebounds der erneut nimmermüde kämpfenden Centers Vladimir Migurnov verloren sie am Sonnabend am achten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB bei Aufsteiger Dragons Rhöndorf mit 81:89 (43:49). Damit belegen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs weiterhin punktlos den letzten Tabellenplatz in der Staffel Nord.

Keine Frage, es gibt deutlich schlimmere Schicksale, als ein Basketballspiel zu verlieren. Dennoch war die getrübte Stimmung beim ETV einen Tag später am Volkstrauertag nicht unberechtigt. Denn zur erneuten Niederlage gesellte sich die Sorge um Flügelspieler Fabian Paetsch, der nach guter Leistung (11 Punkte) kurz vor Schluss mit Verdacht auf eine Kreuzbandschädigung vom Feld musste. Es wäre die fünfte langwierige Verletzung eines wichtigen ETV-Akteurs binnen weniger Wochen.

Dabei hielten die Eimsbütteler das ProB-Kellerduell im Dragon Dome lange Zeit offen. Sie führten nach dem ersten Viertel 20:17, verwandelten im dritten Spielabschnitt mit einem 12:0-Lauf einen 44:55-Rückstand in einen knappen Vorsprung und lagen auch nach der dritten Sirene (63:64) noch voll im Rennen. Dabei profitierten sie von 24 Turnovern des Gegners (17 auf eigener Seite), zeigten selbst wachsende Routine und verbesserte Balance im Angriffsspiel. Allerdings gelang es ihnen zu keiner Zeit, die Bretter zu kontrollieren (Reboundverhältnis 31:44), auch die Trefferquoten von jenseits der Dreier- (12/39; 31 Prozent) und Freiwurflinie (9/14; 64 Prozent) ließen arg zu wünschen übrig. Als dann rund fünf Minuten vor Schluss die Dragons eine sekundenlange Hustle-Phase mit einem erfolgreichen Verzweiflungsdreier abschlossen, kippte das berühmte Momentum endgültig zuungunsten des ETV.

Cheftrainerin Sükran Gencay zog folgende Bilanz: „Es war wirklich ein intensives und spannendes Spiel, in dem wir vieles gut und richtig gemacht haben. Die Jungs auf dem Feld und auf der Bank haben alles gegeben, entscheidend waren heute die Rebounds. Fabis Verletzung ist natürlich ein weiterer Tiefschlag für uns.“

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ETV-Basketballer voller Zuversicht auf Drachenjagd nach Rhöndorf

Hamburg, 11. November 2021 – Es ist das vielleicht wichtigste Spiel der Hinrunde: Ohne Punkte, aber mit unverminderter Zuversicht treten die Herren des Eimsbütteler TV am 8. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord bei Aufsteiger Dragons Rhöndorf an. Im Dragon-Dome des Sportzentrums Menzenberg gilt es am Samstag, den 13. November 2021 um 19 Uhr für die Hamburger, trotz anhaltender Verletzungssorgen die Nerven zu bewahren und angesichts von vier Punkten Rückstand auf den Vorletzten in der Tabelle nicht abreißen zu lassen. Einen Livestream gibt es bei sportdeutschland.tv.

„Wir haben gut trainiert diese Woche, alle sind weiter motiviert, auch wenn die vielen Niederlagen natürlich weh tun. Alle sind sich der besonderen Situation mit den Verletzten bewusst, wir müssen einfach das Beste draus machen“, sagt ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay vor dem Schlüsselduell im Tabellenkeller beim Ex-Klub von ETV-Neuzugang Karl Dia (Foto). Immerhin könnte Center Jan Gust (Rücken) aus dem Lazarett wieder aufs Parkett wechseln, bei Kapitän Leo Eckmann und Flügelspieler Jack Fritsche (beide Fuß) verläuft der Heilungsprozess ebenfalls hoffnungsvoll. Lediglich 2,13-m-Mann Mayika Lungongo wird mit seinem Bänderanriss im Knöchel noch länger zu tun haben. „Das sind immerhin ein paar Lichtblicke. Außerdem freut es mich, wie die jungen Spieler zuletzt ihre Chance genutzt haben. Trotz der langen Tour freuen wir uns aufs Spiel. Wir werden ready sein“, so die 35-Jährige.

Der rheinische Weinort Rhöndorf, ein Stadtteil von Bad Honnef und ehemaliger Wohnsitz Konrad Adenauers, ist ein echter Basketball-Traditionsstandort. Diverse Nationalspieler wie die 1993er-Europameister Michael Koch und Moritz Kleine-Brockhoff sowie viele andere namhafte Profis trugen einst erst- und zweitklassig das Trikot des aktuellen Kooperationspartners der Telekom Baskets Bonn (BBL). Auch Dragons-Geschäftsführer und Co-Trainer Yassin Idbihi (38) ging einst 21 Mal für Deutschland auf Korbjagd. Während beim ETV mit Sükran Gencay die einzige Herrentrainerin im deutschen Profibasketball an der Seitenlinie steht, können die Dragons den jüngsten Headcoach vorweisen: Der 24 Jahre alte Julius Thomas schaffte im Sommer mit Rhöndorf nach zwei Jahren Abstinenz die Rückkehr in die ProB und verlängerte vor der Saison seinen Vertrag bis 2023. In der laufenden Spielzeit stehen für den Liganeuling nach sieben Partien zwei Siege zu Buche, darunter der sicher nicht unwichtige 90:79-Erfolg beim „großen Nachbarn“ Rheinstars Köln.

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79:115 gegen Wolmirstedt – ETV-Basketballer weiter leidgeprüft

Hamburg, 7. November 2021 – Manchmal hilft einfach etwas Galgenhumor. „Eine spannende Crunchtime“ versprach der Ansager den rund 200 Basketball-Fans des Eimsbütteler TV in der Sporthalle Wandsbek vor dem letzten Viertel im Duell mit den SBB Baskets Wolmirstedt. Leider jedoch war beim Stand von 63:91 nichts mehr wirklich spannend, die Frage nach Sieger und Verlierer längst geklärt. Am Ende hatten die Hamburger gegen die Gäste aus der Nähe von Magdeburg auch im siebten Saisonspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord mit 79:115 (44:63) das schlechtere Ende und nur die Hoffnung auf bessere Zeiten für sich.

Doch wie so oft muss auch diesmal die deutliche Niederlage relativiert werden. Denn ist es normal, auch bei einem hohen Rückstand jedem Wurf mit ganzem Willen nachzugehen, in der Hoffnung auf einen Rebound, wie Center Vladimir Migurnov? Immer wieder hart zum Korb zu gehen und noch härter zu landen wie Combo Guard Mubarak Salami? Es immer wieder von außen zu probieren wie Flügelspieler Marcel Hoppe? Mit unvermindertem Einsatz weiter zu kämpfen wie das gesamte Team? Nein, ist es nicht. Und deshalb gebührt den Korbjägern aus dem Herzen Hamburgs auch diesmal Respekt und Anerkennung angesichts der schwierigen personellen wie tabellarischen Lage.

Denn auch gegen die SBB Baskets fehlten dem ETV-Trainergespann Sükran Gencay und Hussen Alrifai mit Jack Fritsche, Leo Eckmann, Mayika Lungongo und Jan Gust vier Spieler, deren Ausfall einfach nicht zu kompensieren ist. Zwar stand auch dem Wolmirstedter Coach Eiko Potthast angesichts vieler Verletzer nur eine Sieben-Mann-Rotation zur Verfügung, die aber verfügte angesichts besserer finanzieller Möglichkeiten über deutlich mehr Routine und individuelle Klasse als die ETV-Squad. So zeigte der erst- und zweitligaerfahrene Martin Bogdanov das ganze Paket eines kompletten Basketballers und übertraf mit 35 Punkten (4/9 Dreiern, 62 % aus dem Feld) sogar den Liga-Topscorer aufseiten des ETV, Mubarak Salami (26 Zähler; 3/8 Dreier, 45 % Wurfquote).

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Fünfeinhalb Minuten konnten die Eimsbütteler Außenseiter die Begegnung offen gestalten, gingen durch einen Hoppe-Freiwurf mit 12:11 letztmalig in Führung. Anschließend erwarfen sich die SBB Baskets mit einem 15:3-Lauf einen deutlichen Vorsprung, der fortan kontinuierlich ausgebaut wurde. Dabei zeigten die Gäste mit einem Up-and-under-Layup von Bogdanov, einem Behind-the-back-Anspiel von dem ebenfalls überzeugenden Philipp Lieser (26 Punkte) auf Jeramie Woods und mehreren No-Look-Pässen viele sehenswerte Aktionen. Beim ETV lag wie gewohnt zu viel Last auf den beiden Schultern von Teamleader Salami, zudem folgten auf Fehlwürfe und insgesamt 25 Turnover zu viele einfache Fastbreak-Punkte des Tabellenvierten aus Sachsen-Anhalt. Immerhin konnten im Spielverlauf alle Teammitglieder wertvolle Erfahrungen für die kommenden Aufgaben sammeln.

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ETV-Basketballer empfangen Wolmirstedt: Wiedersehen mit alten Bekannten

Hamburg, 3. November 2021 – Genau 184 Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem Hamburger Stadtteil Eimsbüttel und dem Magdeburger Vorort Wolmirstedt. Eine stattliche Distanz, und doch sind die beiden dort beheimateten Basketballvereine fast so etwas wie gute alte Bekannte. Am Sonntag, den 7. November 2021 treffen der Eimsbütteler TV und die SBB Baskets Wolmirstedt mal wieder aufeinander – im Kampf um Punkte in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Tipp-off bei der Partie des 7. Spieltags in der Sporthalle Wandsbek ist um 17 Uhr. Tickets können wie immer online bei Vivenu gebucht werden, es gilt die 3G-Regel. Wegen personeller Engpässe kann diesmal leider kein Livestream angeboten werden.

Rückblick: Am 5. Februar 2020 machten die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs den ambitionierten Baskets aus Sachsen-Anhalt mit einem 92:86-Sieg in der Ersten Regionalliga einen dicken Strich durch die Aufstiegsrechnung. Vidmantas Uzkuraitis (28 Punkte) und Tyseem Lyles (24, 9 Rebounds, 4 Assists) waren damals hauptverantwortlich für den überraschenden ETV-Erfolg vor 1000 Zuschauern in der Halle der Freundschaft. Doch das sind längst nur noch schöne Erinnerungen. Bereits Anfang September dieses Jahres warfen beide Teams bei einem Kurz-Turnier in Hamburg um die Wette, wobei die Wolmirstedter knapp gewannen. Mittlerweile haben sich die Vorzeichen endgültig geändert. Die SBB Baskets schafften quasi mit einem Jahr Verspätung dank prominenter Besetzung (u.a. mit den Ex-Towers Anthony Canty und Max Rockmann sowie dem früheren Nationalspieler Konstantin Konga) ebenfalls den Sprung in die ProB Nord. Und auch in der neuen Liga etablierten sie sich mit einigen erfahrenen Kräften wie Neuzugang Martin Bogdanov (kam aus der ProA von den Nürnberg Falcons) oder dem Ex-Rostocker Jordan Talbert (USA), der jedoch verletzt auszufallen droht. Mit 4:2 Siegen liegen die Baskets nach sechs Spieltagen auf Rang 4, erst am vergangenen Wochenende boten sie beim 83:97 gegen die WWU Baskets Münster dem Ligafavoriten mehr als drei Viertel lang Paroli.

Der ETV hat zwar ein Jahr ProB-Erfahrung mehr aufzuweisen, derzeit jedoch auch mit akuten personellen Probleme zu kämpfen. So fallen beim sieglosen Tabellenschlusslicht aller Voraussicht nach mit Jack Fritsche (Foto), Leo Eckmann, Mayika Lungongo (alle Fuß) und Jan Gust (Rücken) vier wichtige Stützen weiter aus. Lediglich Dreierspezialist Fabian Paetsch wird nach der empfindlichen 68:121-Niederlage bei den ART Giants Düsseldorf wieder in den Kader zurückkehren. „Wir müssen die hohe Niederlage abschütteln und wieder fokussiert auf die nächste Aufgabe gucken“, schwört ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay ihr Team auf die kommende Herausforderung ein. „In der Vorbereitung hatten wir ganz ordentlich gegen die Baskets gespielt, aber die Vorzeichen sind natürlich jetzt ganz andere. Trotzdem werden wir wieder alles geben und freuen uns auch, wieder vor unseren Fans zu spielen“, so die 35-Jährige.

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68:121 - ETV-Rumpfteam chancenlos bei den ART Giants Düsseldorf

Hamburg, 31. Oktober 2021 – Das war deutlich: Mit einer 68:121 (28:57)-Niederlage im Gepäck sind die personell arg geschwächten Basketballer des Eimsbütteler TV von ihrem Auswärtstrip ins Rheinland zu den ART Giants Düsseldorf zurückgekehrt. Nach der sechsten Niederlage im sechsten Saisonspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB bleiben die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs weiter auf dem letzten Tabellenplatz der Staffel Nord.

Allerdings waren die Eimsbütteler unter denkbar schlechten Voraussetzungen nach Düsseldorf gereist: Mit Distanzschütze Jack Fritsche (Sehnenriss im Fuß), Kapitän Leonard Eckmann und Center Mayika Lungongo (beide Bänderanriss im Fuß) fehlten gleich drei potenzielle Starting-Five-Akteure verletzt, dazu wurden auch die wertvollen Rollenspieler Fabian Paetsch (Jura-Klausur) und Jan Gust (Rückenprobleme) schmerzlich vermisst. So waren die Eimsbütteler denn von Anfang an chancenlos, schon nach vier Minuten war beim Stand von 3:17 die Richtung vorgegeben. Bester Punktesammler des ETV war wie gewohnt Mubarak Salami mit 32 Zählern, Marcel Hoppe kam auf 18 Punkte.

Kommentar von ETV-Headcoach Sükran Gencay nach der Partie: „Wir wussten natürlich, dass wir in dieser Konstellation mit minimalen Siegchancen nach Düsseldorf fahren. Unsere Rookies haben viel gespielt, teilweise ihre ersten Punkte gemacht und alles in ihrer Macht Stehende getan. Die Veterans wie Mubi und Vladi haben Leadership bewiesen und sind vorangegangen. Ich bin stolz auf das Team, denn es ist eine besondere Leistung, in so einem Spiel zusammenzuhalten. Wir haben viel gelernt und wieder an Erfahrung gewonnen.“

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73:82 n.V.: ETV gibt Sieg gegen die TKS 49ers noch aus der Hand

Hamburg, 24. Oktober 2021 – Sie wollten es so sehr und scheiterten am Ende an ihrer Nervosität und Unerfahrenheit: Die Herren des Eimsbütteler TV haben auch ihr fünftes Saisonspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB verloren – und das hoch dramatisch. Vor rund 200 Zuschauern in der Sporthalle Wandsbek unterlagen sie den TKS 49ers aus Brandenburg nach komfortabler Führung noch mit 73:82 (70:70; 36:34) nach Verlängerung. Ein Spiel, nach dem sich anstelle des Punktekontos leider nur das Lazarett der Hamburger gefüllt hat.

Von Beginn an merkte man der Partie an, dass es um einiges ging. Es gab so manchen Rebound einzusammeln, sprich nicht jeder Wurf fand sein Ziel. Der erste Korberfolg des ETV ging ausnahmsweise nicht auf das Konto von Liga-Topscorer Mubarak Salami, sondern auf das von Neuzugang Karl Dia. Danach legte TKS-Distanzschütze Sebastian Fülle los. Er ließ sich auch von zwei Fehlwürfen nicht beirren und traf seine nächsten drei Versuche von Downtown – die Gäste führten bald zweistellig (7:17; 7. Minute). Wie so oft rannten die Eimsbütteler fortan einem Rückstand dieser Größenordnung hinterher. Mit Erfolg. Nach einer kurzen Schrecksekunde bei einem Zusammenprall an der Mittellinie drehte ETV-Lebensversicherung Salami noch mal auf und brachte sein Team an der Freiwurflinie wieder auf fünf Punkte ran: 15:20 zur ersten Pause.

Und es ging gut weiter im zweiten Abschnitt für die Gastgeber. Als von außen nichts fiel, wurde das Inside Game forciert – drei fein herausgespielte Layups der Big Man Mayika Lungongo und Vladi Migunov brachten die Hamburger in Front (21:20). Basis dafür war auch eine deutlich stabilere Defense und zuverlässigere Reboundarbeit als in den vorangegangenen vier Spielen. Dann flutschte es plötzlich auch von der Dreierlinie mit Treffern von Marcel Hoppe, Fabian Paetsch und Salami, ehe ein Schrei jegliche Euphorie zu ersticken drohte. Nach einem sehenswerten Fastbreak stürzte der bis dato überzeugende Lungongo und hielt sich sein Fußgelenk – der dritte schmerzhafte Ausfall nach Distanzspezialist Jack Fritsche (Fuß) und Kapitän Leo Eckmann (Knöchel). Doch die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs zeigten sich unbeeindruckt, kämpften unverdrossen weiter und gingen verdientermaßen mit einer 36:34-Führung in die Halbzeitpause.

Die kurz darauf noch weiter anwuchs. Ein Korb und ein Assist von Salami zum Threeball von Hoppe forderten die frühe Auszeit von 49ers-Headcoach Vladimir  Pastushenko (41:34). Es sollte nicht viel nützen. Denn einer hatte jetzt richtig Bock: “Mubi” Salami traf nach Drives oder von der Dreierlinie und verteidigte wie seine Teamkameraden aufopferungsvoll. Für den verletzten Lungongo sprang dabei Robin Ewert in die Bresche, der erstmals in dieser Saison ausführlich Spielzeit erhielt. Die Gäste aus Stahnsdorf ließen dagegen eine gute Chance nach der anderen liegen, auch aus der Nahdistanz. Die Konsequenz: eine für ETV-Verhältnisse geradezu astronomisch hohe 55:37-Führung (27.). Zwar nahmen die 49ers den berühmten Faden dann aus ihrer Sicht endlich wieder auf, doch führten die Eimsbütteler auch nach dem dritten Abschnitt noch mit elf Punkten (58:47).

So ging es für den ETV also erstmals in dieser Saison mit einer realistischen Siegchance ins finale Viertel. Was bei einigen Hamburgern jedoch für mehr Angst vor dem Gewinnen als für Sicherheit sorgte. Ein leichter Fehler reihte sich an den anderen, bei den 49ers traf Fülle einen Dreier mit Brett – schon war das Polster der Gastgeber wieder auf fünf Punkte geschmolzen (65:60; 37.). Und dann wurde die Partie noch zu einem echten Action-Krimi. Steal und Drive “Iron Man” Mubi Salami, Dreier Nico Kaml auf der Gegenseite, ein And-one von Leonik Wadehn – und es ging mit 70:68 in die letzte halbe Minute. In der die Gäste dann plötzlich die Siegchance nach einem gescheiterten Salami-Drive und einem Turnover von Hoppe auf dem Silbertablett serviert bekamen – und zunächst ablehnten: Wadehn vergab fünf Sekunden vor Schluss beim Stand von 70:70 zweimal von der Freiwurflinie – Verlängerung!

Bitter indes für den ETV: Für Salami ging es nach dem x-ten harten Sturz nicht mehr weiter. Zumindest vorerst. Als er dann doch wieder aufs Feld schlich, lagen die Gäste mit 74:70 in Front. Eine Führung, die sich die 49ers bis zum Endstand von 73:82 nicht mehr nehmen ließen. Was für die Eimsbütteler blieb, waren verdiente Standing Ovations von den Rängen, aber auch Verzweiflung und Enttäuschung nach der verpassten Chance auf den ersten Saisonerfolg. „Es ist wirklich tragisch und ärgerlich. Wir haben einfach zu viele vermeidbarer Fehler gemacht“, urteilten Cheftrainerin Sükran Gencay und Topscorer Salami (33 Punkte, zwei Knieprellungen) unisono. Wer von den Verletzten und Angeschlagenenen bis zum nächsten Auftritt am Samstag, den 30. Oktober 2021 (19 Uhr) bei den Düsseldorf Giants wieder mitmischen kann, ist noch offen. Den kämpferischen Schlusskommentar lieferte nach dem ersten Wundenlecken in der Halle ETV-Käpt’n Eckmann: „Bis unsere Moral am Ende ist, muss noch einiges passieren.“ (zum Boxscore der Partie ETV – TKS 49ers)

Copyright: Hanno Bode Sportfoto
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Neuer Anlauf: Platzt der ETV-Knoten gegen die TKS 49ers?

Hamburg, 21. Oktober 2021 – Aufgeben ist keine Option. Mit angespannter Personallage unternehmen die Basketballer des Eimsbütteler TV am kommenden Sonntag (24. Oktober 2021) den nächsten Versuch, den berühmten Knoten in der laufenden Saison platzen zu lassen. Am fünften Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord empfangen sie im Heimspiel um 17 Uhr in der Sporthalle Wandsbek die TKS 49ers aus Stahnsdorf. Karten gibt es online bei vivenu.com (ab 5 Euro, es gilt die 3G-Regel), der ETV-Mobilitätspartner MOIA verlost bei Facebook und Instagram Fahrgutscheine für die An- und Abreise. Auf sportdeutschland.tv können Fans wieder einen kostenpflichtigen Livestream nutzen.

In der vergangenen Spielzeit unterlagen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs bei ihrer ProB-Heimpremiere den Gästen aus Brandenburg mit 78:94 und zeigten sich nur bedingt abwehrbereit. Auch in diesem Jahr ist die Defensive eine Baustelle – bislang kassierten die Eimsbütteler in vier Spielen gegen überwiegend starke Gegner im Schnitt rund 100 Punkte. Und im Angriff, das zeigte gerade die vergangene Partie, liegt die Last zu sehr auf zwei Schultern: denen von Mubarak Salami. Satte 46 Punkte erzielte der Guard beim 78:95 bei Lok Bernau, wurde verdientermaßen zum Spieler der Woche in der ProB Nord gekürt (die Auszeichnung im Süden gewann der Ex-ETVer Tyseem Lyles, jetzt Basketball Löwen Erfurt). Doch fehlte Salami mehr denn je adäquate Unterstützung. Auch gegen die 49ers wird der 25-Jährige auf Jack Fritsche an seiner Seite verzichten müssen, der treffsichere Flügelspieler laboriert weiter an einer Fußverletzung. Kapitän Leo Eckmann droht nach einem Trainingsunfall auszufallen. Big Man Mayika Lungongo ist nach Rückenproblemen weiter auf dem aufsteigenden Ast, aber noch nicht hundertprozentig fit. Centerkollege Jan Gust dürfte nach seiner Erkältung wieder mitmischen können.

„Die Jungs brauchen einfach mal diesen verdammten roten Bogen. Wir müssen weiter daran arbeiten, uns ein Erfolgserlebnis zu verschaffen, das uns sicher einen Boost geben wird“, sagte ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay nach dem vierten Negativerlebnis in Bernau. Der Saisonstart der TKS 49ers ist dagegen durchaus als gelungen zu bezeichnen. Mit drei Siegen aus vier Partien liegen die Play-off-Teilnehmer aus dem Frühjahr derzeit auf Tabellenplatz fünf. Vladimir Pastushenko, Headcoach der ProB-erfahrenen Stahnsdorfer, kann meist auf eine ausgeglichene Mannschaftsleistung bauen. Zudem erwies sich Neuzuang Nico Kaml (kehrte von einem studienbedingten Aufenthalt in London in den Großraum Berlin zurück) bislang als Glücksgriff. Beim genaueren Hinsehen jedoch sollte ein Umstand den Eimsbüttelern Mut machen: Alle drei Saisonsiege erwarfen sich die 49ers in heimischer Halle in Kleinmachnow. Auswärts gab es hingegen eine knappe 68:69-Niederlage bei Aufsteiger Dragons Rhöndorf.

Copyright: Ralf Siggelkow
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