ETV-Basketballer gewinnen Generalprobe beim McDonald’s Cup in Stade

Hamburg, 12. September 2021 – Das dürfte den Basketballfans des Eimsbütteler TV schmecken: Der ETV hat zwei Wochen vor dem Saisonstart der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord den McDonald’s Cup in Stade gewonnen. Nach einem 66:55-Erfolg im Halbfinale über die Junior Baskets aus Oldenburg gewannen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs auch das Duell der Hansestädte im Finale gegen Gastgeber VfL Stade (beide Gegner aus der Ersten Regionalliga) mit 75:66 (37:39). Erfolgreichster Werfer für den ETV im Endspiel war Mubarak Salami mit 28 Punkten, Marcel Hoppe steuerte 22 Zähler bei.

„Es waren eher Arbeitssiege, aber auch die sind wichtig. Die Jungs hatten im Finale etwas müde Beine, haben sich aber mit viel Energie durchgekämpft“, resümierte Headcoach Sükran Gencay (35) nach dem Turnier. Ausschlaggebend für den Finalsieg war eine Leistungssteigerung im dritten Viertel, das mit zehn Punkten an die Eimsbütteler ging. Nicht dabei war Center Mayika Lungongo, der wegen Rückenproblemen auch für das Heimspiel am 26. September gegen den Lokalrivalen SC Rist Wedel (17 Uhr) fraglich ist. Das Spiel in Stade war vermutlich der letzte Test für den Eimsbütteler TV vor dem Saisonauftakt in der Sporthalle Wandsbek.

ETV-Basketballer testen in Stade – Saisonkarten zum Sparpreis

Hamburg, 9. September 2021 – Die heiße Vorbereitungsphase hat begonnen. Zwei Wochen vor Beginn der Saison 2021/22 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord testet der Eimsbütteler TV seine Form vor den Toren Hamburgs beim McDonald’s Supercup in Stade. Dabei trifft das Team von Headcoach Sükran Gencay am Sonntag zunächst um 12.45 Uhr auf die Junior Baskets Oldenburg, ehe sich anschließend die Gastgeber vom VfL Stade und die TSG Bergedorf (alle Erste Regionalliga) gegenüberstehen. Das Spiel um Platz 3 ist für 15 Uhr angesetzt, das Finale steigt um 16.45 Uhr im Vincent-Lübeck-Gymnasium. Ob und, wenn ja, wie viele Zuschauer zugelassen sind, ist noch nicht entschieden. Eine Live-Übertragung im Internet ist nach Angaben der Veranstalter geplant.

Am vergangenen Wochenende hatte der ETV bei einem eigenen Kurzturnier in der Sporthalle Wandsbek zwei anspruchsvolle Prüfsteine zu Gast. Zunächst schlugen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs den Erstregionalligisten Cuxhaven Baskets mit 98:81, ehe sie direkt im Anschluss dem ProB-Aufsteiger SBB Baskets Wolmirstedt aus Sachsen-Anhalt 87:97 unterlagen. Trotz der Niederlage war Cheftrainerin Gencay zufrieden mit den Darbietungen ihrer Schützlinge: „Im zweiten Spiel hat ein bisschen die Kraft gefehlt. Aber ich bin wirklich zuversichtlich, was die neue Saison angeht. Die Jungs ziehen richtig gut mit, es ist eine tolle Stimmung in der Mannschaft.“

Näher zusammengerückt sind die Eimsbütteler im wahrsten Sinne des Wortes auch zwei Wochen zuvor bei einer dreitägigen Reise in den Süden der Republik. Dort gab es neben Trainingseinheiten und Sightseeing bei zwei Testspielen einen knappen 72:71-Sieg über das Juniorteam des FC Bayern München sowie eine Vierpunkte-Niederlage gegen die Orange Academy, das Farmteam von Erstligist ratiopharm Ulm. „Wir waren mit zwei Kleinbussen unterwegs, da haben die Jungs ganz schön aufeinander gehockt. Aber das fördert irgendwie auch den Zusammenhalt“, urteilt Gencay.

Das Turnier in Wandsbek fand im Übrigen erstmals wieder vor Zuschauern statt, genau wie beim Saisonauftakt gegen den SC Rist Wedel am Sonntag, den 26. September um 17 Uhr Fans zugelassen sind. Wer den Besuch bei mehreren oder sogar allen Heimspielen des ETV plant, sollte jetzt zuschlagen. Derzeit gibt es Saisontickets zum ermäßigten Preis von 90 Euro. Zu bestellen unter https://etv-basketball.de/shop.

ETV-Basketballer bestreiten Kurzturnier erstmals wieder vor Zuschauern

Hamburg, 1. September 2021 – Endlich geht’s wieder mit Fans auf Korbjagd: Die Herren des Eimsbütteler TV Hamburg bestreiten am Samstag, den 4. September 2021 in der Sporthalle Wandsbek ein Kurzturnier zur Vorbereitung auf die neue Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Gegner sind um 16 Uhr der Viertligist Cuxhaven Baskets (Erste Regionalliga) und um 18.30 Uhr Ligakonkurrent und Aufsteiger SBB Baskets Wolmirstedt  aus Sachsen-Anhalt.

Zuschauer erhalten Tickets nur via Mail mit vollständigen Kontaktdaten an shop@etv-basketball.de – Betreff: „ProB Turnier“.  Daneben ist eine Überweisung des Eintrittspreises von 5 Euro nötig an: Hamburger Sparkasse; ETV Hamburg Basketball; IBAN DE24 2005 0550 1500 4743 64; BIC: HASPDEHHXXX; Stichwort: „ProB Turnier“. Nach dem Versenden der E-Mail und dem Zahlungseingang gibt es eine Bestätigung. Zutritt nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen (3G-Regel), die einen Nachweis vorlegen können. Es gilt zudem Maskenpflicht in der Halle.

Seinen Saisonauftakt bestreitet das Team von Headcoach Sükran Gencay am Sonntag, den 26. September 2021 um 17 Uhr in der Sporthalle Wandsbek gegen den Lokalrivalen SC Rist Wedel.

Liga-Topscorer Salami bleibt ETV Hamburg treu – auch Lungongo weiter unter den Körben

Hamburg, 11. August 2021 – Dem Eimsbütteler TV bleibt in der kommenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord sein wichtigster Spieler erhalten. Mit Mubarak Salami gab niemand anderes als der Liga-Topscorer den Hamburgern die Zusage für mindestens ein weiteres Jahr. Der 25-Jährige kam in der vergangenen Spielzeit auf durchschnittlich 26,2 Punkte pro Partie und war vor allem mit seinen unwiderstehlichen Drives zum Korb die spielbestimmende Figur beim ETV. Außerdem wird Center Mayika Lungongo weiter unter den Hamburger Körben aufräumen.

„Ich freue mich sehr, dass beide bei uns bleiben, denn sie sind sportlich wie menschlich eine Bereicherung fürs Team. Mubi ist nicht nur Topscorer der Liga, sondern auch der mit Abstand dominierende Spieler unserer Mannschaft. Seine Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen, er wird in dieser Saison noch für manche Überraschung sorgen“, lobt ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay. Auch Salami, der bereits in der Jugend lange für die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs auflief, ist hochzufrieden: „Ich fühle mich sehr wohl beim ETV und freue mich auf die neue Saison. Ich hänge sehr an Hamburg, meine Familie war ausschlaggebend, hier zu bleiben. Aber auch sportlich sieht es gut aus, wir haben das Potenzial, mehr zu erreichen als in der vergangenen Saison.“

Lungongo konnte vor Beginn der abgelaufenen Saison bei einem Tryout die Eimsbütteler Coaches von seinen Qualitäten überzeugen. Nach einer gewissen Anlaufzeit wuchs der 2,10-Meter-Mann in der Rückrunde zu einer wichtigen Stütze der Eimsbütteler heran. Dabei zeigte der 26-Jährige vor allem Reboundstärke (u.a. 16 Boards gegen Bernau), aber auch immer aggressivere Finisher-Qualitäten. Gencay: „Es hat wirklich Spaß gemacht zu sehen, wie sich beide entwickelt haben. Mayikas Formkurve ging steil nach oben, und ich bin überzeugt, dass er in dieser Saison noch stärker und konstanter sein wird.“

ETV-Basketballer siegen im ersten Test – „Rheinstar“ Dia kommt aus Köln

Hamburg, 8. August 2021 –  Die Basketballer des Eimsbütteler TV sind mit einem Sieg in ihre Vorbereitung auf die neue Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gestartet. Im ersten Testspiel gab es am Sonnabend in der Sporthalle Wandsbek unter Ausschluss der Öffentlichtkeit ein 91:80 (46:40) über die BBC Rendsburg Twisters (1. Regionalliga). In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie verhalf eine Tempoverschärfung in der Defense im letzten Viertel den Korbjägern aus dem Herzen Hamburgs zum Erfolg.

Den ersten Treffer der neuen Spielzeit landete ETV-Neuzugang Jack Fritsche – standesgemäß von jenseits der Dreierlinie. Mit 23 Punkten (4 Dreier) feierte der Hamburg-Rückkehrer von den Columbia Cougars (US-College aus der NAIA) einen gelungenen Einstand. Topscorer auf Seiten der Gastgeber war wie gewohnt Mubarak Salami mit 24 Zählern. „Dafür, dass wir nur eine richtige Teameinheit im Training vorher hatten, bin ich zufrieden. Das Ergebnis ist eher Nebensache. Die ersten Ansätze und die Energie heute stimmen mich positiv im Hinblick auf die neuen Saison“, resümierte ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay.

Neben Fritsche stand gegen Rendsburg noch ein weiterer Neuling in der Starting Five im Team der Eimsbütteler: Karl Dia. Der 24-Jährige (feiert am 20. August runden Geburtstag) kommt vom ProB-Konkurrenten Rheinstars Köln und verspricht zumindest in der Defensive den Abgang von Abdulai Abaker zu Lok Bernau kompensieren zu können. Der VWL-Student feiert in Hamburg „Zusammenführung“ mit seiner Familie, die bereits vor zwei Jahren den Weg in die Hansestadt fand. Zum Wechsel vom Rhein an die Elbe inspiriert wurde er vor allem von seinem Buddy „Mubi“ Salami, den er vor einigen Jahren auf einem Basketballturnier kennenlernte. „Ich freue mich sehr auf Hamburg. Ich möchte mich hier weiterentwickeln, beruflich und natürlich auch basketballerisch“, so der 1,94 m große Guard.

Auf ihn und seine neuen Teamkameraden wartet in den kommenden Wochen ein reichhaltiges Vorbereitungsprogramm. Außer Testspielen in Quakenbrück bei den Artland Dragons (17.8.), gegen Cuxhaven und Wolmirstedt (4.9.) sowie einem Turnier beim VfL Stade (12.9.) machen die Eimsbütteler Korbjäger vom 20. bis 22. August auch einen Ausflug nach Bayern. Neben der spielerischen Entwicklung bei drei weiteren Tests – unter anderem gegen die 2. Mannschaft vom FC Bayern München – soll der Roadtrip auch teambildende Wirkung haben. „Unsere Vorbereitung ist lang und vollgepackt. Aber ich wollte diesmal bewusst frühe und viele Spiele machen, anders als vor einem Jahr, als wir wegen Corona kaum testen konnten“, so Gencay. Die Saison 2021/22 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord beginnt für die Hamburger am 26. September um 17 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Lokalrivalen SC Rist Wedel.

College-„Puma“ Jack Fritsche verstärkt ProB-Basketballer des ETV Hamburg

Hamburg, 3. August 2021 –  Die Basketballer des Eimsbütteler TV haben ihren ersten Neuzugang für die kommende Saison unter Dach und Fach. Und der hat es in sich: Forward Jack Fritsche wird künftig bei den Hamburgern in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord für Firepower von außen und Dynamik unterm Korb sorgen. Der 25-Jährige kehrt vom US-Collegeteam der Columbia Cougars („Pumas“), für das er vergangene Saison in der NAIA knapp zehn Punkte im Schnitt erzielte, aus Missouri in seine Geburtsstadt zurück. Außerdem schrieb sich der zwei Meter große Allrounder in 24 Partien als Starter 120 Rebounds (durchschnittlich fünf pro Spiel), 27 Assist (1,1) und 21 Blocks (0,9) in seine Statistik.

„Wir freuen uns sehr, dass sich Jack für uns entschieden hat. Ich kenne ihn noch von früher aus seiner Zeit in Hamburg. Jack hat einen guten Wurf, ist sehr trainingsfleißig und versteht Basketball. Ich denke, er wird eine große Verstärkung sein für uns, auch wenn er sich natürlich erst einmal eingewöhnen muss“, beschreibt ETV-Headcoach Sükran Gencay (35) ihren neuen Schützling.

Fritsche begann als Kind wie so viele Hamburger Jungs erst mit Fußball, ehe er mit 14 Jahren das Dribbeln, Passen und Werfen für sich entdeckte. Eine richtige Wahl, wie sein Talent bewies. Nach einer ersten Station beim SC Norderstedt lernte der Rechtshänder seine Skills parallel beim BC Hamburg und in der JBBL und NBBL bei den Piraten Hamburg. Einer seiner Trainer damals: Marvin Willoughby, Mitgründer und Macher von Bundesligist Hamburg Towers. Nach einem Jahr in der ProB beim SC Rist Wedel ging es dann zum Studium in die USA, die er nun mit dem Bachelor in Business Administration in der Tasche wieder verlässt.

Der Neu-Eimsbütteler, dessen Bruder Jardel (20) in der 2. ETV-Mannschaft (Oberliga) spielt, ist nach seinem Wechsel über den Großen Teich bereits ins Training eingestiegen. Die Vorfreude auf die neue Saison ist bei ihm ebenso groß wie das Glücksempfinden über die Rückkehr in seine Heimatstadt. „Es ist schön, wieder bei der Familie zu sein. Ich möchte dem Team unbedingt helfen, eine bessere Saison zu spielen als zuletzt“, so Fritsche mit Blick auf die turbulente Spielzeit, in der der ETV als Tabellenletzter nur durch einen Corona-Ligabeschluss gerettet wurde.

Sein eigenes Game definiert der Neuzugang nach eigener Aussage vor allem über seinen Wurf. „Den muss mein Gegenspieler respektieren, und dadurch eröffnen sich für mich mehr Möglichkeiten. Außerdem kann ich für meine Position gut rebounden und gute Teamdefense spielen“, charakterisiert der 25-Jährige seine Stärken. Bestimmte Statlines für die kommende Saison hat Fritsche nicht im Kopf, wohl aber mittel- bis langfristige Ziele: „Ich möchte auf noch höherem Level spielen, also in der ProA oder der BBL.“ Erst aber wird der ehemalige „Puma“ alles dafür tun, den ETV in der kommenden Saison auf die nächste Stufe zu heben.

Nicht mehr zum ETV-Aufgebot in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gehören wird in der kommenden Saison Sergej Tittel. Der Center, der den kompletten Erfolgsweg der Hamburger in den vergangenen Jahren mitgegangen ist, tritt aus persönlichen Gründen kürzer und spielt ab der kommenden Saison in der 2. Mannschaft der Eimsbütteler in der Hamburger Oberliga.

Abdulai Abaker verlässt ETV-Basketballer Richtung Bernau

Hamburg, 14. Juli 2021 – Die Basketballer des Eimsbütteler TV Hamburg müssen nach dem Abschied von Routinier Vidmantas Uzkuraitis (zurück in seine Heimat Litauen) den Abgang eines weiteren Schlüsselspielers verkraften: Point Guard Abdulai Abaker zieht es zum SSV Lok Bernau, einem Konkurrenten in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Der 24-Jährige unterschrieb beim Kooperationspartner vom Deutschen Basketball-Meister ALBA Berlin einen Einjahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr. Außerdem wird Flügelspieler Luca Büürma den Verein für ein Jahr studienbedingten Aufenthalt in Barcelona verlassen.

Abdulai „Abu“ Abaker war erst vor einem Jahr aus Schwenningen im Schwarzwald zu seinem Jugendverein ETV zurückgekehrt. In der ProB-Premierensaison der Eimsbütteler erwies sich der Defense-Expterte mit 15,8 Punkten und 4,5 Assists sowie 3,1 Steals (Ligabestwert) an beiden Enden des Feldes als ein wichtiger Leistungsträger.

„Es war wirklich eine schwierige Entscheidung. Ich war fest entschlossen, beim ETV zu bleiben, doch dann kam das Angebot vom SSV Lok. In Bernau sehe ich einfach bessere Entwicklungsmöglichkeiten, und auch finanziell ist es eine andere Ebene. Ich kann mich dort komplett auf Basketball konzentrieren und nebenbei mein BWL-Studium fortführen. Ich möchte zeigen, dass ich in einem guten ProB-Team eine tragende Rolle spielen kann und mich für höhere Aufgaben empfehlen“, so der gebürtige Hamburger zu seinem Abschied. ETV-Heachcoach Sükran Gencay (35) sagte zum Abgang Abakers: „Für uns ist natürlich sehr schade, dass Abu geht. Er hat wirklich eine gute Saison gespielt. Wir können ihm nur für seinen Einsatz danken und für seine weitere Entwicklung alles Gute wünschen.“

Rist Wedel kommt zum Derby: Knallerstart in die neue Saison für den ETV

Hamburg, 13. Juli 2021 – Mehr geht nicht: Mit einem echten Knaller starten die Herren des Eimsbütteler Turnverbandes in die Saison 2021/2022 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Niemand anderes als der Lokalrivale SC Rist Wedel wird zum Auftakt am Sonntag, den 26. September 2021 um 17 Uhr in der Sporthalle Wandsbek vorspielen. Eine Woche später, am 3. Oktober zur gleichen Uhrzeit, folgt am zweiten Spieltag eine weitere Heimpartie gegen die Iserlohn Kangaroos auf das Team von Headcoach Sükran Gencay. Die ETV-Saison endet planmäßig am 19. März 2022 mit dem Gastspiel der WWU Baskets Münster in Hamburg (den gesamten Spielplan der ProB gibt es unter https://www.2basketballbundesliga.de/spielplaene-prob)

„Uns ist der Gegner eigentlich erst mal egal. Aber es ist schon toll, direkt mit einem Derby zu starten. Wir hoffen natürlich auf ein volles Haus und die Unterstützung unserer Fans“, kommentierte Gencay den Spielplan. Bereits in der vergangenen Spielzeit, der ProB-Premierensaison für den ETV, hieß der erste Gegner der Eimsbütteler Rist Wedel – allerdings nach zwei coronabedingten Spielausfällen zuvor. In der Steinberghalle gelang ein vielumjubeltes 91:88 nach Verlängerung, dem später ein 110:98-Heimsieg folgen sollte – zwei von nur vier Saisonerfolgen insgesamt. Der SC Rist beendete die abgelaufene Saison als Drittletzter zwei Plätze vor dem ETV, in die neue starten die Schleswig-Holsteiner mit einem neuen Trainer. Stephan Blode beerbte als Headcoach Benka Barloschky, der künftig nur noch für Kooperationspartner Hamburg Towers im Einsatz sein wird.

Wann bei den Eimsbüttelern, die nach wie vor auf Sponsorensuche sind, der Kartenvorverkauf startet, ist noch unklar. Für die Partien in der Sporthalle Wandsbek rechnen die Verantwortlichen unter den jetzigen Coronabedingungen mit bis zu 1000 Zuschauerplätzen.

ETV-Basketballer erhalten Lizenz – Gegner in der neuen ProB-Saison stehen fest

Hamburg, 1. Juli 2021 – Der Eimsbütteler TV Hamburg ist auch in der kommenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB dabei. Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen durch Geschäftsführung, Spielleitung und Gutachterausschuss bekam der letztjährige Aufsteiger die Lizenz zur Teilnahme für die Spielzeit 2021/2022 in der Gruppe Nord erteilt. Als Auflage muss der ETV noch bis zum 15. September den endgültigen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 nachreichen. „Das ist aber eine Formalie“, so Trainerin und Abteilungsleiterin Sükran Gencay (35).

Des Weiteren gab die Ligaleitung die neue Staffeleinteilung bekannt. Mit den ART Giants Düsseldorf, den BSW Sixers aus Sandersdorf, den EN Baskets Schwelm, den Iserlohn Kangaroos, dem ALBA-Kooperationspartner SSV Lok Bernau, den RheinStars Köln, den TKS 49ers aus Stahnsdorf, den WWU Baskets Münster sowie dem Lokalrivalen SC Rist Wedel treffen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs in dem Zwölferfeld auf neun alte Bekannte aus der Premierensaison. In dieser hatte der ETV aufgrund eine Coronabeschlusses auch als Tabellenletzter den Klassenerhalt geschafft. Hinzu kommen die Aufsteiger Dragons Rhöndorf (1. Regionalliga West) und SBB Baskets Wolmirstedt, gegen die es vor zwei Jahren für die Eimsbütteler in der Regionalliga Nord eine 62:82-Heimniederlage und einen 92:86-Auswärtssieg gab. Aufgestiegen in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA sind die Itzehoe Eagles und die VfL SparkassenStars Bochum.

Heimspielstätte in der kommenden ProB-Saison wird die gut 2000 Zuschauer fassende Sporthalle Wandsbek sein. Dort dürfen die Eimsbütteler nach aktuellem Stand der Corona-Inzidenzzahlen auf bis zu 1000 Fans hoffen. Laut Hamburgs Sportsenator Andy Grote (SPD) soll wie bei Heimspielen des HSV oder FC St. Pauli auch bei Hallensportevents die Besetzung der Zuschauerränge im Schachbrettmuster, also jedes zweiten Platzes, erlaubt sein.

Dank Corona-Hilfe der Stadt: ProB-Reise der ETV-Basketballer geht weiter

Hamburg, 1. Juni 2021 – Alle Fans der gepflegten Korbjagd in und um Hamburg-Eimsbüttel dürfen sich auf weitere Höhepunkte in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB freuen. Denn: Der Eimsbütteler TV wird mit seiner Herrenmannschaft nach einer abenteuerreichen ersten Spielzeit auch kommende Saison in der Nordstaffel antreten. Die Entscheidung fiel nach der Zusage einer finanziellen Hilfe vom Landessportamt der Stadt Hamburg, mit der Ausfälle bei Zuschauereinnahmen durch coronabedingte Hygiene- und Schutzmaßnahmen ausgeglichen werden sollen. Eine solche Hilfe hatte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) bereits im April mit Blick auf die Sportstadt Hamburg höherklassig vertretenen Vereinen in Aussicht gestellt.

Nun stellte ETV-Gesamtvorsitzender Frank Fechner (58) bei der für den Sport zuständigen Innenbehörde einen Antrag auf insgesamt 100.000 Euro für die ETV-Basketballer sowie die Zweitliga-Volleyballerinnen des Vereins. Mit Erfolg. „Die genaue Höhe ist allerdings noch unklar“, sagte der bekennende Basketballfan Fechner. Die Korbjäger aus dem Herzen Hamburg können nun das Minus von etwa 20.000 Euro aus der vergangenen Saison tilgen, zudem ist die Basis für das benötigte neue Budget von 100.000 bis 120.000 Euro gelegt.

Derzeit befinden sich die Macher rund um Trainerin und Abteilungsleiterin Sükran Gencay (35) auf Sponsorensuche. Fest steht bereits, dass mit der Ratsherrn-Brauerei der wichtigste Partner an Bord bleibt. In seiner Anfang April vorzeitig abgebrochenen Premierensaison hatte der ETV zwar nur aufgrund eines Corona-Beschlusses den Klassenerhalt geschafft, als Aufsteiger aber viele begeisternde Auftritte mitsamt zweier Siege über den Lokalrivalen SC Rist Wedel hingelegt. Zudem stellte sie mit Shooting Guard Mubarak Salami (26,2 Punkte im Schnitt) den Topscorer der Hauptrunde und mit Steal-Experte Abdulai Abaker ein Mitglied des All-Defensive-Teams der gesamten Liga.

„Ich freue mich, dass das alles relativ schnell und unkompliziert geklappt hat“, sagte Erfolgstrainerin Gencay, die den ETV von der Hamburger Kreisliga in die professionelle ProB geführt hatte. „Dies ist auch der endgültige Startschuss für unsere Kaderplanung“, so Gencay. Fest stehen bislang lediglich die Abgänge von Routinier Vidmantas Uzkuraitis (zurück in seine Heimat Litauen) und Luca Büürma (Auslandssemester in Barcelona). Für die  Heimspiele wird erneut mit der gut 2000 Zuschauer fassenden Sporthalle Wandsbek geplant.

Auf ein Neues: ETV beantragt ProB-Lizenz für die kommende Saison

Hamburg, 19. April 2021 – Während der Saison ist vor der Saison: Parallel zu den laufenden Play-offs 2020/2021 ist die Lizensierungsphase für die nächste Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord angelaufen. Und diese soll erneut mit dem Eimsbütteler TV Hamburg stattfinden! Die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs beantragten in einem ersten Schritt fristgerecht bis zum 15. April die Teilnahmeberechtigung – so wie alle anderen Ligakonkurrenten und zehn Vereine aus der Ersten Regionalliga auch.

In einem zweiten Schritt gilt es nun, bis zum 1. Juni dieses Jahres die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachzuweisen. „Ich hoffe natürlich, dass uns unsere Sponsoren treu bleiben und wir vielleicht noch neue hinzugewinnen. Das ist für uns Voraussetzung, wieder in der ProB anzutreten“, so ETV-Cheftrainerin und -Abteilungsleiterin Sükran Gencay. In der Premierensaison landeten die Aufsteiger nach Abschluss der Hauptrunde zwar auf dem zwölften und letzten Platz, deuteten aber in der starken Liga mehrfach ihre Konkurrenz- und Entwicklungsfähigkeit an. Aufgrund der besonderen Coronaumstände, die auch den ETV mit gleich fünf Spielausfällen hart trafen, wurde der Abstieg in einem gemeinsamen Ligabeschluss ausgesetzt.

Konkrete Planungsergebnisse finanzieller, organisatorischer oder personeller Art für die neue Spielzeit gibt es derzeit noch nicht. Fest steht lediglich, dass mit Vidmantas Uzkuraitis eine der Stützen der vergangenen Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Der Litauer kehrt aus familiären Gründen in seine Heimat zurück. Als Spielort wird aktuell die Sporthalle Wandsbek favorisiert, wo mögliche Abstandsregeln bei einer Rückkehr von Zuschauern leichter einzuhalten wären. Dort hatten die ETV-Basketballer bereits in der vergangenen Saison etwa ein Drittel ihrer Heimspiele ausgetragen, ehe eine defekte Korbanlage die Rückkehr in die „Aufstiegshalle“ an der Hohen Weide zur Folge hatte.

ETV-Einstand in der ProB: Eine Saison für drei Basketball-Leben

Hamburg, 2. April 2021 – Neue Liga, neue Gegner, neue Halle, neue Reiseziele … Eigentlich schon genug Herausforderungen für die Aufsteiger des Eimsbütteler TV in ihrer ersten Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Doch dabei blieb es nicht. Mit welchen Unwägbarkeiten die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs in der abgelaufenen Spielzeit 2020/2021 noch alles konfrontiert werden sollten, hätte wohl vor dem Start niemand auch nur ansatzweise gedacht. Tausend gute Gründe für einen Rückblick.

„Es waren ja nur gut fünf Monate, gefühlt aber drei Basketball-Leben. Ich bekomme die ganzen Erinnerungen gar nicht richtig auf die Reihe“, sagt ETV-Headcoach Sükran „Süki“ Gencay retrospektiv, rund zwei Wochen nach Saisonende. Auch für sie war die Profiliga ProB Neuland, genau wie für die meisten ihrer Schützlinge. Und vor diesem Neuland stand erst mal ein Berg, ein Berg voller Arbeit. Der gemeinsam gemeistert wurde. Dank Anstrengungen von Basketballabteilung, Hauptverein und Sponsoren sowie einer gelungenen Crowdfunding-Aktion wurde der nötige Etat für das Abenteuer Zweite Liga aufgebracht. Die vielköpfige Orga-Crew sorgte bei den Heimspielen für einen reibungslosten Ablauf und einen kostenlosen Livestream, der regelmäßig von mehreren Hundert Zuschauern verfolgt wurde. Und sportlich stand nach dem Abgang von Topscorer Tyseem Lyles in die ProA nach Karlsruhe mit den zwei Heimkehrern Mubarak „Mubi“ Salami (aus Stahnsdorf) und Abdulai „Abu“ Abaker (von den TSV Neustadt Temps Shooters) sowie Will Barnes (früher Hamburg Towers) adäquater Ersatz bereit. Dachten alle. Doch wurde kurzfristig von einem Engagement von Ex-Profi Barnes wegen zu großer beruflicher und gesundheitlicher Belastung beiderseitig Abstand genommen.

Und als die Saison dann am 18. Oktober 2020 endlich losgehen sollte, war sie auch schon wieder vorbei. Zumindest vorübergehend. Wegen zweier positiver Coronatests in Reihen des ETV trat die Mannschaft nicht wie geplant den Weg zu den BSW Sixers nach Sandersdorf (Sachsen-Anhalt), sondern in eine 14-tägige Quarantäne an. Plus einer Woche Regeneration fielen der unfreiwilligen Pause drei Spiele zum Opfer, die nachgeholt werden mussten.

Am Samstag, den 7. November 2020 um 19 Uhr war es aber endlich so weit: der erste Sprungball in einer deutschen Basketball-Profiliga mit ETV-Beteiligung. Und das nicht irgendwo, sondern beim Nachbarn SC Rist Wedel. Und was für ein Auftakt! Selbst noch Corona-geschwächt, nutzte das Team um Kapitän Leo Eckmann die Gunst der Stunde und schlug den stark ersatzgeschwächten Lokalrivalen 91:88 nach Verlängerung. Erstes Spiel, erster Sieg – so konnte es weitergehen. Ging es aber nicht – und das nicht ganz unerwartet. Obwohl sich die erfahrenen Neuzugänge als Volltreffer erwiesen, Mubi sogar zum Liga-Topscorer avancierte, folgten so einige Lehrstunden gegen deutlich professionellere und besser besetzte Teams.

Zwar gab es im weiteren Saisonverlauf nur noch dreimal Grund zum Jubel – besonders beim 110:98-Vollgassieg im zweiten Derby gegen Wedel. Doch auch bei Niederlagen zeigten die ProB-Novizen vom ETV mehrfach ihre Konkurrenzfähigkeit. Beim 74:75 in Bernau wurde ihnen schmerzlich vor Augen geführt, dass man sich in einer neue Liga erst ein gewisses Standing bei den Schiedsrichtern erarbeiten muss. Ein Thema, dass Cheftrainerin Süki noch an einigen weiteren Spieltagen beschäftigen sollte. Und auch am größten Punktesegen der gesamten ProB-Hauptrunde war der ETV beteiligt, als er Meister Bochum beim 112:115 arg in Bedrängnis brachte.

„Ich bin mit etwas Distanz durchaus zufrieden mit der Saison. Die Mannschaft hätte auch in ihre Einzelteile zerfallen können bei den vielen Niederlagen, stattdessen ging die Leistungskurve aber insgesamt nach oben“, urteilt Gencay, die auch sich selbst Fehler eingesteht: „Wir hätten mehr Testspiele in der Vorbereitung gebraucht. Es dauerte zu lange, bis wir im Rhythmus waren. Aber daraus werden wir lernen. In der ProB ist halt alles mental und physisch anspruchsvoller, man muss taktisch noch variabler sein.“

Variabilität war auch abseits des Feldes gefragt. Oder besser: Improvisationstalent. So ging Mitte Dezember beim Aufwärmen in der Sporthalle Wandsbek die Korbanlage auf Seiten der Gäste aus Münster zu Bruch. Anstelle eines zeitaufwendigen Brett-Austauschs zog der gesamte Tross um in die Traininingshalle Hohe Weide, wo eine Stunde später der Jump erfolgte. Es wurde ein Umzug auf Dauer. Da wegen Corona ohnehin keine Zuschauer zugelassen waren, konnten alle weiteren Heimspiele in Eimsbüttel ausgetragen werden. Auch am 7. Februar 2021 lief nicht alles nach Plan, als die ETV-Reisegruppe auf dem Weg zum Nachholspiel in Sandersdorf winterbedingt am Berliner Hauptbahnhof strandete und unverrichteter Dinge den Heimweg antreten musste. Und es gab zwei weitere Absagen bei den Spielen in Köln und Düsseldorf, als zwei obligatorische Schnelltests positiv ausfielen, später von PCR-Tests jedoch widerlegt wurden.

Und so passte es irgendwie zur dieser kuriosen Saison, dass das eigentlich erste Spiel schließlich das letzte werden sollte. Für einen sogar das allerletzte im Eimsbütteler Dress: Vidmantas Uzkuraitis beendete nach fünf erfolgeichen Jahren mit einem Double Double beim 69:84 in Sandersdorf seine ETV-Karriere, ihn zieht es in seine Heimat Litauen zurück. Der Ex-Profi war erwartungsgemäß eine der personellen Stützen im unerfahrenen Hamburger Team, genau wie die meisten Neuzugänge. So wurde Mubarak Salami mit 26,2 Punkten pro Partie Hauptrunden-Topscorer der gesamten ProB, Abdulai Abaker mit 3,1 Steals der beste Balldieb. „Abu und Mubi sind echte Identifikationsfiguren geworden“, lobt Süki ihre Schützlinge, die sie bereits in früheren Jahren lange trainierte. Die beste Entwicklung legte auch ein Neuer hin: Mayika Lungongo. Der 2,10 Meter große Center, der über ein Tryout den Sprung ins Team geschafft hatte, steigerte sich in der zweiten Saisonhälfte enorm und holte beispielsweise beim 74:77 im Heimspiel gegen Bernau satte 16 Rebounds. „Mayika hat gut trainiert und sich richtig reingekämpft. Aber auch Leute wie Fabi (Fabian Paetsch) haben die Herausforderung angenommen“, so Gencay.

Und wie geht es weiter mit den ETV-Helden? „Stand jetzt wollen wir auch in der nächsten Saison ProB spielen. Bis zum 15. April muss man die erste Meldung einreichen“, sagt Gencay, Headcoach und Abteilungsleiterin in Personalunion. „Es muss allerdings wirtschaftlich darstellbar sein.“ Unter anderem deshalb wird vermutlich auch in der neuen Spielzeit die Heimspielstätte die Sporthalle Wandsbek mit ihren 2000 Plätzen sein. Gencay: „Wir hoffen natürlich, dass wir dann auch wieder vor Zuschauern spielen dürfen. Da bietet Wandsbek für mögliche Abstandsregeln einfach die besseren Bedingungen. Und wir können dort zweimal wöchentlich übers Feld trainieren.“ Nicht nur die Cheftrainerin hofft, dass ihr Team in einer möglichen zweiten Saison von den gemachten Erfahrungen profitiert – so wie zuvor in der Zweiten und Ersten Regionalliga. Damit die Herausforderungen vielleicht ein bisschen kleiner  werden. Und die Unwägbarkeiten weniger.

Das war der ETV Hamburg in der ProB-Saison 2020/2021.

Christian Jeß

Lockerer Layup: Nicht immer war es für den ETV so leicht in dieser Saison wie hier für Marcel Hoppe. Copyright: Justus Stegemann
Kapitän und Topscorer: Leo Eckmann und Mubarak Salami waren wichtige Stützen im ersten ProB-Jahr. Copyright: Justus Stegemann
Hoch hinaus: So wie hier Abu Abaker war der ETV gleich zweimal nicht vom SC Rist Wedel zu stoppen. Copyright: Justus Stegemann
Kunsthalle Wandsbek: Dieses Objekt entstand vor dem Spiel gegen die WWU Baskets Münster. Copyright: Justus Stegemann
Applaus, Applaus: ETV-Coach Sükran Gencay hatte mehrfach Grund zum Beifall. Copyright: Justus Stegemann

Tschüss, Vid: ETV-Legende Vidmantas Uzkuraitis zieht es in die Heimat

Gibt es ein Leben ohne Basketball? Für Vidmantas Uzkuraitis ganz bestimmt nicht. Nicht bei seiner Herkunft. Denn Vid, wie ihn beim Eimsbütteler TV alle nur nennen, stammt aus Litauen. Da bekommen Kinder bekanntlich das orangefarbene Leder in die Wiege gelegt. Und dahin, so steht inzwischen fest, zieht es den 36 Jahre jungen Ex-Profi bald aus familiären Gründen zurück. Zurück in die Heimat. Zurück nach fünf erfolgreichen Jahren beim ETV, wo wohl niemand den Shooting Guard so schnell vergessen wird. Zeit, Abschied zu nehmen.

„Ich bin immer noch ein bisschen traurig. Ich dachte, es wäre leichter. Aber ich freue mich auch auf die Zukunft“, gesteht Vid – mit etwas Wehmut, aber auch Zufriedenheit in der Stimme. Zu schön ist es einfach in Palanga, einer kleinen Stadt am Meer, 20 Kilometer nördlich von Litauens Hafenmetropole Klaipeda gelegen. Dort, wo die Eltern von Ehefrau Dovile (33) leben, und wo es Sohnemann Gabriel so gut gefällt. Wer den fast Dreijährigen mit einem Mini-Basketball sieht, der ahnt, dass er einmal in Papas Fußstapfen treten wird. Und vermutlich mit der gleichen Begeisterung auf Korbjagd gehen dürfte wie Vater Vid.

Der wurde am 28. Januar 1985 in Litauens Basketball-Hauptstadt Kaunas geboren. Nach gescheiterten Versuchen mit Karate und Schwimmen schickten ihn seine Eltern – wie sollte es anders sein – mit knapp sieben Jahren zum litauischen Volkssport. „Ich hatte als Kind viel Energie, meine Eltern mussten irgendwas mit mir machen“, erinnert sich Vid. Basketball wurde eine gute Wahl, wie sich herausstellen sollte. Schon bald eiferte Klein-Vidmantas seinem Idol Michael Jordan nach, wurde besser und besser. Und schließlich so gut, dass der Dreierspezialist eine Profikarriere einschlug. So duellierte er sich in Litauens Erster und Zweiter Liga mit Größen wie dem späteren NBA-Star Mindaugas Kuzminskas oder anderen Spielern, die es in die Nationalmannschaft oder in die Euroleague schafften. Nach einem Abstecher nach England zu den Worcester Wolves in die British Basketball League (2008-2010) führte Vids Weg 2012 in Belgiens Zweite Liga, wo er mit Cuva Houthalen zum Abschluss hauchdünn den Aufstieg verpasste.

Und dann, nach vier Jahren in Flandern, ging es 2016 nach Hamburg. In die Stadt, die seine „zweite Heimat“ werden sollte, wie Uzkuraitis selbst sagt. Nachdem eine Beschäftigung als Co-Trainer beim SC Rist Wedel sich zerschlug, landete der Globetrotter in Eimsbüttel, bei den Korbjägern aus dem Herzen Hamburgs. Er sollte es nicht bereuen. Aus der Zweiten Regionalliga ging es kontinuierlich bergauf, bis in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Immer vorneweg: Vidmantas Uzkuraits. „Vid ist ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft gewesen, er war maßgeblich für unsere vielen Erfolge mitverantwortlich. Er ist oft mit seiner Energie, seinem Ehrgeiz und seinen Plays vorangegangen und hat immer 100 Prozent gegeben, ob im Training oder im Spiel“, lobt Headcoach Sükran Gencay ihren 1,88 Meter großen Scharfschützen. Das belegen auch Zahlen: Neben Tyseem Lyles war Vid in der Aufstiegssaison 2019/2020 wichtigster ETV-Spieler, wurde in der Ersten Regionalliga Nord bester „European Player“ mit 22 Punkten, sechs Rebounds, fünf Assists und mehr als zwei Steals im Schnitt pro Partie.

Sein Erfolgsgeheimnis? Vor allem sein sportlicher Ehrgeiz. Der kann beim unbedarften Betrachter schon mal Irritationen auslösen, wenn der erfolgsbesessene Allrounder auf dem Feld ein wenig lauter wird – auch in Richtung seiner Mitspieler. „Er ist halt ein Spieler, der aneckt und von außen bissig wirken kann. Ich habe das aber immer respektiert und ihn immer so genommen, wie er ist, weil ich weiß, dass es ihm immer nur ums Gewinnen geht“, erklärt seine Cheftrainerin. Und auch Uzkuraitis selbst weiß um die Problematik, auch wenn aller Ärger nie persönlich gemeint ist: „Mein Charakter ist meine Stärke und meine Schwäche zugleich. Ich gebe bis zum Ende alles, will immer besser sein als die anderen. Andererseits kann ich dadurch auch manchmal ein wenig zu heiß werden“, so Vid.

Auch in der ersten ETV-Saison in der ProB war der Mann mit der Rückennummer 7 eine der Stützen – auch wenn von hinter der Dreierlinie nicht jeder Wurf fiel. „Wir haben uns insgesamt positiv entwickelt, haben gelernt, physisch dagegenzuhalten. Aber es gab auch viele schwierige Momente. Ich denke, wir können noch besser spielen. Für die meisten Jungs war es aber auf jeden Fall eine sehr gute Erfahrung“, meint Vid. Immerhin kämpften die Amateure aus Eimsbüttel gegen teils hochbezahlte Profis aus Vereinen mit einem Vielfachen des ETV-Etats. Am Ende stand zwar der 12. und damit letzte Platz, doch wurde der Abstieg von der Liga wegen Corona in diesem Jahr erneut ausgesetzt. Trotz der vielen Niederlagen und ungeachtet der schwierigen Umstände – allein fünf ETV-Partien mussten wegen positiver Tests verlegt werden – stimmte der Teamspirit beim Aufsteiger. „Es waren immer alle füreinander da. Wir sind zu einer tollen Bande geworden“, sagt Vid, der sich von seinen Teamkollegen besonders mit Vladi Migunov, Center-Wühler und gebürtiger Russe, gut versteht.

Und nun also ein weiterer Schritt in ein neues Leben. Am 31. Mai steht der Umzug an, Frau und Kind werden schon früher den Rückweg über die Ostsee antreten. Einen neuen Job hat Vid, der in Hamburg in einer Rechtsanwaltskanzlei arbeitet, noch nicht. Doch das dürfte angesichts seiner Sprachkenntnisse (Litauisch, Russisch, Englisch, Deutsch und Flämisch fließend sowie ein bisschen Polnisch) kein Problem werden. Und natürlich will der passionierte Playstation-Zocker, Netflix-Fan und Liebhaber von Sportler-Biografien auch in seiner Heimat noch ein bisschen auf hohem Niveau passen, dribbeln und werfen: „Mal schauen, was mein Körper macht. Noch ein, zwei Jahre für Palanga in der Zweiten Liga wäre gut.“ Eine spätere Trainierkarriere ist zudem nicht ausgeschlossen.

Und natürlich wird der Kontakt zum ETV nicht so schnell abreißen, wie auch Trainerin Süki bestätigt: „Ich bin natürlich traurig, dass er geht, freue mich aber auch für ihn und seine Familie. Vielleicht besteht mal die Möglichkeit, ihn dort zu besuchen und ein Freundschaftsspiel zu machen. Es ist sehr schade, dass Vid wegen Corona keinen gebührenden Abschied beim ETV bekommt. Da müssen wir uns noch mal was überlegen. Aber Vid wird auf jeden Fall hier immer willkommen sein.“

Christian Jeß

Immer im Fokus: Vid war fünf Jahre lang eine Gallionsfigur der ETV-Basketballer.
Immer dynamisch: Vid mit mächtig Zug zum Korb. Copyright: Justus Stegemann
Immer auf dem Sprung: Vid bei seiner Spezialität, dem Threeball. Copyright: Justus Stegemann
Immer abwehrbereit: Vid auch in der Defense mit vollem Einsatz. Copyright: Justus Stegemann

69:84 bei den BSW Sixers: ETV verliert Uzkuraitis-Abschiedsspiel in Sandersdorf

Hamburg, 21. März 2021 – Es ist vorbei. Die Basketballer des Eimsbütteler TV Hamburg haben ihre erste Saison in einer deutschen Profiliga hinter sich. Zum Abschluss einer an Höhepunkten nicht gerade armen Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord gab es in einer Nachholpartie vom ersten Spieltag ein eher unspektakuläres 69:84 (14:22, 18:23, 17:21, 20:18) beim Play-off-Team BSW Sixers in Sandersdorf (Sachsen-Anhalt) – die 18. Niederlage bei vier Siegen. Abgesehen davon, dass der Klassenerhalt nach einem Corona-Ligabeschluss ohnehin lange feststand, war das Ergebnis nebensächlich an diesem Abend. Denn mit Shooting Guard Vidmantas Uzkuraitis zog nach der Schlusssirene ein ganz Großer für immer sein ETV-Trikot aus.

Es waren noch genau 1:19 Minuten zu spielen, als der 36-Jährige unter Standing Ovations der gesamten ETV-Crew ein letztes Mal vom Feld ging und somit fünf erfolgreiche Jahre unter den Eimsbütteler Körben beschloss. Zuvor war der Routinier fast 39 Minuten wie ein Young Gun übers Feld gejagt und hatte noch einmal sein gesamtes Repertoire der hohen Basketballkunst gezeigt: einen Bounce-Pass quer durch die Zone auf Fabian Paetsch, reichlich Rebounds auf Ringniveau, einen Coast-to-Coast-Sprint plus Layup vom einen Korb zum anderen und natürlich vier Treffer (bei 14 Versuchen) von jenseits der Dreierlinie – ein Gebiet, in dem sich der Ex-Profi stets am wohlsten fühlte. Am Ende standen mit 18 Punkten und 10 Rebounds ein Double Double und das Prädikat Topscorer des Spiels auf dem Konto des Litauers, der aus familiären Gründen in seine Heimat zurückkehren wird.

„Ich bin etwas traurig, dass wir verloren haben“, sagte Uzkuraitis nach dem Spiel am Livestream-Mikrofon der Sixers. „Das Schönste war und ist für mich immer gewinnen, egal, ob Spiele oder Titel.“ Dass es für den ETV in der Ballsporthalle Sandersdorf nicht zu einem Abschiedsgeschenk in Form eines Sieges reichte, lag neben dem kurzfristigen Fehlen des verletzten Liga-Topscorers Mubarak Salami vor allem an der schlechten Wurfquote (29 Prozent Dreier; 36 Prozent aus dem Feld insgesamt; 54 Prozent von der Freiwurflinie). Dennoch zeigten die Hamburger mit Kampfgeist, Tempo und einer guten Teamleistung erneut ihre enorme Entwicklung und ihre Konkurrenzfähigkeit in der Liga. Das sah auch Uzkuraitis so: „Wir sind eben keine echten Profis. Für die meisten Jungs war die neue Liga mit mehr Physis und Taktik etwas ganz Neues, für uns alle war die Saison eine gute Erfahrung. Ich liebe und lebe Basketball und möchte noch ein, zwei Jahre spielen. Mal sehen, was mein Körper so sagt.“ Und wie es sich für den Abschied eines ganz Großen gehört,  dürfen natürlich auch die passenden Abschiedsworte nicht fehlen: „Ich möchte allen Fans danken, ob in Hamburg, Litauen, Belgien oder England. Dieser Dank kommt von Herzen.“ Vid, du wirst uns fehlen!

ETV in Sandersdorf: Uzkuraitis (18 Punkte, 10 Rebounds, 3 Assists); Hoppe (13 Punkte); Paetsch (11 Punkte, 3/4 Dreier, 3 Assists); Lungongo (9 Punkte); Abaker (8 Punkte, 7 Rebounds, 6 Assists, 3 Steals); Gust (4 Punkte, 11 Rebounds); Migunov (4 Punkte); Eckmann (2 Punkte, 4 Rebounds); Tittel; Ofori (zum kompletten Boxscore)

Copyright: Hartmut Bösener
Copyright: Hartmut Bösener
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ETV bei den BSW Sixers: Das Erste kommt zum Schluss – Uzkuraitis nimmt Abschied

Hamburg, 18. März 2021 – Saisonfinale für die Basketballer vom Eimsbütteler TV: Mit einem Auswärtsspiel bei den BSW Sixers in Sandersdorf (Sachsen-Anhalt) beenden die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs am Samstag, den 20. März 2021 (18 Uhr, kostenloser Livestream bei sportdeutschland.tv) ihre erste Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Die Partie bei der Basketballgemeinschaft Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 – so der vollständige Name – ist kurioserweise eine Nachholbegegnung vom allerersten Spieltag. Somit mutiert die eigentliche Premiere des ETV in der neuen Liga zum Schlussakt einer ereignisreichen Saison, die nach einem gemeinsamen Ligabeschluss ohne sportliche Absteiger zu Ende geht. Für einen besonders verdienten Spieler wird es gar der letzte Wurf im ETV-Trikot überhaupt.

Rückblick: Corona hatte sich ein wenig beruhigt, als das Team von Headcoach Sükran Gencay am 18. Oktober 2020 seinen Saisonauftakt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld feiern wollte – und das sogar vor (ausschließlich einheimischen) Fans. Doch mitten in die Vorfreude hinein platzte die Nachricht von zwei positiven COVID-19-Test beim ETV. Folge: Die gesamte Mannschaft musste 14 Tage in häusliche Quarantäne, das Duell mit den Sixers zum ersten Mal abgesagt werden. Am 7. Februar 2021 scheiterte auch der zweite Versuch der Austragung, als die Eimsbütteler ihre Anreise per Bahn winterbedingt in Berlin abbrechen mussten. Nun also der dritte Termin. Motto: Aller guten Dinge sind drei. Oder: Das Erste kommt zum Schluss. Auch das Beste?

Während die BSW Sixers – Farmteam des Erstligisten SYNTAINICS MBC Weißenfels – längst für die Play-offs qualifiziert sind und sogar noch auf Platz vier springen können, geht es für den ETV darum, womöglich doch noch das Tabellenende zu verlassen. Um den Lokalrivalen SC Rist Wedel (5:16 Siege; am Sonntag zu Hause gegen die RheinStars Köln) noch zu überflügeln, müssen die Hamburger (4:17, direkter Vergleich gewonnen) unbedingt am Samstag mit einem Sieg vorlegen. Und auch wenn die tabellarischen Vorzeichen nur wenig Hoffnung machen, reist der ETV durchaus mit breiter Brust gen Osten. Das liegt unter anderem am tollen Auftritt am vergangenen Wochenende, als man sich auswärts Tabellenführer und Meister VfL SparkassenStars Bochum in einem Highscore-Game nur knapp mit 112:115 geschlagen geben musste. „Wir freuen uns auf das letzte Spiel einer verrückten und aufregenden Saison. Wir wollen an unsere zuletzt guten Leistungen anknüpfen und müssen uns auch in Sandersdorf nicht verstecken“, so Gencay, die klassenhöchste Cheftrainerin eines Herrenteams in Deutschland. Bis auf den Uni-bedingt verhinderten Luca Büürma kann sie auf ihr bestes Roster bauen, auch Kapitän Leo Eckmann ist nach seiner Knieblessur wieder an Bord.

Ein bisschen Wehmut wird auch im ETV-Tross mit nach Sandersdorf reisen. Ist doch die Partie der letzte Auftritt von Routinier Vidmantas Uzkuraitis. Der 36-jährige ehemalige Erstligaprofi wird nach Saisonende für immer sein ETV-Trikot ausziehen und aus familiären Gründen in seine Heimat Litauen zurückkehren. Der Dreipunkte-Spezialist hatte die vergangenen fünf Jahre den unaufhaltsamen Aufstieg der Eimsbütteler mitgeprägt, war unter anderem die letzten zwei Spielzeiten einer der Topscorer in der Ersten Basketball-Regionalliga Nord. In dieser Saison bestritt Uzkuraitis alle bisherigen 21 ETV-Partien und schaffte dabei im Schnitt 12,6 Punkte, 4,3 Rebounds und knapp zwei Assists pro Spiel.

Copyright: Justus Stegemann
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112:115: ETV schnuppert bei Meister Bochum an der großen Sensation

Hamburg, 13. März 2021 – Die Korbjäger vom Eimsbütteler TV haben ihr letztes reguläres Saisonspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB verloren, dafür aber jede Menge Respekt und Prestige gewonnen. Sie unterlagen am 22. Spieltag beim Tabellenführer und feststehenden Hauptrundenmeister VfL SparkassenStars Bochum 112:115 (27:35; 23:25; 26:18; 36:37) und schnupperten dabei an der ganz großen Sensation. Es war das korbreichste Spiel der gesamten Saison in der ProB-Staffel Nord und der endgültige Beweis, dass sich der Aufsteiger trotz des letzten Tabellenplatzes (4:17 Siege) in der neuen Liga etabliert hat. Am kommenden Samstag wartet als endgültig letzte Aufgabe das Auswärtsspiel bei den BSW Sixers in Sandersdorf auf die Hamburger, die aufgrund eines gemeinsamen Corona-Ligabeschlusses in jedem Fall dem Abstieg entgehen. Die Partie vom ersten Spieltag musste zweimal verschoben werden, wodurch nun die eigentliche ETV-Premiere in der ProB zur Abschiedsvorstellung wird.

In Bochum zeigten sich die ohne Kapitän Leo Eckmann (Knie) angetretenen Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs zu Beginn nur bedingt abwehrbereit. Dafür beteiligten sie sich aber im Angriff fleißig am Korb-Spektakel. „Hier haben zwei Mannschaften Bock zu zocken“, so der treffende Kommentar des Livestreams bei sportdeutschland.tv. Angeführt von den erneut überragenden Heimkehrern Mubarak Salami (31 Punkte, 11 Assists) und Abdulai Abaker (24/5) spielte der ETV bereits in den ersten beiden Vierteln unbeschwert auf und zeigte den bereits gewohnten Offense-Speed. Der ebenfalls überzeugende Center Mayika Lungongo (23 Punkte, 7 Rebounds) machte im Nachsetzen das Halbzeitergebnis von 50:60 rund, das mit viel Wohlwollen in so mancher Partie als Endresultat durchgegangen wäre.

Überhaupt zeigten die Eimsbütteler ihre vielleicht beste Teamleistung der Saison (zumindest bei Niederlagen), alle Spieler bekamen Einsatzzeit, fast alle beteiligten sich am Punktesegen. Und es kam noch besser: Ein energischer Zwischenspurt im dritten Viertel eröffnete dem großen Außenseiter vor dem Schlussabschnitt sogar eine unverhoffte Siegchance. Erst recht, als Routinier Vidmantas Uzkuraitis (16 Punkte) den ETV per Dreier mit 79:78 in Front brachte. Es entwickelte sich endgültig ein offener Schlagabtausch, bei dem die Führung mehrfach hin- und herwechselte und bei dem sich die Gäste einfach nicht geschlagen geben wollten. Und so hatte es das Finish richtig in sich: Abaker erzielte sieben Sekunden vor Schluss das 112:114, danach öffneten die fast in Bestbesetzung angetretenen Bochumer den Hamburgern noch mal die Tür, als sie nach Stop-the-Clock-Fouls drei von vier Freiwürfen vergaben. Leider aber gelang es Salami & Co. nicht, durch den Spalt hindurch zu gehen.

Kommentar ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay zum Spiel: „Man muss beiden Mannschaften ein Kompliment machen. Man hat wirklich nicht gemerkt, dass es um nichts mehr ging. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, das war eine tolle Leistung. Ich hätte es ihnen gegönnt, beide Teams hätten den Sieg verdient gehabt. Wir können sehr zufrieden sein mit dem, was wir heute hier gezeigt haben. Man hat erneut gesehen, wie wir uns in dieser Saison weiterentwickelt haben.“

ETV in Bochum: Salami (31 Punkte, 4 Rebounds, 11 Assists, 10 Turnover); Abaker (24 Punkte, 4 Rebounds, 5 Assists, 5 Steals); Lungongo (23 Punkte, 7 Rebounds); Uzkuraitis (16 Punkte); Migunov (8 Punkte, 3 Rebounds, 4 Assists); Hoppe (5 Punkte); Gust (3 Punkte, 5 Rebounds); Tittel (2 Punkte); Paetsch; Büürma (zum kompletten Boxscore)

Copyright: Justus Stegemann
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Tief in den Westen: ETV-Basketballer reisen zu Hauptrundenmeister Bochum

Hamburg, 11. März 2021 – Nur noch zwei: Eine Woche nach dem verlorenen letzten Heimspiel gegen die Iserlohn Kangaroos (97:107) bestreiten die Basketballer des Eimsbütteler TV am Samstag (13. März 2021, 19.30 Uhr) ihr letztes reguläres Auswärtsspiel der laufenden Saison. Am 22. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord wartet mit dem Tabellenführer und frischgebackenen Hauptrundenmeister VfL SparkassenStars Bochum ein Gegner, wie er herausfordernder nicht sein könnte (kostenloser Livestream bei sportdeutschland.tv). Eine Woche später, am 20. März, beendet dann die Nachholbegegnung bei den BSW Sixers endgültig die erste ETV-Spielzeit in einer deutschen Basketball-Profiliga.

„Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es besser, viel besser als man glaubt.“ Worte aus der berühmten Bochum-Hymne von Ruhrpott-Barde Herbert Grönemeyer, die auch Basketballfans der Stadt spätestens seit einer Woche unterschreiben können. Denn ihre SparkassenStars erwarfen sich mit einem 86:85-Sieg bei den WWU Baskets Münster die vorzeitige Meisterschaft der laufenden Hauptrunde in der ProB Nord. Unter der Woche folgte noch ein 108:103 bei Lok Bernau, wobei Cheftrainer Felix Banobre zahlreiche Stammspieler schonte. Ob der frühere Wedeler Coach mit Blick auf die Play-offs auch gegen den ETV einigen Stars eine Verschnaufpause gönnt, ist offen.

Fest steht, dass die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs nicht nur zum Gratulieren anreisen wollen. Nichtsdestotrotz ist die Hochachtung vor dem Gegner beim Tabellenletzten groß: „Bochum ist aus meiner Sicht wirklich das stärkste Team der Liga. Wir wollen versuchen, an unsere guten Leistungen der letzten Wochen anzuknüpfen und mit Spaß ins Spiel zu gehen“, so ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay. Noch immer ist der Aufstieg aus dem dunklen Tabellenkeller theoretisch möglich, allerdings muss aus den verbleibenden zwei Partien mindestens noch ein Sieg her. Höchstwahrscheinlich nicht mithelfen können, diesen ausgerechnet in Bochum zu erringen, wird ETV-Kapitän Leo Eckmann (Knieblessur). „Leo hat diese Woche nicht trainiert. Ansonsten sind alle fit, trotz des zuletzt harten Programms“, so Gencay. Für den Forward könnte Distanzschütze Marcel Hoppe in die Starting Five rutschen, der am vergangenen Sonntag gegen Iserlohn mit 29 Punkten (6/9 Dreier) zum „Man oft the Match“ avancierte.

Copyright: Justus Stegemann
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97:107: ETV-Basketballer verlieren letztes Saisonheimspiel gegen Iserlohn

Hamburg, 7. März 2021 – Langweilig können sie einfach nicht. Die Korbjäger vom Eimsbütteler TV haben auch im letzten Heimspiel der laufenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord noch mal ein ordentliches Spektakel abgeliefert. Corona-bedingt konnten wie gewohnt alle ETV-Fans nur per Livestream verfolgen, wie das Team von Headcoach Sükran Gencay am Sonntag, den 7. März 2021 an der Hohen Weide 97:107 (29:26; 27:24; 21:27; 20:30) gegen die Iserlohn Kangaroos unterlag. Nachdem die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs das Hinspiel im Sauerland gewinnen konnten, hielten sie auch die Partie des 21. Spieltags bis kurz vor Schluss offen, hatten dann aber in einem Highscore-Thriller das schlechtere Ende für sich. Zum Ausklang der Eimsbütteler Premierensaison in der ProB warten auf den Tabellenletzten (4:16 Siege) noch am kommenden Wochenende das Auswärtsspiel bei Tabellenführer VfL SparkassenStars Bochum sowie in zwei Wochen die Nachholpartie vom 1. (!) Spieltag bei den BSW Sixers in Sandersdorf.

Gleich zu Beginn der Partie gegen Iserlohn zeigten sich die unterschiedlichen Spielanlagen beider Teams: Die Kangaroos hatten gutes Ballmovement, der ETV hatte Mubarak Salami. Zielführend war beides, erfolgreicher zunächst die Eimsbütteler One-man-Show. Nach nicht einmal fünf Minuten hatte der Eimsbütteler Shooting Guard beim Stand von 19:10 und der ersten Iserlohner Auszeit 13 Punkte auf seinem Konto. Mehr Nachhaltigkeit versprach jedoch die Kangaroos-Methode, wie sich schon bald andeuten sollte (25:24; 10. Minute). Zum Glück für den ETV bekam Salami schon bald Scorer-Unterstützung, vorrangig durch Point Guard Abdulai Abaker durch unwiderstehliche Drives zum Korb, sodass die Gastgeber mit einem Dreipunktevorsprung (29:26) in die erste kleine Pause gingen.

Aufseiten der Gäste konnte sich vor allem Tanner Graham wenig mit dem Gedanken an eine Niederlage anfreunden. Der Kanadier hatte Mitte des zweiten Viertels bereits 15 Zähler verbucht. In diesem Spielabschnitt entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Hamburger mit aller Macht einen knappen Vorsprung zu verteidigen suchten. An diesem Vorhaben beteiligten sich mittlerweile nahezu alle Spieler, ob von außen durch die Schützen Vidmantas Uzkuraitis, Leo Eckmann und Marcel Hoppe oder unter dem Korb durch den erneut starken Center Mayika Lungongo. Vor allem Hoppe hatte sein so lange vermisstes „Händchen“ von Downtown wiedergefunden, der Forward steuerte 13 Punkte zur 56:50-Halbzeitführung der Gastgeber bei. Bei Iserlohn waren dagegen Licht und Schatten bis zum Seitenwechsel in den schönsten Ausprägungen zu sehen: auf der einen Seite mit 10/19 (53 Prozent) eine exzellente Quote aus dem Dreierland (Moritz Hübner bis dato mit 4/4 unfehlbar), auf der anderen Seite inakzeptable 15 Turnover.

Den dritten Durchgang eröffneten die Gäste – wie sollte es anders sein – mit einem Dreier, diesmal von Toni Prostran. Der ETV zeigte sich unbeeindruckt, antwortete mit einem Fünf-Punkte-Angriff (Hoppe-Dreier plus Layup von Vladi Migunov nach vorherigem Kangaroos-Foul). Doch die Kangaroos trafen weiter beeindruckend gut von außen, vor allem in Person von Joshua Dahmen (4/6 Dreier), und fanden auch immer häufiger Center Alexander Möller am Brett. Der Lohn: erst der 63:63-Ausgleich, dann sogar die 74:73-Führung (28.). Dass es nicht noch schlimmer kam, hatten die Eimsbütteler vor allem Scharfschütze Hoppe zu verdanken, der weiter on fire blieb und bis zum Ende des dritten Viertels bereits 26 Punkte gesammelt hatte. Beim Stand von 77:77 war alles bereitet für einen finalen Showdown.

Und das letzte Viertel begann, wie es besser nicht hätte beginnen können für den ETV: Erst verwandelte Migunov ein Klasse-Zuspiel von Salami, dann veredelte Uzkurairis einen eigenen Steal mit einem Dunk. Aufregung gab’s dann, als sich die Unparteiischen nach einem Beinstellen von Ruben Dahmen gegen Abaker bei der Wahl zwischen disqualifiziertendem und unsportlichem Foul für die gnädigere Variante entschieden, der Iserlohner durfte weiter mitmischen. Und die Partie blieb spannend, zudem auf einem spielerisch hohen Niveau. Eimsbüttel kämpfte und drückte mit Unbekümmertheit und Elan, Iserlohn hielt mit Abgeklärtheit und Spielwitz dagegen. Vor allem hielt Spielgestalter Prostran die Fäden in der Hand, nach zwei Dreiern zum 91:97 hieß es folgerichtig Auszeit ETV. Doch was die Hamburger auch versuchten, es reichte nicht mehr. Am Ende gewann die Routine der Kangaroos, der ETV hatte nach einer hitzigen Schlussphase mit 97:107 schließlich das Nachsehen.

Kommentar ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay: „Es war ein echter Kraftakt, nicht einmal 48 Stunden nach der Düsseldorf-Reise hier anzutreten. Selbst ich als Coach war k.o., und ich stand nicht am Freitag 30 Minuten auf dem Feld. Die Jungs haben heute wirklich alles gegeben, ich kann ihnen nur Respekt zollen. Iserlohn  hat es abgeklärt gespielt und von außen wirklich sehr gut getroffen.“

ETV gegen Iserlohn: Hoppe (29 Punkte; 6/9 Dreier); Salami (22 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists, 4 Steals; 6 Turnover); Abaker (17 Punkte, 5 Assists); Uzkuraitis (10 Punkte); Lungongo (8 Punkte, 7 Rebounds); Migunov (8 Punkte, 3 Rebounds); Eckmann (3 Punkte); Paetsch; Gust; Ofori; Büürma (zum kompletten Boxscore)

Copyright: Justus Stegemann
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91:103: ETV-Basketballer in Düsseldorf mit schwindenden Abwehrkräften

Hamburg, 6. März 2021 –  Die Korbjäger vom Eimsbütteler TV Hamburg sind mit einer Niederlage in ihr vorerst letztes Doppelspieltags-Wochenende in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord gestartet. In einer Nachholpartie vom 8. Spieltag verloren sie am Freitag, den 5. März 2021 bei den ART Giants Düsseldorf nach einer lange Zeit ansprechenden Leistung mit 91:103 (28:23; 26:29; 19:27; 18:24). Bereits am Sonntag folgt für das Tabellenschlusslicht (4:15 Siege) das letzte Heimspiel in seiner ProB-Premierensaison, die nach einem gemeinsamen Ligabeschluss ohne Absteiger zu Ende geht. Gegner um 16 Uhr in der Sporthalle Hohe Weide sind die Iserlohn Kangaroos (kostenloser Livestream bei sportdeutschland.tv). Anschließend folgen noch die Partie bei Tabellenführer VfL SparkassenStars Bochum (13.3.) und das Nachholspiel bei den BSW Sixers in Sandersdorf (20.3.).

In Düsseldorf agierte die Mannschaft von Headcoach Sükran Gencay rund zweieinhalb Spielviertel auf Augenhöhe mit dem favorisierten Tabellenfünften, ehe sie auf dem Scoreboard nach und nach abreißen lassen musste. Wie ein Blick aufs Endergebnis verrät, war vor allem die Defense das Problem des Liganeulings. So schwanden mit zunehmender Spielzeit die Abwehrkräfte, vor allem in der Transition (Umschalten vom Angriff) und direkt unter den Körben. Ein Reboundverhältnis von 34:54 bei satten 23 Offensivrebounds der Giants sprechen eine deutliche Sprache. Namentlich ART-Center Lennart Boner war von Anfang bis Ende ein Problem für die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs. Er holte mit 31 Punkten und 16 „Brettern“ nicht nur ein Double Double, sondern erzielte mit 43 auch einen extrem guten Effektivitätswert. Auf Hamburger Seite traf im Angriff erneut Topscorer Mubarak Salami (28 Punkte) am besten, Point Guard Abdulai Abaker war mit 18 Zählern zweitbester Scorer und verteilte zudem acht Assists. Aber auch Routinier Vidmantas Uzkuraitis zeigte sich mit 4/6 Dreiern (Team: 12/30, 40 Prozent) und 16 Punkten äußerst treffsicher, Fabian Paetsch (11 Punkte, 2/4 Dreier) und Mayika Lungongo (9 Punkte, 9 Rebounds) überzeugten ebenfalls.

Kommentar ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay zum Spiel: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meines Teams. Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt als im Hinspiel und vieles besser gemacht. Am Ende war die Reboundüberlegenheit der Düsseldorfer ausschlaggebend, uns ist schließlich die Luft ausgegangen. Die Giants sind ein Play-off-Team und stehen zurecht da, wo sie stehen. Jetzt müssen wir uns alle gut erholen und den Fokus auf Iserlohn richten.“

ETV in Düsseldorf: Salami (28 Punkte, 4 Rebounds, 5 Assists); Abaker (18 Punkte, 6 Rebounds, 8 Assists); Uzkuraitis (16 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists); Paetsch (11 Punkte); Lungongo (9 Rebounds, 9 Punkte); Eckmann (7 Punkte); Hoppe (2 Punkte); Migunov; Gust; Ofori (zum kompletten Boxscore)

Copyright: Justus Stegemann
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ETV-Basketballer: Erst raus ins Rheinland, dann rein ins letzte Heimspiel

Hamburg, 3. März 2021 – Es ist kaum zu glauben, aber die Premierensaison des Eimsbütteler TV Hamburg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB biegt bereits langsam aber sicher in die Zielgerade ein. Eine Saison, die turbulent zu nennen noch arg untertrieben wäre. Am Wochenende ist das Team von Cheftrainerin Sükran Gencay noch einmal doppelt gefordert: Zunächst tritt der ETV am Freitag, den 5. März 2021 um 19.30 Uhr zu einer Nachholbegegnung vom 8. Spieltag bei den ART Giants Düsseldorf an (kostenloser Livestream bei Youtube). Am Sonntag darauf (7. März) folgen dann im Rahmen des 21. Spieltags ein letztes Dribbling und ein letzter Jumpshot in eigener Halle an der Hohen Weide. Gegner sind um 16 Uhr die Iserlohn Kangaroos (live und kostenlos bei sportdeutschland.tv).

Auch wenn der Abstieg wie berichtet aufgrund der Corona-Umstände in der laufenden Saison ausgesetzt ist, wollen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs (4:14 Siege) unbedingt noch die berühmte rote Laterne in der Tabelle abgeben. Mit Lok Bernau und dem Lokalrivalen SC Rist Wedel (beide 5:14) liegen zwei Teams in Schlagdistanz. Um einen oder gar beide Kontrahenten zu überholen, muss jedoch – dafür braucht man keinen Taschenrechner – noch mindestens ein Sieg her. So wie zuletzt nach mehreren knapp gescheiterten Versuchen bei den TKS 49ers in Stahnsdorf, als beim 71:69-Auswärtserfolg endlich ein umkämpftes Spiel nach Hause gebracht werden konnte. „Das war ein super wichtiger Moment für unsere Psyche, dass wir uns endlich selbst belohnt haben“, sagten unisono Headcoach Gencay und Liga-Topscorer Mubarak Salami, der an alter Wirkungsstätte für den entscheidenden Korb sorgte.

Die mutmaßlich schwierigere Aufgabe wartet am Freitag in Düsseldorf. Mit 10:9 Siegen liegen die Giants klar auf Play-off-Kurs, allerdings wartet auch auf sie am Wochenende ein Doppelspieltag. Große Hoffnungen darauf, dass die Düsseldorfer in Gedanken schon beim prestigeträchtigen Derby am Sonntag gegen die RheinStars Köln sind, sollten sich die Hamburger nicht machen. „Wir schauen bewusst von Spiel zu Spiel, weshalb der Fokus zunächst auf der Partie am Freitag liegt“, betonte Giants-Headcoach Kevin Magdowski auf der vereinseigenen Website. Im ersten Aufeinandertreffen Mitte Januar 2021 in Hamburg konnte der ETV die „Giganten“ aus der nordrhein-westfälischen Hauptstadt beim 80:87 erst am Ende ein wenig ins Wanken, nicht aber zu Fall bringen.

Ein leichter Gang ist trotz der tabellarisch besseren Ausgangsposition auch am Sonntag gegen die Iserlohn Kangaroos nicht zu erwarten. Die Sauerländer zählen zu den unberechenbarsten Teams der Liga. So verloren sie in Stahnsdorf und sogar haushoch (66:105) in Wedel, gewannen andererseits 105:95 beim Tabellenzweiten Itzehoe Eagles. Zuletzt brachte der Tabellenachte (9:11) Ligaprimus Bochum beim 86:101 auswärts ins Straucheln, für den Einzug in die Play-offs brauchen die „Kängurus“ jeden Sieg. Mut machen sollte dem ETV auf jeden Fall das Hinspiel, als beim 84:78 in Iserlohn der zweite Saisonsieg gelang. Mit 41 Punkten (7-16 von der Dreierlinie) erwischte Salami kurz vor Weihnachten einen Sahnetag, auf den die ETV-Fans nun erneut hoffen. „Wir denken erst mal nur an Düsseldorf. Das wird ein ganz harter Brocken“, sagte ETV-Trainerin Gencay, die noch ein wenig um den Einsatz von Salami (Hand) und Kapitän Leo Eckmann (Knie) bangt. „In Hinspiel sind wird schlecht ins Spiel gekommen, das muss diesmal besser werden. Aber die Stimmung ist nach dem Sieg in Stahnsdorf gut. Wir haben das Gefühl, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

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71:69: ETV-Basketballer holen dritten Auswärtssieg bei heimstarken TKS 49ers

Hamburg, 28. Februar 2021 – Es geht doch! Mit einem 71:69-Auswärtssieg (12:22; 23:11; 20:16; 16:20) bei den heimstarken TKS 49ers aus Stahnsdorf (Brandenburg) haben sich die Korbjäger vom Eimsbütteler TV Hamburg am 20. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Balsam auf ihre zuletzt so geschundene Seele geschmiert. Den Sieg in einem zerfahrenen Spiel sicherte – ausgerechnet – Mubarak Salami, der vor der Saison aus Stahnsdorf zum ETV zurückgekehrt war. Es war der dritte Auswärtserfolg der Eimsbütteler, die zwar weiter Tabellenschlusslicht bleiben, aber mit nunmehr 4:14 Siegen Anschluss an den ebenfalls siegreichen Lokalrivalen SC Rist Wedel sowie Lok Bernau (beide 5:14) halten. Nach einem gemeinsamen Ligabeschluss steht indes bereits fest, dass es in dieser Saison keine sportlichen Absteiger aus der ProB geben wird.

Anders als in vielen Begegnungen zuvor liefen die Eimsbütteler diesmal nur ein Viertel lang einem nervenden Rückstand hinterher (12:22). Dann jedoch zündete wie so so oft Liga-Topscorer Salami seinen Turbo und sorgte mit 13 Punkten im zweiten Viertel (24 am Ende) fast im Alleingang für die Wende. Die Vorentscheidung schienen dann die Sekunden kurz vor und kurz nach der letzten Viertelpause zu bringen, als Center Mayika Lungongo (mit Brett und unter Zeitnot) und Point Guard Abdulai Abaker (20 Zähler am Ende) mit zwei Dreiern den ETV-Vorsprung auf 58:49 erhöhten. Einige Turnover und zu viele abgegebene Defensivrebounds brachten die Gäste jedoch im Schlussabschnitt noch mal in Bedrängnis, zweieinhalb Minuten vor Schluss schien das Spiel beim Stand von 67:66 für die Brandenburger endgültig zu kippen.

Doch da hatte Routinier Vidmantas Uzkuraitis etwas dagegen. Der Distanzwurfliebhaber signalisierte mit einem seiner vier verwandelten Dreier, dass sich der ETV diesmal nicht geschlagen geben wollte. Vor allem ihrer aufmerksamen Defense und einer hohen Fehlerquote der Gastgeber hatten es die Eimsbütteler zu verdanken, dass zehn Sekunden vor Schluss beim Stand von 69:69 die Bühne bereitet war für den großen Showdown. Die nutzte Salami mit starker Penetration zum Korb und dem siegbringenden Layup vier Sekunden vor Ultimo. Der letzte Versuch von 49ers-Topscorer Malik Toppin (23 Punkte) von Downtown verfehlte sein Ziel.

Kommentar ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay zum Spiel: „Heute haben wir uns endlich mal selbst belohnt für eine engagierte Leistung, nachdem wir zuletzt auch nicht schlecht gespielt haben. Ich denke, es war ein verdienter Sieg, das Resultat einer guten Teamleistung. Wir haben uns diesmal nicht von Rückschlägen beeindrucken lassen. Am Ende war unsere aufmerksame Defense ausschlaggebend. Vor allem haben wir den 49ers viel weniger freie Würfe als im Hinspiel gestattet.“

ETV in Stahnsdorf: Salami (24 Punkte, 4 Rebounds, 4 Assists, 8 Turnover); Abaker (20 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists, 5 Steals, 4 Turnover); Uzkuraitis (14 Punkte, 5 Rebounds, 4 Steals); Lungongo; Paetsch (je 5 Punkte); Eckmann (3 Punkte); Migunov (9 Rebounds); Hoppe; Gust; Büürma

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ETV-Basketballer bei den TKS 49ers – Salamis Reise in die Vergangenheit

Hamburg, 25. Februar 2021 – Ungeachtet des gemeinsamen Ligabeschlusses, den Abstieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB coronabedingt auszusetzen, kämpfen die Korbjäger des Eimsbütteler TV Hamburg kurz vor Saisonende weiter um jeden Sieg. Die nächste Chance auf ein Erfolgserlebnis bietet sich dem Tabellenletzten der Staffel Nord (3:14 Siege) am Sonntag, den 28. Februar 2021 um 16 Uhr im Auswärtsspiel bei den TKS 49ers in Stahnsdorf (8:9). Für ETV-Leader und Liga-Topscorer Mubarak Salami wird es eine Reise in die Vergangenheit. Reifte der 24-Jährige doch vor seiner Rückkehr zu seinem Stammverein ETV in der Vorsaison in Stahnsdorf zum gestandenen ProB-Spieler.

„Ich freue mich auf jedes Spiel, aber auf das ganz besonders. Die allermeisten Spieler aus dem jetzigen Kader kenne ich noch“, sagt Salami vor der Fahrt in den Berliner Vorort. Mit dem Amerikaner Malik Toppin, einem der besten Rebounder der Liga, und dem litauischen Scharfschützen und Spiellenker Karolis Babkauskas kamen indes die beiden entscheidenden Figuren beim aktuellen Tabellenachten neu hinzu. Bei den 49ers erlebte Salami eine turbulente Saison ohne Play-off-Einzug: „Wir hatten drei verschiedene Trainer und drei bis vier verschiedene Spieler auf der Ausländerposition. Zudem war ich lange mit einem Muskelfaserriss in der Wade außer Gefecht“, erinnert sich der 1,97 Meter große Shooting Guard.

Im Hinspiel, das mit 94:78 an die Brandenburger ging, machten vor allem Babkauskas (25 Punkte) und Toppin (19 Zähler, 9 Rebounds) dem ETV das Leben schwer. Salami hielt mit 26 Punkten, in etwa sein Saisonschnitt, zusammen mit Vidmantas Uzkuraitis (17) und Abdulai Abaker (15) am meisten dagegen. Während die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs zuletzt drei knapp verlorene Partien gegen Sandersdorf, Bernau und Köln verkraften mussten, holten sich die 49ers am Mittwoch in einer Nachholpartie mit einem 83:81 im Derby bei Lok Bernau neues Selbstbewusstsein. Das Duell am Sonntag in der Halle Kleinmachnow steht wie alle anderen Partien des 20. Spieltages im Zeichen der Trauer um die weltweit zwei Millionen Corona-Opfer und des Dankes an die Helfer im Kampf gegen die Pandemie.

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Mubi

86:92: ETV verpasst Chance bei ersatzgeschwächten RheinStars Köln

Hamburg, 21. Februar 2021 – Für die Basketballer des Eimsbütteler TV ist ein ereignisreiches Wochenende mit einer weiteren Enttäuschung zu Ende gegangen. Zwei Tage nach der dramatischen 74:77-Heimniederlage gegen Lok Bernau verloren sie zum Abschluss ihres Doppelspieltages in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord die Nachholpartie der 16. Spielrunde bei den RheinStars Köln mit 86:92 (19:24; 21:24; 22:24; 24:20). Damit bleiben die Hamburger weiter Schlusslicht der Tabelle (3:14), sie sind aber aufgrund eines coronabedingten Ligabeschlusses bereits vor dem Abstieg sicher.

Dabei standen die Vorzeichen gegen den starken Mitaufsteiger (9:8 Siege) eigentlich günstig, mussten die Rheinländer doch auf die beiden verletzten Leistungsträger Vincent Golson und Tibor Taras (29 Punkte im Hinspiel) verzichten. Das Spiel begann eine Viertelstunde später als geplant, da die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs nach der abgebrochen Reise nach Sandersdorf erneut Pech mit der Deutschen Bahn hatten und erst mit anderthalb Stunden Verspätung im Basketball Campus Köln eintrafen. Dennoch erwischten sie den besseren Start und gingen nach sechs Minuten mit 13:11 in Führung – die jedoch ihre letzte in dieser Partie sein sollte. Bereits zur ersten Pause drehten sie RheinStars die Partie, der ETV konnte trotz einer erneut überragenden Leistung von Liga-Topscorer Mubarak Salami (39 Punkte, 62 Prozent aus dem Feld) das Blatt nicht mehr wenden.

„Schade, das war die dritte verpasste Siegchance in den letzten Tagen“, sagte ETV-Kapitän Leo Eckmann. „Wir haben am Ende noch mal Druck gemacht, hatten auch einige Ballgewinne, konnten aber die Lücke leider nicht mehr schließen.“ Am kommenden Wochenende gehen die Eimsbütteler erneut auf Reisen, und zwar zu Salamis Ex-Team, den TKS 49ers nach Stahnsdorf (28. Februar 2021, 16 Uhr). Mittlerweile ist auch die zweimal abgesagte Partie vom ersten Spieltag bei den BSW Sixers neu angesetzt, und zwar für den 20. März 2021 (18 Uhr). Damit wird kurioserweise das ursprünglich geplante Auftaktspiel des ETV zum Saisonausklang für das Team von Headcoach Sükran Gencay.

ETV in Köln: Salami (39 Punkte, 6 Rebounds, 3 Steals); Abaker (15 Punkte, 3 Assists, 5 Steals); Uzkuraitis (14 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists, 4 Steals); Lungongo (6 Punkte; 4 Rebounds, 3 Blocks); Hoppe (6 Punkte); Migunov (4 Punkte, 7 Rebounds); Eckmann (1 Punkt, 5 Rebounds); Gust (1 Punkt); Paetsch, Büürma

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74:77: ETV-Basketballer verlieren Krimi-Fortsetzung gegen Lok Bernau

Hamburg, 19. Februar 2021 – Geschichte wiederholt sich manchmal doch. Zumindest ein bisschen. Wie schon bei ihrer 74:75-Hinspielniederlage erlebten die Korbjäger des Eimsbütteler TV auch im zweiten Duell mit dem SSV Lok Bernau in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ein dramatisches Finale. Wie im November 2020 hatten sie auch am Freitag, den 19. Februar 2021 beim 74:77 (20:26; 13:17; 25:19; 16:15) gegen das Farmteam vom Deutschen Meister ALBA Berlin das schlechtere Ende für sich. Und wie damals haderten die Liganeulinge nach der hitzigen Schlussphase der Partie des 19. Spieltages mit den finalen Entscheidungen der Unparteiischen.

Letzter gegen Drittletzter, viermal gegen achtmal sieglos: Mehr Abstiegskampf wäre eigentlich kaum gegangen in der Partie Eimsbütteler TV gegen Lok Bernau. Wäre. Denn seit knapp einer Woche ist bekannt, dass auch in dieser Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB der Abstieg ausgesetzt ist. Dennoch lieferten sich beide Teams  von Beginn an einen harten Kampf. Bevor indes der erste Ball in Richtung Korb flog, gab es in der Sporthalle Hohe Weide eine Schweigeminute für die Opfer des rechtsterroristischen Anschlags vor genau einem Jahr in Hanau. Im Spiel setzten beide Mannschaft von Beginn an auf eine Zonenverteidigung – die Gäste zunächst mit mehr Erfolg. Dank eines deutlich aktiveren Insidegames erspielten sie sich recht zügig eine 19:8-Führung, während der ETV zu oft vergeblich sein Heil von außen suchte (6/34 Dreier am Ende = 18 Prozent). Doch dann flutschte es irgendwann – zwei Dreier von Vidmantas Uzkuraitis und Mubarak Salami verkürzten den Rückstand auf vier Punkte (17:21). Auch unter dem Korb wuchs die Eimsbütteler Präsenz durch die Einwechslung von Center Mayika Lungongo, der per Buzzerbeater-Tipp zum 20:26-Pausenstand einnetzte. Überhaupt zeigte der 2,10 m große ETV-Neuzugang an seinem 26. Geburtstag eine bärenstarke Partie, am Ende stand für ihn mit 11 Punkten und 16 Rebounds ein Double-Double zu Buche.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich an den Kräfteverhältnissen nicht viel. Wie so oft in der bisherigen Saison hechelten die Gastgeber einem Rückstand von rund zehn Punkten hinterher. Größte Problemfelder des ETV: der Rebound und die eigene Trefferquote.  Satte 13 Abpraller unter dem Hamburger Korb gingen an die jungen Bernauer, die diese deutlich effektiver nutzen konnten als die Eimsbütteler ihre gleichfalls 13 Offensivrebounds (42 zu 29 Prozent Feldwurfquote zur Pause). Vor allem die Big Man Christoph Tilly (14 Zähler bis zum Break) und Dan Oppland sowie Guard Liam Carpenter (beide 10) machten dem Aufsteiger das Leben schwer. 13 Punkte von Team-Topscorer Salami und 9 von Routinier Uzkuraitis hielten den ETV zusammen mit 12 Rebounds von Lungongo zur Pause am Leben (33:43).

Keine zwei Minuten nach dem Restart war der Zehn-Punkte-Rückstand der Gastgeber bereits halbiert (41:46) – die Aufholjagd hatte begonnen. Und dann bekam die bis dato umkämpfte Partie sogar spielerische Highlights: Alley-Hoop von Abdulah Kameric auf Lorenz Brenneke auf der einen, zwei elegante Dreipunktespiele von ETV-Guard Abdulai Abaker auf  der anderen Seite. Beim zweiten hatte das oft zitierte Momentum längst die Seite gewechselt. Auch weil Uzkuraitis endgültig seinen Shooting Touch gefunden hatte, ging der ETV Mitte des dritten Viertels erstmals in Front (50:48). Ab diesem Zeitpunkt ging es hin und her, die Führung wechselte mehrfach, vor allem dank Routinier Oppland hatten die Gäste bei der letzten Unterbrechung die Nase knapp vorn (58:62).

So wie der Amerikaner auf Bernauer Seite übernahm beim ETV Shooting Guard Salami mehr und mehr das Kommando, punktete entweder selber oder fand seine Center Lungongo oder Jan Gust unterm Korb. Lok-Neuzugang Carpenter sorgte per Floater für einen Sieben-Punkte-Vorsprung für Bernau (64:71), doch Powerpaket Salami hielt im Verbund mit Point Guard Abaker (16 Punkte) dagegen und glich zum 74:74 aus. Ein Ergebnis, das lange wie in Stein gemeißelt schien. Auf beiden Seiten zitterten sämtliche Händchen, auch und vor allem beim ALBA-Doppellizenzler Brenneke: Nur einen von vier Freiwürfen innerhalb kurzer Zeit brachte das Talent im Korb unter, der aber brachte das 75:74 für die Berliner Vorstädter, keine zehn Sekunden vor dem Ende. Einen Foulpfiff wie für den starken Lok-Forward (11 Punkte/12 Rebounds) hätten die Eimsbütteler gerne auch zugunsten von Salami bei dessen letzter Korbattacke drei Sekunden vor Ultimo gehabt – doch der blieb aus. So sorgte schließlich Kameric mit zwei verwandelten Freiwürfen für den Abspann im zweiten Teil des Krimi-Dramas Eimsbüttel gegen Bernau.

Viel Zeit zur Trauerbewältigung bleibt den Eimsbüttelern, die mit 3:13 Siegen weiter Tabellenletzter blieben, indes nicht. Schon am Sonntag um 15.30 Uhr treten sie in einem Nachholspiel bei Mitaufsteiger RheinStars Köln an.

Kommentar ETV-Kapitän Leo Eckmann zum Spiel: „Er war wirklich ein harter Fight. Wir haben uns nach dem frühen Rückstand stark ins Spiel zurückgekämpft, dann aber nach der Führung im dritten Viertel aus unerklärlichen Gründen die Zügel wieder aus der Hand gegeben. Am Ende hatten wir dann bei einigen Fifty-fifty-Entscheidungen das Glück nicht gerade auf unserer Seite. Aber wir müssen unsere Köpfe hoch halten, schon am Sonntag wartet das nächste schwere Spiel.“

ETV gegen Bernau: Salami (25 Punkte, 5 Rebounds, 6 Assists, 7 Turnover); Abaker (16 Punkte, 7 Assists); Uzkuraitis (14 Punkte, 4 Rebounds); Lungongo (11 Punkte, 16 Rebounds, 5 Blocks); Gust (6 Punkte, 3 Rebounds); Hoppe (2 Punkte); Eckmann (3 Assists); Migunov, Büürma, Paetsch, Tittel

Copyright: Justus Stegemann
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ETV-Basketballer am Wochenende: Zwei Spiele und eine offene Rechnung

Hamburg, 17. Februar 2021 – Dauergast Corona beschert den Korbjägern des Eimsbütteler TV an diesem Wochenende in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord einen Doppelspieltag – mit zumindest einem brisanten Aufeinandertreffen. Zunächst erwarten die Tabellenletzten (3:12 Siege) am Freitag, den 19. Februar 2021 um 19.30 Uhr im Rahmen des 19. Spieltags den Fast-Tabellennachbarn Lok Bernau in der Sporthalle Hohe Weide (live und kostenlos bei sportdeutschland.tv). Am Sonntag um 15.30 Uhr wird dann die Partie vom 16. Spieltag bei den RheinStars Köln (kostenpflichtiger Livestream) nachgeholt, die am 30. Januar wegen eines positiven Corona-Schnelltests in Reihen des ETV kurzfristig abgesagt werden musste.

Es war der sportlich vielleicht aufwühlendste Moment in einer generell aufregenden Premierensaison in der ProB für die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs. 74:75 unterlagen die Aufsteiger Ende November 2020 bei Lok Bernau vor den Toren Berlins – und haderten damals mit einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung in den Schlusssekunden. „Nichts gegen Lok Bernau – das ist ein toller Verein mit einem tollen Team und einem tollen Umfeld. Aber an dieses Spiel haben wir keine guten Erinnerungen“, sagt ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay. Und auch Kapitän Leo Eckmann weiß: „Gegen Bernau haben wir noch eine Rechnung offen.“ Nicht nur um diese zu begleichen, ist der Siegeswille bei den Eimsbüttelern noch mal ein kleines Stückchen größer als gewöhnlich: „Das ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, das wir unbedingt gewinnen wollen“, so Gencay.

Denn obwohl der Nichtabstieg seit dem vergangenen Montag aufgrund eines gemeinsamen Ligabeschlusses feststeht, ist der sportliche Ehrgeiz beim Liganeuling ungebrochen, wie Gencay bestätigt: „Wir haben jetzt nicht in den Entspannungsmodus umgeschaltet. Wir wollen versuchen, noch die beiden vor uns liegenden Mannschaften zu überholen. Das sind wir uns und dem Verein schuldig“, erklärt die 34-Jährige. Neben dem direkt davor platzierten Lokalrivalen SC Rist Wedel (4:14), den der ETV in der laufenden Saison zweimal schlagen konnte, geht es bei diesem Vorhaben um eben jenen Gegner vom Freitag. Denn Lok Bernau, das Farmteam vom Deutschen Meister ALBA Berlin, liegt mit 4:12 Siegen auf Rang 10 ebenfalls noch in Schlagdistanz. Die Gäste kommen mit der Last von acht Niederlagen in Folge in die Hansestadt, können aber nun ebenfalls etwas befreiter aufspielen, wie Headcoach René Schilling auf der Lok-Website betont: „Der jetzt feststehende Klassenerhalt nimmt uns als junges Team eine Menge Druck weg. Ich hoffe, dass das unserem Spiel guttut und wir schon am Freitag befreiter aufspielen können. Unser Ziel muss es dennoch sein, in den verbleibenden Spielen so viele Siege wie möglich zu holen.“

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Ligabeschluss wegen Corona – ETV-Basketballer schaffen vorzeitigen Klassenerhalt

Hamburg, 15. Februar 2021 – Die Korbjäger des Eimsbütteler TV Hamburg dürfen sich vier Spieltage vor Ende der Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord über den vorzeitigen Klassenerhalt freuen. Die Entscheidung fiel jedoch nicht auf dem Spielfeld, sondern die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die laufende Saison haben Anpassungen des weiteren Spielbetriebs zur Folge: „Aufbauend auf die Gespräche mit den ProA- und ProB-Vereinen, sowie die massiven pandemiebedingten Ausfallzeiten einzelner Vereine während der bisherigen Saison, wurde durch die Gesellschafterversammlung der Liga zudem das diesjährige Aussetzen des sportlichen Abstiegs beschlossen“, heißt es in einer Mitteilung der Liga vom Montag, in der auch ein geänderter Playoff-Modus verkündet wurde. Heißt: Kein Team muss in diesem Jahr aus sportlichen Gründen die Klasse nach unten verlassen.

Damit endet für den ETV, derzeit mit 3:12 Siegen sowie drei Nachholspielen auf dem Konto Tabellenletzter der ProB Nord, zum zweiten Mal in Folge eine Spielzeit früher als geplant. Auch im Vorjahr profitierte das Team von Headcoach Sükran Gencay von einem coronabedingten Saisonabbruch, als der erstmalige Aufstieg in eine deutsche Basketball-Profiliga gelang. Damals waren die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs als Tabellenführer der Regionalliga Nord auch sportlich fast qualifiziert. Diesmal hätte das Klassenziel noch in einer Abstiegsrunde mit vier Mannschaften (jeder gegen jeden, Hin- und Rückspiele, Punkte werden übernommen) erreicht werden müssen. Um die ausstehenden Nachholpartien austragen zu können, wird die laufende Hauptrundensaison zudem um eine Woche bis zum 20./21. März 2021 verlängert.

Der Eimsbütteler TV war eine der am meisten von der Corona-Pandemie gebeutelten Mannschaften in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Gleich die ersten drei Partien mussten aufgrund zweier COVID-19-Erkrankungen im Team und der daraus resultierenden 14-tägigen Quarantäne verschoben werden. Im weiteren Saisonverlauf folgten zwei weitere Spielausfälle aufgrund von positiven Ergebnissen bei den zwischenzeitlich eingeführten PCR-Schnelltests am Spieltag. Diese erwiesen sich im Nachhinein als Fehlalarm. Insgesamt stehen für den ETV noch drei Nachholpartien gegen Köln (21.2.), Düsseldorf (5.3.) und die BSW Sixers (noch nicht terminiert) auf dem Programm – allesamt auswärts. Für den Nichtabstieg hätten die Hamburger vermutlich unter anderem den direkt vor ihnen platzierten Lokalrivalen SC Rist Wedel (4:14) überflügeln müssen.

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Gute Fahrt, achtbares Ergebnis – ETV-Basketballer verlieren 72:93 in Münster

Hamburg, 14. Februar 2021 – Viel mehr war nicht drin: Die Basketballer des Eimsbütteler TV sind nicht ganz unerwartet mit leeren Händen vom Auswärtsspiel bei den WWU Baskets Münster zurückgekehrt. Beim Tabellenzweiten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord gab es für die Aufsteiger am 18. Spieltag eine 72:93 (24:33; 18:21; 15:19; 15:20)-Niederlage, die sich bereits früh im Spielverlauf abzeichnete und die die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs weiter auf dem letzten Tabellenplatz verharren lässt (3:12 Siege). Immerhin verliefen An- und Abreise ins verschneite Westfalen – anders als eine Woche zuvor beim abgebrochenen Trip per Bahn nach Sandersdorf – in den gewohnten Kleinbussen ohne Probleme.

Wie befürchtet machten die Münsteraner bereits im ersten Viertel mit 33 erzielten Punkten klar, wer in der Halle Berg Fidel der Herr im Hause ist. „Die haben am Anfang alles getroffen. Viele Dreier und viele zweite Chancen – das war Münsters Erfolgsrezept“, analysierte ETV-Kapitän Leo Eckmann treffend. Ein Reboundverhältnis von 34:52 zuungunsten des ETV bei 21 Offensivrebounds der Gastgeber zeigte auf dem Statistikbogen das Hauptproblem und gleichzeitig die fehlende körperliche Größe der Hamburger auf. Durch einen 10:0-Lauf Mitte des Viertels stellten dabei die WWU Baskets die Weichen auf Sieg, zuvor hatte Mubarak Salami den ETV mit einem Dreier letztmalig in Führung (18:17) gebracht. Mit 13 Punkten und sieben Turnovern erwischte der sonstige Eimsbütteler Topscorer diesmal einen eher gebrauchten Tag. Ganz im Gegensatz zu seinem Buddy Abdulai Abaker, der mit 29 Punkten, sechs Rebounds und sechs Assists bester Spieler aufseiten der Hamburger war.

Trotz der Niederlage reisten die ETV-Korbjäger nicht mit hängenden Köpfen zurück in die Hansestadt. „Wir haben uns insgesamt nicht schlecht verkauft. Es haben diesmal alle relativ viel Spielzeit gekriegt und wir konnte phasenweise gut mithalten“, so Käpt’n Eckmann. Deutlich wichtiger als die Partie beim Titelmitfavoriten Münster dürfte die kommende Aufgabe werden: Bereits am Freitag, den 19. Februar 2021 (19.30 Uhr; live auf sportdeutschland.tv) kommt mit dem Tabellenzehnten Lok Bernau (4:12) ein Team nach Hamburg, das es für das Ziel Klassenerhalt aus Sicht des ETV zu überholen gilt.

ETV in Münster: Abaker (29 Punkte, 6 Rebounds, 6 Assists); Salami (13 Punkte, 4 Rebounds); Hoppe (9 Punkte); Migunov (6 Punkte, 3 Rebounds); Uzkuraitis (5 Punkte); Lungongo (4 Punkte); Eckmann (2 Punkte, 3 Rebounds); Paetsch, Tittel (je 2 Punkte); Gust (4 Rebounds); Büürma

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ETV-Basketballer vor doppelter Herausforderung gegen Münster

Hamburg, 11. Februar 2021 – Vor einer zweifach schwierigen Aufgabe stehen die Basketballer des Eimsbütteler TV Hamburg am kommenden Wochenende. Nicht nur, dass am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB (Samstag, 13. Februar 2021, 19 Uhr) mit den WWU Baskets Münster ein absolutes Spitzenteam als Auswärtsgegner wartet. Hinzu kommt noch, dass die Reise in eine Region führt, die mit am heftigsten vom Schneechaos der vergangenen Tage heimgesucht wurde. Und was die winterlichen Bedingungen alles anrichten können, wissen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs spätestens seit dem letzten Wochenende und dem vergeblichen Versuch der Anreise per Bahn nach Sandersdorf zu den BSW Sixers.

Sportlich gesehen könnte die Hürde für die Aufsteiger kaum höher sein. „Die WWU Baskets sind ein absolutes Topteam der Liga, sie haben sich im Laufe der Saison toll entwickelt“, sagt ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay. Vier ihrer letzten fünf Saisonspiele konnten die Westfalen gewinnen, darunter auch das Spitzenspiel gegen die Itzehoe Eagles (85:81). Am vergangenen Wochenende beim 96:85-Auswärtssieg in Düsseldorf konnte Headcoach Philipp Kappenstein zudem erstmals seit Saisonbeginn wieder seine stärkste Formation aufbieten. Das Hinspiel gegen Münster Mitte Dezember 2020 haben alle ETV-Teammitglieder zudem noch in doppelt schlechter Erinnerung: Erst ging beim Aufwärmen in der Sporthalle Wandsbek auf Münsteraner Seite die Korbanlage zu Bruch, dann gab es nach dem Spontan-Umzug an die Hohe Weide noch eine böse 72:105-Abreibung.

Das soll nach Möglichkeit nicht noch einmal passieren, im Gegenteil: „Das Spiel ist wirklich eine große Herausforderung für uns. Wir fahren aber nicht voller Ehrfurcht nach Münster, sondern wissen um unsere Außenseiterchance“, so Gencay. Wie zuletzt steht ihr nahezu der gesamte Stamm des Kaders in Münster zur Verfügung. Die Reise gen Südwesten werden die ETV-Korbjäger übrigens in Kleinbussen antreten. Man darf gespannt sein – in zweifacher Hinsicht.

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Winterchaos stoppt ETV-Basketballer auf dem Weg nach Sandersdorf

Hamburg, 7. Februar 2021 – Der Winter hat der erneuten Ansetzung der Partie BSW Sixers gegen Eimsbütteler TV in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nachdem die Hamburger am 1. Spieltag in häuslicher Corona-Quarantäne waren, konnten sie wegen der widrigen Wetterverhältnisse in weiten Teilen Mitteldeutschlands auch nicht zum geplanten Nachholspiel nach Sandersdorf in Sachsen-Anhalt anreisen. Aufgrund von fehlender Möglichkeit zur Weiterfahrt per Bahn trat das Team von Headcoach Sükran Gencay am Sonntag, den 7. Februar nach anderthalb Stunden Aufenthalt am Berliner Hauptbahnhof wieder den Heimweg an.

„Es wurden im Laufe des Vormittags immer mehr Zugverbindungen gestrichen, sodass wir am Ende keine Chance mehr hatten, nach Sandersdorf zu kommen“, berichtet ETV-Kapitän Leo Eckmann vom vergeblichen Anreiseversuch. Es ist bereits die sechste Begegnung der Eimsbütteler, fünf davon wegen positiver Coronatests im Team, die in der laufenden Saison abgesagt werden musste. Wann die Partie im Landkreis Anhalt-Bitterfeld nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Am vergangenen Freitag hatten die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs in heimischer Halle an der Hohen Weide gegen die BSW Sixers mit 59:71 verloren. Das zuletzt abgesagte Spiel bei den RheinStars Köln wurde inzwischen auf Sonntag, den 21. Februar 2021, 15.30 Uhr neu terminiert.

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59:71 nach hartem Kampf: ETV-Basketballer verlieren „Hinspiel“ gegen BSW Sixers

Hamburg, 6. Februar 2021 – Es war so ein Tag, an dem der Korb immer kleiner wird. Die Aufsteiger des Eimsbütteler TV haben am 17. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB eine 59:71-(18:20; 19:17; 9:16; 13:18)-Heimniederlage gegen die BSW Sixers kassiert und damit keine erhofften Punkte im Abstiegskampf der Staffel Nord sammeln können (letzer Platz, 3:11 Siege). Gegen die Gäste aus Sandersdorf, die ihren fünften Sieg in Serie feierten (9:6 insgesamt), war am Freitag (5. Februar 2021) in der Sporthalle Hohe Weide eine miserable Wurfquote, vor allem in der zweiten Halbzeit, für das schlechtere Ende ausschlaggebend. Schon am Sonntag, den 7. Februar (16 Uhr, live bei sportdeutschland.tv) kommt es in Sachsen-Anhalt zum „Rückspiel“. Die Partie ist eine Nachholbegegnung vom 1. Spieltag, an dem sich die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs wegen zweier positiver Coronafälle in häuslicher Quarantäne befanden.

Gegen die defensivstarken Sixers, die im Spiel zuvor Gegner Stahnsdorf nur 48 Punkte gestattet hatten, sollten es die Eimsbütteler an diesem Abend mit einer Art spielerischem Lockdown zu tun bekommen. Zu Beginn verlief das Duell Offensiv-Power gegen „De-Fence-Riegel“ extrem ausgeglichen: Gleich siebenmal wechselte die Führung in den ersten sechs Minuten, kein Team konnte seinen Stil entscheidend durchsetzen. Auffällig beim ETV: Deutlich geduldiger als zuletzt wurde im Angriff agiert, der Basketball länger bewegt, die Last auf mehr Schultern verteilt. Am anderen Ende des Feldes schmerzten lediglich drei eingefangene Dreier, mit einem knappen 18:20-Rückstand für die Gastgeber endete das erste Viertel.

Im zweiten Durchgang sollte jedoch zunächst nichts mehr gehen beim ETV. Einfache Chancen im Abschluss wurden vergeben, der Ring wurde zum Gegner. Die Sachsen-Anhaltiner gingen – dirigiert von den Routiniers Luka Petkovic und Djordje Pantelic – mit zehn Punkten in Führung (21:31/14. Minute). Doch dann nahmen die beiden ETV-Heimkehrer Mubarak Salami und Abdulai Abaker in Zusammenarbeit mit Kapitän Leo Eckmann den Faden wieder auf. Beim Stand von 32:35 sah sich BSW-Headcoach Sebastian Ludwig zu einer Auszeit gezwungen. Viel half es nicht: Als der bis dato überragende ETV-Guard Salami (15 Punkte zur Halbzeit, 22 am Ende) ein And-One zum 37:37-Halbzeitstand verwandelte und sich das bis dahin ebenfalls starke Sixers-Talent Nemanja Nadjfeji sein drittes Foul abholte, war die Partie endgültig wieder völlig offen.

Bester Punktesammler der Gäste war bis zu diesem Zeitpunkt allerdings Flügelspieler Lucien Schmikale (21 Punkte am Ende), der auch das dritte Viertel mit fünf Zählern für sein Team eröffnete. Doch die Hamburger zeigten sich unbeeindruckt und blieben zunächst dran (44:46), auch wenn sie sich im Angriff zunehmend schwerer taten. Überhaupt entwickelte sich immer mehr eine Defensivschlacht auf beiden Seiten, die den Gästen eher in die Karten spielte als dem ETV. Die Folge: ein 7:0-Minilauf der Sandersdorfer, der sie bis zur dritten Viertelpause mit 53:46 in Front brachte.

Doch der Aufsteiger gedachte nicht aufzugeben. Routinier Vidmantas Uzkuraitis (1,88 m) gab mit einem And-one nach Offensivrebound das Signal zum Durchhalten. Doch die Sixers behielten die Ruhe. Hinten machten sie weiter jeden Wurf der Hamburger schwer, vorne forcierten sie mehr und mehr das Insidegame und gingen durch einen Dreier von Sandro Antunovic per Shotclock-Buzzerbeater wieder zweistellig in Führung (49:59/35. Minute). Und dann wurde es zunehmend hektischer auf dem Feld. Einem taktischen Einsteigen von Petkovic folgte nicht wie von der ETV-Bank gefordert ein unsportliches Foul als Entscheidung, sondern ein technisches Foul gegen ebendiese. Und so flogen im ETV-Angriff weiter jede Menge Bälle am Ziel vorbei, während der Tabellenvierte mit Cleverness und der nötigen Härte den Vorsprung bis zum 71:59-Sieg ins Ziel brachte.

Kommentar ETV-Headcoach Sükran Gencay zum Spiel: „Die Jungs haben wirklich gekämpft, ich kann heute niemandem einen Vorwurf machen. Wir haben uns viele Würfe gut herausgespielt, aber einfach gnadenlos schlecht getroffen. Solche Tage gibt es mal. Und die Routiniers von Sandersdorf haben halt auch ein gewisses Standing bei den Schiedsrichtern, so etwas müssen wir uns erst erarbeiten.“

ETV gegen Sandersdorf: Salami (22 Punkte, 8 Rebounds); Abaker (18 Punkte, 6 Rebounds); Uzkuraitis (5 Punkte, 5 Rebounds); Lungongo (5 Punkte, 6 Rebounds); Hoppe (5 Punkte); Eckmann (2 Punkte, 5 Steals); Migunov (2 Punkte, 4 Rebounds); Paetsch; Gust; Tittel; Büürma – Wurfquoten: 3/25 Dreier (12 Prozent), 17/67 aus dem Feld gesamt (25 Prozent), 22/25 Freiwürfe (88 Prozent) (zum gesamten Boxscore)

Copyright: Justus Stegemann
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Corona lässt grüßen: ETV-Basketballer vor Doppelspieltag gegen BSW Sixers Sandersdorf

Hamburg, 3. Februar 2021 – Das unsägliche Coronavirus ist für die Basketballer des Eimsbütteler TV Hamburg weiter ein unliebsamer Begleiter durch die Saison. Bereits zum fünften Mal musste am vergangenen Wochenende ein Spiel der Aufsteiger in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB verschoben werden, als ein positiver Schnelltest die Fahrt zu den RheinStars Köln verhinderte. Erst im Nachgang gab es durch einen negativen PCR-Test Entwarnung. Und auch am kommenden Wochenende ist das Thema wieder präsent. Der Pandemie geschuldet treffen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs gleich zweimal innerhalb von drei Tagen auf die BSW Sixers aus Sandersdorf: erst am Freitag (5. Februar 2021) um 20 Uhr regulär am 17. Spieltag in eigener Halle an der Hohen Weide, dann am Sonntag (7. Februar) um 16 Uhr in einer Nachholpartie vom ersten Spieltag in Sachsen-Anhalt (beides kostenlos live bei sportdeutschland.tv, zum Heimspiel, zum Auswärtsspiel).

Die Erinnerung ist noch frisch: Eigentlich wollte der ETV Mitte Oktober 2020 bei der Basketballgemeinschaft Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 – kurz: BSW Sixers – in seine erste Saison im deutschen Profibasketball starten. Doch dann schlug das Virus zu: Statt in den Osten ging es für das Team um Kapitän Leo Eckmann in Quarantäne. Nun also treffen die Hamburger gleich zweimal auf die defensivstarken Sixers, die so etwas wie das Team der Stunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord sind. Mit einem 63:48 über die TKS 49ers Bernau feierte die Mannschaft von Cheftrainer Sebastian Ludwig zuletzt den vierten Sieg in Folge, blieb zu Hause weiter ungeschlagen und kletterte auf einen beachtlichen Tabellenplatz 4.

Die BSW Sixers sind als Kooperationspartner von Erstligist Mitteldeutscher BC mit durchschnittlich 22,3 Jahren eines der jüngsten Teams der Liga. Den prominentesten Namen trägt Doppellizenzspieler Nemanja Nadjfeji, Sohn von Bundesliga-Legende Aleksandar Nadjfeji (früher Bonn, ALBA, Tübingen, FC Bayern). Weitere Leistungsträger sind Point Guard und Kapitän Luka Petkovic (32) sowie Center-Routinier Djordje Pantelic (36), jahrelang beim MBC unter den Körben aktiv. „Die sind derzeit wirklich gut drauf und haben einen echten Lauf“, sagt ETV-Headcoach Sükran Gencay anerkennend. „Für uns ist es nach wie vor ein wirklich toughes Programm, aber wir freuen uns sehr auf die beiden Spiele. Wir haben die Woche gut trainiert und sind denke ich gut vorbereitet.“ Mit 3:10 Siegen ziert ihr Team (bei drei ausstehenden Nachholspielen) derzeit das Tabellenende, direkt hinter dem Lokalrivalen SC Rist Wedel und nur einen Sieg vom rettenden Platz 10 (TKS 49ers) entfernt. Entscheidend dürfte sein, wie sehr Topscorer Mubarak Salami und Co. in der Lage sein werden, die starke Defense der Sandersdorfer unter Druck zu setzen und ihren Power-Spielstil durchzudrücken. Bis auf den nach wie vor angeschlagenen Forward Kwame Ofori sind voraussichtlich alle Stammkräfte der vergangenen Wochen einsetzbar.

Corona verhindert Köln-Reise – Entwarnung nach Positiv-Schnelltest

Hamburg, 1. Februar 2021 – Die Aufsteiger des Eimsbütteler TV Hamburg sind am 16. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB erneut vom Coronavirus ausgebremst worden. Nach einem positiven Antigen-Schnelltest in ihren Reihen traten sie am Samstag, den 30. Januar 2021 nicht wie geplant die Reise zum Auswärtsspiel bei den RheinStars Köln an. Ein noch am selben Tag durchgeführter PCR-Test bestätigte – wie schon bei den vier positiven Schnelltests im Vorfeld der Partie des 8. Spieltags bei den ART Giants Düsseldorf – am Sonntag das Ergebnis nicht, sondern fiel negativ aus.

Somit können am kommenden Wochenende die beiden Partien gegen die BSW Sixers (5.2., 20 Uhr, voraussichtlich Sporthalle Hohe Weide, Gratis-Livestrem bei sportdeutschland.tv; 7.2., 16 Uhr in Sandersdorf, kostenpflichtiger Livestream) wie geplant stattfinden. Ein neuer Termin für die abgesagte Partie in Köln steht noch nicht fest. Bereits direkt vor Saisonbeginn war der ETV von zwei Coronafällen betroffen, die eine 14-tägige Quarantäne des gesamten Teams und die Verschiebung der ersten drei  Saisonspiele zur Folge hatten.

Kölle Alaaf: ETV-Basketballer reisen zu den RheinStars Köln

Hamburg, 28. Januar 2021 – Die Kölner Jecken haben es in diesem Jahr schwer, müssen sie doch wegen der unsäglichen Corona-Pandemie auf ihren geliebten Karneval in klassischer Form verzichten. Die Basketballfans unter ihnen hatten zuletzt immerhin ein bisschen was zu feiern, spielen doch die RheinStars Köln als Aufsteiger in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord eine beachtliche Saison. Einen ihrer bisher acht Siege (bei sieben Niederlagen; Tabellenplatz fünf) holte die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaprofi Johannes Strasser kurz vor Silvester mit einem 93:74 in Hamburg beim Eimsbütteler TV. Am Samstag, den 30. Januar 2021 (18 Uhr; kostenpflichtiger Livestream auf sportdeutschland.tv) kommt es am 16. Spieltag zur Revanche in der rheinischen Metropole.

Der ETV bekam es schon am vergangenen Wochenende bei der 80:87-Heimniederlage gegen die ART Giants Düsseldorf mit mutmaßlichen Karnevalisten zu tun. Da sah es lange Zeit nach einem Debakel aus, ehe die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs noch das letzte Viertel mit 31:17 für sich entschieden und mit einem positiven letzten Eindruck vom Feld gingen. „Wir wollen da weitermachen, wo wir gegen Düsseldorf im vierten Viertel aufgehört haben“, sagt Cheftrainerin Sükran Gencay vor dem Duell der beiden Liganeulinge, in dem sie auf den zuletzt eingesetzten Spielerkader bauen kann.

Eine Leistung wie im Schlussabschnitt wird am Samstag vermutlich über alle vier Spielviertel nötig sein. Denn die RheinStars sind in Topform, schlugen zuletzt Spitzenreiter Bochum und den Zweitplatzierten Münster und haben als klares Ziel die Playoffs vor Augen. Für den ETV hingegen geht es einzig und allein um den Klassenerhalt, für den eine Woche später mit dem Doppelspieltag gegen die BSW Sixers (5.2. in Hamburg, 7.2. in Sandersdorf) ein vielleicht richtungsweisendes Wochenende wartet. Am besten in guter Stimmung nach einem Sieg in der Karnevalshochburg Köln.

80:87 gegen Giants Düsseldorf: Aufbäumen der ETV-Basketballer kommt zu spät

Hamburg, 24. Januar 2021 –  Der Sturz der Riesen blieb aus. Die Aufsteiger des Eimsbütteler TV Hamburg haben am 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ihr Heimspiel in der Sporthalle Hohe Weide gegen die ART Giants Düsseldorf mit 80:87 (16:30; 15:19; 18:21; 31:17) verloren. Dabei konnten sie die „Giganten“ aus der nordrhein-westfälischen Hauptstadt erst am Ende ein wenig ins Wanken, nicht aber zu Fall bringen. Nach dem Rückspiel vor dem Hinspiel (dieses war aus Corona-Gründen ausgefallen und wird am 5. März 2021 nachgeholt) bleiben die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs mit 3:10 Siegen auf dem letzten Tabellenplatz der ProB Nord.

Anders als in den vorherigen Begegnungen, als der ETV einigen Favoriten anfangs Paroli bieten konnten, ging die Partie diesmal schon im ersten Viertel den Rhein, pardon: den Bach runter. ART-Forward Shawn Gulley eröffnete den Düsseldorfer Reigen mit einem trockenen Dreier – nicht sein letzter Treffer im ersten Abschnitt. Eine schlechte Trefferquote und mäßige Transition der Eimsbütteler ermöglichten den Giants eine 16:4-Führung nach vier Minuten. Weitere drei Minuten später – Gulley hatte zwischenzeitlich mit einem Putback-Slam für ein Highlight gesorgt – sah sich ETV-Headcoach Sükran Gencay beim Stand von 8:27 bereits zu ihrer zweiten Auszeit gezwungen. Zu allem Überfluss kassierte ETV-Topscorer Mubarak Salami nach nicht einmal sieben Spielminuten sein drittes Foul. Immerhin fingen sich die Gastgeber danach ein wenig, mit 16:30 ging es in die erste kleine Pause.

Auch der zweite Durchgang gestaltete sich für die Düsseldorfer zunächst eher wie ein gemütlicher Rheinspaziergang als wie ein harter Kampf um Punkte. Ob Fehlwürfe von außen (1/15 Dreier in der ersten Halbzeit) oder vergebene Layups in der Zone – beim ETV klappte so gut wie gar nichts. Einziger Lichtblick neben dem wie gewohnt punktenden Salami (29 Zähler am Ende) war Center Mayika Lungongo, der unter dem Korb sein Herz in beide Hände nahm und bis zur Pause neun Punkte und sieben Rebounds beisteuerte. Bei den Giants dagegen hatten vor allem Gulley (18) und Scharfschütze Andrius Mikutis (16) ihr persönliches Punktekonto schon prall gefüllt und maßgeblich zur 49:31-Halbzeitführung ihres Teams beigetragen.

Wer als ETV-Fan bei der Liveübertragung auf sportdeutschland.tv im dritten Viertel auf die Wende gehofft hatte, wurde zunächst enttäuscht. Zu groß war die individuelle Klasse der Gäste, die verständlicherweise deutlich eingespielter und abgeklärter wirkten als die Liganeulinge von der Elbe. Immerhin konnten die Gastgeber die Partie jetzt ausgeglichen gestalten, der Durchgang ging mit nur drei Punkten (18:21) verloren.

Und dann wurde es plötzlich doch noch mal laut in Reihen der Eimsbütteler: Ein 11:2-Lauf zu Beginn der letzten zehn effektiven Spielminuten ließ den Vorsprung der Gäste bei Hamburger Winter-Schmuddelwetter auf zwölf Punkte schmelzen (60:72). Vor allem der bis dato eiskalte ETV-Distanzspezialist Marcel Hoppe taute in dieser Phase mit elf Punkten auf und brachte Düsseldorfs Coach Kevin Magdowski endgültig auf Betriebstemperatur. Und was kaum noch einer geglaubt hatte: Es wurde noch mal spannend, zumindest ein bisschen. Ein Hoppe-Dreier zum 75:82 ließ plötzlich vage Siegeshoffnung beim ETV aufkeimen, die jedoch nicht weiter gedeihen sollte. Mit 87:80 nahmen die Düsseldorfer am Ende verdient die Punkte mit, dem ETV blieb immerhin der gute letzte Eindruck in einer Partie, die lange Zeit zum Debakel zu werden drohte.

Kommentar ETV-Chetrainerin Sükran Gencay: „Leider hatten wir heute anders als sonst einen extrem schlechten Start. Die Düsseldorfer waren wacher, konzentrierter und haben von Anfang an besser getroffen. Sie waren uns beim Rebound haushoch überlegen, haben super gespielt und verdient gewonnen. Mayika hat es heute gut gemacht. Das ist genau so ein Auftritt, den wir brauchen. Vielleicht schaffen wir es bald mal, eine konstante Leistung über vier Viertel hinzulegen.“

ETV gegen Düsseldorf: Salami (29 Punkte, 5 Steals, 6 Turnover); Uzkuraitis (12 Punkte, 5 Rebounds, 5 Assists, 2/10 Dreier); Hoppe (11 Punkte, 3/4 Dreier); Abaker (10 Punkte, 5 Assists, 4 Steals, 0/7 Dreier); Eckmann (9 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists); Lungongo (9 Punkte, 10 Rebounds); Migunov (2 Rebounds); Paetsch (2 Rebounds); Gust; Tittel; Büürma

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Riesen-Aufgabe:
ETV-Basketballer empfangen ART Giants Düsseldorf

Hamburg, 21. Januar 2021 –  David gegen Goliath: So könnte man quasi jedes Spiel des Eimsbütteler TV Hamburg in seiner ersten Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB beschreiben. Ohne hochbezahlte Stars, dafür aber mit dem kleinsten Etat der Liga schlüpft der Aufsteiger stets in die Rolle des Underdogs. Am kommenden Sonntag nun (24. Januar 2021, 16 Uhr, live bei sportdeutschland.tv) wollen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs einen wirklichen, selbsternannten Giganten zu Fall bringen: die ART Giants Düsseldorf. Gespielt wird wider Erwarten doch erneut in der letztjährigen Aufstiegshalle an der Hohen Weide, da sich der Abschluss der Reparaturarbeiten an der beschädigten Korbanlage in der Sporthalle Wandsbek Corona-bedingt verzögert.

Apropos Corona: Aufgrund mehrerer positiver Schnelltests beim ETV, die sich im Nachgang als falsch herausstellten, war das Hinspiel der beiden Kontrahenten im Dezember 2020 kurzfristig abgesagt worden, sodass es erst am 15. Spieltag zum ersten Aufeinandertreffen mit den Rheinländern kommt. Die warfen sich bislang glänzend durch die Saison, schlugen Tabellenführer Bochum und Mitfavorit Schwelm, gewannen das rheinische Derby gegen Köln und belegen derzeit mit 7:6 Siegen Tabellenplatz fünf. Am vergangenen Wochenende indes gab es für das Team von Headcoach Kevin Magdowski eine 84:92-Heimniederlage gegen die Iserlohn Kangaroos – bei denen der ETV (3:9; Rang 12) wiederum kurz vor Weihnachten mit 84:78 gewann. Man darf also gespannt sein, welches Gesicht die Düsseldorfer in Hamburg zeigen werden. Das Augenmerk der ETV-Defense wird sich dabei vor allem auf die ART- Topscorer Dennis Mavin (Point Guard; 20,8 Punkte im Schnitt) und Shawn Gulley (Forward; 18,1 Zähler) richten müssen. Aber auch den Litauer Andrius Mikutis (Forward, 14,7 Punkte) und den bundesligaerfahrenen gebürtigen Amerikaner Quadre Lollis (Guard/Forward; früher ALBA Berlin und Ludwigsburg) wird man nicht außer Acht lassen dürfen.

„Wir haben diese Woche gut trainieren können und freuen uns auf das Spiel“, berichtete ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay von den Übungseinheiten. Höchstwahrscheinlich steht ihr Backup-Center Mayika Lungongo nach auskurierten Rückenbeschwerden wieder zur Verfügung, hinter dem Einsatz von Forward Kwame Ofori steht noch ein Fragezeichen. Fest steht mittlerweile, dass die Partie in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt am Freitag, den 5. März 2021 (19.30 Uhr) nachgeholt wird. Die ausgefallene Begegnung vom 1. Spieltag bei den BSW Sixers wurde auf Sonntag, den 7. Februar 2021 (16 Uhr) neu terminiert, sodass es an dem Wochenende zusammen mit dem Rückspiel am 5. Februar (20 Uhr) zu einer Art Doppelspieltag gegen das Team aus Sandersdorf kommt.

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71:92 – ETV-Basketballer verlieren nach starkem Start beim Favoriten EN Baskets Schwelm

Hamburg, 17. Januar 2021 – Der mitgebrachte Derby-Schwung reichte nur für ein Viertel: Eine Woche nach dem begeisternden 110:98-Sieg über den Lokalrivalen SC Rist Wedel sind die Basketballer des Eimsbütteler TV Hamburg wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Am 14. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord unterlagen sie beim favorisierten Tabellenfünften EN Baskets Schwelm mit 71:92 (20:15; 11:30; 16:23; 24:24) und fielen damit mit einer Bilanz von 3:9 Siegen bei zwei Nachholspielen wieder hinter Towers-Kooperationspartner Wedel (4:9) auf den letzten Tabellenplatz zurück.

 

Nicht zum ersten Mal boten die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs im Baskets Dome von Schwelm (nahe Wuppertal in Westfalen gelegen) anfangs einem Etablierten der Liga Paroli. Nach nervösen zwei Minuten startete der ETV einen 11:0-Lauf, dem Favoriten wollte bis dato so gut wie gar nichts gelingen. 20:15 hieß es nach dem ersten Spielabschnitt für den Gast, das Gros der Eimsbütteler Punkte (14) ging wie so oft aufs Konto von Liga-Topscorer Mubarak Salami. Kurios: Sämtliche Gegentreffer im ersten Viertel kassierten die Hamburger von der Dreierlinie. Noch kurioser: Alle stammten vom selben Schützen. Schwelms Kapitän Nikita Khartchenkov war on fire und traf den ETV insgesamt sechsmal in Folge ins Herz. Und so kam es, wie es so oft kam für den mit nur neun Spielern angetretenen ProB-Aufsteiger: Kraft und Konzentration schwanden, das zweite Viertel ging mit 11:30 verloren und ein möglicher Sieg geriet in weite Ferne. Auch im dritten Spielabschnitt wuchs der Rückstand weiter an, der ehemalige Erstligist (2004 als Schwelmer Baskets) brachte seinen siebten Saisonsieg souverän nach Hause.

 

Die Gründe für die Eimsbütteler Niederlage offenbart ein Blick auf den Statistikbogen: Eine Trefferquote von 19 Prozent (6/32) aus dem Dreierland haben vermutlich noch keiner Mannschaft jemals einen Sieg beschert, 61 Prozent (11/18) von der Freiwurflinie, 37 zu 45 Rebounds und nur 14 Assists sind ebenso wenig hilfreich, will man das Feld als Gewinner verlassen. Headcoach Sükran Gencay zog nach der Heimkehr über verschneite Straßen folgendes Fazit: „Der Sieg von Schwelm geht klar in Ordnung, vielleicht ist er am Ende ein bisschen zu hoch ausgefallen. Es war klar, dass die Baskets nach unserem guten Start zurückkommen würden. Dafür sind sie zu erfahren und haben zu viel Klasse. Im zweiten Viertel ist es uns einfach nicht gelungen zu scoren, da haben wir selbst die freien Würfe nicht mehr getroffen. Leider konnten wir die vergangene Woche wegen vieler kranker und verletzter Spieler wieder nicht so gut trainieren, das ist nach wie vor ein Problem.“

 

ETV in Schwelm: Mubarak Salami (32 Punkte, 7 Rebounds, 4 Steals, 1/8 Dreier), Vidmantas Uzkuraitis (12 Punkte, 2/11 Dreier), Abdulai Abaker (12 Punkte, 4 Rebounds, 4 Assists, 5 Steals, 2/7 Dreier), Leo Eckmann (6 Punkte, 10 Rebounds), Vladimir Migunov (4 Punkte, 9 Rebounds), Marcel Hoppe (3 Punkte, 1/5 Dreier), Jan Gust (2 Punkte, 3 Rebounds), Luca Büürma (2 Assists), Fabian Paetsch

 

ETV-Basketballer reisen mit Derby-Schwung zu den
EN Baskets Schwelm

Hamburg, 14. Januar 2021 – Zweites Derby gewonnen, neues Selbstbewusstsein getankt: Sieben Tage nach dem 110:98-Sieg im Vollgas-Duell gegen den Nachbarn SC Rist Wedel treten die Aufsteiger des Eimsbütteler TV am Samstag (16. Januar 2021, 19.30 Uhr) beim Tabellenfünften der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord, den EN Baskets Schwelm, an. Dass bei den vor der Saison hoch gehandelten Westdeutschen (6:5 Siege) am 14. Spieltag ein weiteres Erfolgserlebnis folgt, ist zwar nicht grundsätzlich zu erwarten – die Hoffnung bei den Korbjägern aus dem Herzen Hamburgs ist aber durchaus da. Mit anderen Worten: Sie kommen mit neuem Schwung, haben beim großen Favoriten aber nichts zu verlieren.

„Bochum, Itzehoe und Münster sind aus meiner Sicht die Topmannschaften der Liga. Da muss man schon einen herausragenden Tag erwischen, wenn man einen von ihnen schlagen will. Aber gegen alle anderen können wir immer gewinnen, auch wenn es in Schwelm natürlich sehr, sehr schwer wird“, sagt ETV-Headcoach Sükran Gencay. Im Hinspiel waren ihre Schützlinge beim 59:81 in der Sporthalle Wandsbek nahezu chancenlos, mittlerweile aber haben sie wertvolle Erfahrungen in der für sie neuen Liga gesammelt. Die EN Baskets schafften zuletzt das Kunststück und bezwangen die WWU Baskets Münster 94:86 und legten im Spiel gegen den starken Aufsteiger RheinStars Köln beim 92:80-Auswärtssieg gleich noch mal nach. Überragender Akteur in den beiden Begegnungen war US-Guard Montreal Scott mit 22,5 Punkten und 10 Assists im Schnitt. Als wäre dies kein herausragender Arbeitsnachweis genug, pflückte der Amerikaner gegen Köln auch noch 14 Rebounds vom Brett. Ihn gilt es in erster Linie zu stoppen, wollen die Eimsbütteler eine Chance haben.

Die eigenen Hoffnungen liegen wie so oft auf Liga-Topscorer Mubarak Salami, der trotz der Nachwirkungen seiner Schulterprellung aus dem Wedel-Spiel höchstwahrscheinlich auflaufen kann. Allerdings bekam er gegen den Nachbarn aus Schleswig-Holstein kräftige Unterstützung vom gesamten Team, speziell von Guard Abdulai Abaker, Routinier Vidmantas Uzkuraitis und Dreierschütze Marcel Hoppe. Zusammen war das Firepower-Quartett des ETV für 99 der 110 Punkte gegen den SC Rist verantwortlich. Ob in Schwelm weitere kranke oder angeschlagene Spieler auflaufen können, entscheidet sich kurzfristig. Vermutlich wird auch Neuzugang Matej Jelovcic (kam aus Wedel) weiter auf seinen zweiten Einsatz im ETV-Trikot warten müssen.

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110:98 – ETV-Basketballer gewinnen Vollgas-Derby gegen Rist Wedel

Hamburg, 10. Januar 2021 – Die Außenseiter des Eimsbütteler TV haben die Überraschung geschafft und auch das zweite Lokalderby in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord gegen den SC Rist Wedel gewonnen. In letztmaliger Wohlfühlatmosphäre an der Hohen Weide veranstalteten die Aufsteiger am 13. Spieltag beim 110:98 (32:34; 36:18; 19:20; 23:26)-Erfolg ein echtes Vollgas-Spektakel, das ihnen den ersten Heimsieg der laufenden Saison einbrachte. Mit nunmehr 3:8 Siegen gaben die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs, denen im Hinspiel beim 91:88 n.V. der erste Zweitligasieg ihrer Geschichte gelungen war, zudem den letzten Tabellenplatz an die Schleswig-Holsteiner (3:9) ab. Zur nächsten Heimpartie am 24. Januar (16 Uhr) gegen die ART Giants Düsseldorf ziehen die Eimsbütteler wieder in ihre eigentlich vorgesehene Spielstätte, die Sporthalle Wandsbek, die wegen einer defekten Korbanlage wochenlang unbenutzbar war.

Im zweiten Stadtderby der Saison entwickelte sich von Anfang an ein offener Schlagabtausch. Hauptbeteiligt: die beiden Topscorer der Liga, Mubarak Salami (ETV; 26 Punkte im Schnitt) und Tucker Haymond (SC Rist; 23). Die Wedeler Nachverpflichtung steuerte gleich mal drei Dreier in den ersten drei Minuten zu einer 14:13-Führung bei, Salami hielt mit fünf Zählern dagegen. Aktivster ETVer war indes Distanzschütze Vidmantas Uzkuraitis, der nach sechs Minuten bereits acht Punkte auf seinem Konto hatte, darunter ein Vierpunktespiel. Es war ein emotional geführtes Offensivschauspiel, das eine begeisterte Zuschauermenge statt einer Geisteratmosphäre verdient gehabt hätte. Satte elf Versuche aus dem Dreierland (ETV: 5/9, Wedel 6/11) fanden allein im ersten Viertel ihr Ziel, Pausenstand 32:34 aus Sicht der Gastgeber.

Als der ETV im zweiten Durchgang mit fünf schnellen Punkten 37:34 in Führung ging, brachte Rist-Headcoach Benka Barloschky US-Boy Haymond zurück aufs Feld. Einen Dreier von Marcel Hoppe später sah er sich zur Auszeit gezwungen. Doch die Offense des ETV lief weiter wie geschmiert, mit und ohne Topscorer Salami, der zwischenzeitlich nach einem harten Screen von Yngve Jentz mit einer schmerzhaften Schulterprellung vom Feld musste. Als Scorer machten sich vor allem der pfeilschnelle Guard Abdulai Abaker und Dreierspezialist Hoppe, aber auch weiterhin Routinier Uzkuraitis verdient. Beim SC Rist, der ohne seine beiden Bundesligakräfte Justus Hollatz (Gehirnerschütterung) und Jürgen Rich (für die Towers im Einsatz) auskommen musste, hielten nur Allrounder Haymond (19 Punkte zur Halbzeit, 35 am Ende) und der ebenfalls Ende 2020 nachträglich transferierte Maksim Gorbatchov (13/23) dagegen. Bitter für den ETV: Kurz vor der großen Pause musste Dreh- und Angelpunkt Salami mit seinem vierten persönlichen Foul auf die Bank. Dennoch gab’s beim Gang in die Kabine Grund zur Zuversicht für die Hamburger, angesichts einer sensationellen 68:52-Führung.

Die zweite Halbzeit begannen die Eimsbütteler zwangsläufig ohne Salami, die Wedeler mit einer deutlich aggressiveren Grundeinstellung samt Zonenpresse. Das zahlte sich jedoch mit einem 8:5-„Lauf“ nur bedingt aus. Der ETV hielt vor allem dank des überragenden Abaker (mit 28 Punkten am Ende ETV-Topscorer) weiter dagegen, geriet jedoch durch den Ausschluss von Vladimir Migunov nach einem umstrittenen zweiten Technischen und das vierte Foul von Kapitän Leo Eckmann noch im dritten Viertel weiter in Not. Zwar hatte sich der ganze große Sturm in dieser Spielphase gelegt, doch wogte das Spiel zwischen den beiden Nord-Konkurrenten weiter hin und her. Beim Stand von 87:72 zur letzten Pause reifte beim ETV mehr und mehr die Gewissheit, an diesem Sonntagnachmittag für eine Überraschung sorgen zu können.

Das Schlussviertel begannen die Gäste aus der Vorstadt mit noch offenerer und damit risikoreicherer Defense. Das sollte sich rächen. Immer wieder fanden die Schützlinge von ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay Lücken, die zu leichten Abschlüssen unterm Korb führten. Immer wieder brachten sie zudem in der eigenen Zone eine Hand an den Ball oder machten durch gute Rotation offene Würfe der Rister unmöglich. Allerdings zog sich die Schlinge durch viele Foulpfiffe immer mehr zu, nahezu alle Stützen waren mit drei oder vier Vergehen belastet oder bereits draußen. Nichtsdestrotrotz hielten die Gastgeber ihren gut zweistelligen Vorsprung konstant. Youngster Hoppe (24 Punkte), der vermutlich sein bestes Spiel für den ETV machte, war es vorbehalten, mit einem verwandelten Freiwurf die 100-Punkte-Schallmauer zu durchbrechen. Der Rest war Jubel über den erneuten Triumph im Lokalderby und vor allem wichtige Punkte im Abstiegskampf der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord.

Kommentar ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay zum Spiel: „Man darf nie zu sehr in Extreme verfallen. Letzte Woche nach der hohen Niederlage in Itzehoe schien noch alles katastrophal, heute wieder alles super. Es ist eben vieles eine mentale Sache, jedes Spiel ist anders. Die Jungs hatten richtig Bock, das hat man gemerkt. Unsere Manndeckung hat heute besser gepasst als eine Zone. Und wir haben wieder Fortschritte in Sachen Teamplay gemacht, 25 Assist sprechen für sich. Wedel war sich nach dem hohen Sieg gegen Iserlohn vielleicht zu sicher. Uns gibt der Sieg auf jeden Fall neuen Mut für die kommenden Aufgaben.“

ETV gegen Wedel: Abaker (28 Punkte, 8 Assists), Salami (25 Punkte, 10 Rebounds, 7 Assists); Hoppe (24 Punkte, 4 Rebounds), Uzkuraitis (22 Punkte, 14 Rebounds, 4 Assists), Eckmann (5 Punkte, 4 Rebounds), Gust (4 Punkte), Migunov (2 Punkte), Paetsch, Ofori, Büürma

Copyright: Justus Stegemann
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It’s Derby-Time: ETV-Basketballer wollen gegen Wedel Wiedergutmachung

Hamburg, 7. Januar 2021 – Nach dem Lokalderby ist vor dem Lokalderby. Die Aufsteiger vom Eimsbütteler TV stehen am  13. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord vor einer erneuten nachbarschaftlichen Herausforderung. Nach der 70:111-Niederlage vor einer Woche bei den Itzehoe Eagles steht am Sonntag, den 10. Januar 2021 im ersten Heimspiel des Jahres gegen den SC Rist Wedel (16 Uhr, live bei Sportdeutschland.tv) neben wichtigen Punkten im Abstiegskampf eines ganz oben auf der Agenda: Wiedergutmachung. 

 

„Das Ergebnis in Itzehoe war ein Schlag ins Gesicht. Aber ich denke, wir haben die Niederlage gut aufgearbeitet“, sagt ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay (34) vor dem Duell Letzer (ETV, 2:8 Siege) gegen Vorletzter (Wedel, 3:8). Die derbe Pleite sei ein Resultat der vorangegangenen zwei Wochen gewesen: „Da haben wir wegen der Feiertage und wegen vieler fehlender Spieler nicht gut trainiert. Wir konnten teilweise im Training nicht mal Fünf gegen Fünf spielen.“ Überhaupt sei es bisher „eine echt taffe Saison“ für ihr Team, in einer neuen Liga und dann noch unter Corona-Umständen: „Neue Regelungen, eine ständige Unsicherheit wegen möglicher Ansteckungen, keine Zuschauer, viele Nachholspiele – das zehrt schon an den Nerven. Aber gegen Wedel wollen wir definitiv ein anderes Gesicht zeigen und ein gutes Spiel abliefern.“

 

Das wird vermutlich auch nötig sein. Denn anders als im Hinspiel, als die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs bei verletzungsgeplagten Wedelern mit einem 91:88 n.V. ihren ersten Saisonsieg feierten, treten die Gäste diesmal aller Voraussicht nach in Bestbesetzung an. Also mit vielen genesenen Spielern, den Nachverpflichtungen Tucker Haymond (USA) und Maksim Gorbatchov (Slowenien) und möglicherweise auch mit den Towers-Doppellizenzlern Justus Hollatz und Jürgen Rich. Und sie kommen mit neuem Selbstbewusstsein nach einem 105:66-Kantersieg gegen die Iserlohn Kangaroos. „Das ist mir offen gesagt egal, ich kann es eh nicht beeinflussen. Wir schauen auf uns“, so ETV-Headcoach Gencay. 

 

Fehlen wird in jedem Fall der verletzte Ex-Wedeler Matej Jelovcic, der Einsatz von Topscorer Mubarak Salami ist gefährdet. Die Partie gegen den SC Rist ist die vorerst letzte in der Trainingshalle an der Hohen Weide, nachdem mit Schulbau Hamburg eine Einigung über die Kostenübernahme der defekten Korbanlage in der eigentlichen Spielstätte, der Sporthalle Wandsbek, erzielt werden konnte.

 

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70:111-Niederlage in Itzehoe – ETV-Basketballern misslingt Start ins neue Jahr gründlich

Hamburg, 2. Januar 2021 – Das frohe neue Jahr lässt für die Basketballer des Eimsbütteler TV noch ein bisschen auf sich warten. In der ersten Partie anno 2021 verloren die Hamburger am 12. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord bei den Itzehoe Eagles mit 70:111 (24:19; 12:30; 14:25; 20:37). Anders als vor einer Woche im Heimspiel an der Hohen Weide (79:90) konnten die Aufsteiger dem amtierenden Meister zum Rückrundenauftakt nur ein Viertel lang Paroli bieten und am Ende die höchste Saisonniederlage nicht verhindern.

Im ersten Spielabschnitt deuteten die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs noch an, was in ihnen steckt. Eine Phase, in der das Zusammenspiel so gut klappte wie selten: Der freie Mitspieler wurde gesucht und gefunden, der Wurf getroffen, um jeden Rebound gekämpft, mit einer Halbfeld-Zonenpresse Unruhe beim Gegner erzeugt. Umso unverständlicher, dass zu Beginn der zweiten Viertels der Faden komplett verloren ging. Ballverluste, Fehlwürfe und phlegmatische Verteidigung vor allem an der Dreipunktelinie mischten sich, sodass ein 19:2-Lauf der Eagles in gut vier Minuten jede noch so kleine Hoffnung auf eine Überraschung zunichte machte.

Wie so oft zuletzt rannte der ETV fortan einem zweistelligen Rückstand hinterher, der sich im weiteren Verlauf des Spiels kontinuierlich vergrößern sollte. 23 Turnover, ein Reboundverhältnis von 28:49 sowie schlechte Trefferquoten von der Dreier- (7/31; 23 Prozent) und der Freiwurflinie (17/26; 65 Prozent) waren nur einige Gründe für den misslungenen Jahresauftakt der ETV-Basketballer. Einen zusätzlichen faden Beigeschmack erhielt die Niederlage noch durch das Verhalten von Itzehoes Topscorer Niclas Sperber (22 Punkte), der am Ende noch einen Buzzerbeater-Dreier zum Endstand versenkte, anstatt wie unter Basketballern bei einem klaren Spielstand üblich fair die letzten Sekunden „herunterzudribbeln“.

Headcoach Sükran Gencay war nach der Pleite entsprechend bedient: „Mir fehlen ein bisschen die Worte. Es war unsere schlechteste Saisonleistung, die wir erst mal aufarbeiten müssen. Nach dem ersten Viertel haben wir in jeder Hinsicht den Faden verloren. Wir konnten in den vergangenen zwei Wochen aufgrund der Feiertage und dem Fehlen vieler Spieler nicht gut trainieren, aber das kann diese Leistung dennoch nicht entschuldigen.“ Viel Zeit zur Trauerarbeit bleibt indes nicht: Schon am nächsten Sonntag (10. Januar 2021, 16 Uhr) wartet mit dem Heimspiel gegen den SC Rist Wedel nicht nur ein Lokalderby auf die ETV-Korbjäger, sondern auch ein eminent wichtiges Spiel im Abstiegskampf. Aufgrund sich verzögernder Reparaturarbeiten an der Korbanlage in der Sporthalle Wandsbek wird auch diese Partie voraussichtlich in der Trainingshalle an der Hohen Weide ausgetragen.

ETV in Itzehoe: Salami (21 Punkte, 9 Rebounds, 4 Steals, 7 Turnover); Uzkuraitis (16 Punkte, 4 Rebounds, 4 Assists, 6 Turnover), Abaker (12 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists), Migunov (8 Punkte, 3 Steals, 4 Turnover), Eckmann (7 Punkte, 5 Rebounds), Hoppe (4 Punkte), Gust (2 Punkte), Paetsch (3 Assists), Ofori, Büürma

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74:93 gegen RheinStars Köln – wieder zu Hause nichts zu feiern für ETV-Basketballer

Hamburg, 29. Dezember 2020 –  Die Herren des Eimsbütteler TV müssen weiter auf ihren ersten Heimsieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord warten. Auch im sechsten Anlauf – erneut in der alten Spielstätte an der Hohen Weide – konnten die Liganeulinge kein Erfolgserlebnis feiern. In einer Nachholbegegnung vom dritten Spieltag unterlag das Team von Sükran Gencay, höchstrangige Herrentrainerin in Deutschland, den RheinStars Köln mit 74:93 (23:35; 17:18; 21:26; 13:14), was im Corona-bedingt schiefen Jahresabschlussklassement den elften und vorletzten Platz (2 Siege, sieben Niederlagen) bedeutet.

 

Großstädter, Aufsteiger, bekannt für attraktiven Basketball: Es sind durchaus einige Gemeinsamkeiten, die die Korbjäger des ETV Hamburg und der RheinStars Köln verbinden. Und sie sind beide von Corona geplagt. Sowohl die Nordlichter als auch die Westdeutschen wurden zu Saisonbeginn von der Pandemie heimgesucht und für drei Partien außer Gefecht gesetzt. So kam es erst mit einigen Wochen Verspätung zum ersten direkten Duell. Wo es schließlich aufhörte mit den Gemeinsamkeiten, denn es konnte nur einen Sieger geben. Und der hieß nach 40 effektiven Spielminuten verdientermaßen Köln (sechs Siege, drei Niederlagen).

 

Auch auf dem Spielfeld zeigten sich zunächst einige Ähnlichkeiten: Sowohl die Gastgeber als auch die Gäste mit Ex-Bundesligaprofi Johannes Strasser an der Seitenlinie versuchten ihr Glück mit einer aggressiven Zonenpresse und anschließender Ball-Raum-Verteidigung. Ein Rezept, das den Rheinländern im ersten Viertel deutlich besser bekam. Vincent Golson eröffnete den Korbreigen nach wenigen Sekunden mit einem easy Layup, dem viele weitere einfach Körbe folgen sollten. Zum einen als Resultat von Ballgewinnen, zum anderen durch gutes Ballmovement und einer ausgezeichneten Trefferquote. Nach zehn Minuten führten die ohne Ex-Nationalspieler und -Bachelor Andrej Mangold angetretenen Karnevalstädter bereits mit 35:23.

 

„Wir müssen physischer spielen“, ermahnte Gencay ihre Schützlinge zur Pause, was diese sich mit etwas Verspätung auch zu Herzen nahmen. Wie so oft zog ETV-Topscorer Mubarak Salami die meiste Aufmerksamkeit der gegnerischen Defense auf sich, was Marcel Hoppe Mitte des zweiten Durchgangs mit zwei Dreiern zum 33:41-Anschluss nutzte. Hinten jedoch fehlte es auf Seiten der Hamburger zwei Tage nach der 79:90-Niederlage gegen die Itzehoe Eagles an Abwehrkraft. Und so zogen die abgeklärter wirkenden ProB-Rückkehrer (Abstieg 2019) ihre Kreise in der Sporthalle Hohe Weide und bis zur Halbzeitunterbrechung auf 53:40 davon. Herausragend bis dahin RheinStars-Forward Tibor Taras, der von der Bank kommend in gut neun Minuten Einsatzzeit auf 22 Punkte kam und mit 7/9 aus dem Feld (2/3 Dreier) sowie 6/7 Freiwürfen hauptverantwortlich für die exzellente Kölner Wurfquote von 58 % war.

 

Nach der großen Pause hatte sich der Sturm ein wenig gelegt. Die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs wehrten sich weiter nach Kräften, allerdings sank die gute Dreierquote von 42 Prozent nach dem Seitenwechsel rapide. Anders der Trend bei Köln: Zweimal Jimenez und einmal Michel trafen aus dem Dreipunkteland und schraubten den Vorsprung der Gäste beim 66:46 erstmals auf 20 Zähler. Doch die Eimsbütteler gedachten wie immer nicht, sich in ihr Schicksal zu ergeben. Diverse Offensivrebounds bügelten Pech und Unkonzentriertheiten im Abschluss aus, beim Stand von 56:72 sah sich Kölns Headcoach Strasser noch mal zur Auszeit genötigt. Dummerweise für den ETV jedoch machte Allrounder Taras da weiter, wo er zur Halbzeit aufgehört hatte: beim Scoren. Sein Buzzerbeater von der Dreierlinie bedeutete eine 79:61-Führung für Köln nach drei Spielvierteln.

 

Auch der letzte Durchgang brachte nicht mehr viel Neues. Eine etwaige letzte Euphorie bei den Hamburgern unterdrückten die Karnevalisten humorlos mit konsequentem Ausnutzen leichter Fehler und anhaltend solider Trefferquote. Und sie hielten ETV-Leader Salami unter Kontrolle, der Shooting Guard kam diesmal „nur“ auf 19 Punkte. Ebenso viele Zähler sammelte Dreierspezialist Marcel Hoppe. Überzeugen konnten diesmal offensiv auch Kapitän Leo Eckmann (13 Punkte) und Fabian Paetsch (9 Punkte, 3 Dreier), während bei den RheinStars neben Taras wie gewohnt „Twotwo“ Golson mit 9 Punkten und 9 Assists ordentlich ablieferte.  Für die Kölner geht es keine 24 Stunden später in einem weiteren Nachholspiel bei den Itzehoe Eagles erneut auf Punktejagd, wo die Eimsbütteler einen Tag nach Neujahr zum Start in die Rückrunde aufkreuzen.

 

Kommentar ETV-Trainerin Sükran Gencay: „Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Heute war einfach nicht mehr drin, zwei Tage nach der Niederlage gegen Itzehoe. Man hat deutlich gemerkt, dass Köln die frischeren Beine hatte. Wir konnten uns nicht richtig vorbereiten auf die Rheinstars, wie sollen wir das machen in zwei Tagen? Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung.“

 

Kommentar RheinStars-Coach Johannes Strasser: „Ich bin nicht wirklich zufrieden, wir haben viele Fehler gemacht. Die Jungs können das besser. Für uns lief es zuletzt nicht so rund gegen Münster und gegen Düsseldorf. Es ist wegen der Corona-Pause zu Saisonbeginn derzeit ein wirklich hartes Programm für uns, aber wir müssen es nehmen, wie es kommt.“

 

ETV gegen Köln: Salami (19 Punkte, 6 Assists), Hoppe (19 Punkte), Eckmann (13 Punkte, 9 Rebounds, 3 Assists), Paetsch (9 Punkte, 3 Rebounds), Abaker (3 Punkte, 3 Assists), Tittel (3 Punkte), Uzkuraitis (2 Punkte, 4 Rebounds), Migunov, Ofori (je 2 Punkte, 2 Rebounds), Lungongo (2 Punkte), Gust, Jelovcic

 

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79:90 gegen die Itzehoe Eagles – ETV-Basketballer bieten dem Meister Paroli

Hamburg, 27. Dezember 2020 –  Stille Nacht, das war einmal für die Basketballer des Eimsbütteler TV. Gleich dreimal in sieben Tagen müssen die Aufsteiger in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB nach dem Weihnachtsfest ran, darunter zweimal gegen denselben Gegner: die Itzehoe Eagles. Im Hinspiel gab es am Tag des offiziellen Corona-Impfstarts in Deutschland zwar keinen Sieg gegen den amtierenden Meister, aber mit einem 79:90 (27:22; 19:23; 14:20; 19:15) zumindest einen weiteren Hoffnungsschimmer. Auch diese Partie fand in der ETV-Trainingshalle an der Hohen Weide statt, in die die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs bereits vor Weihnachten gegen die WWU Baskets Münster nach dem Bruch der Korbanlage in der Sporthalle Wandsbek spontan ausgewichen waren.

 

Beide Mannschaften gingen mit der gewohnten Starting Five ins Spiel: Beim ETV schickte Cheftrainerin Sükran Gencay (34) Abdulai Abaker, Mubarak Salami, Vidmantas Uzukuraitis, Leonard Eckmann und Vladimir Migunov aufs Feld, die Eagles begannen mit Achmadschah Zazai, Flavio Stückemann, Marko Boksic, Chris Hooper und Yasin Kolo. Den eindeutig besseren Start erwischte überraschend der Außenseiter, der mit einem Eckmann-Dreier und einer 15:6-Führung eröffnete. Sieben der 15 Zähler für die Gastgeber gingen dabei aufs Konto von Liga-Topscorer Mubarak, den die „Adler“ über weite Strecken der Partie nicht zu greifen bekamen. Dann folgte ein kurzer Schreck für den ETV, als der dynamische Guard beim Stand von 24:17 mit einem Gegenspieler zusammenprallte und verletzt raus musste. Glücklicherweise erwies sich die zügig gestellte Selbstdiagnose („Die Nase ist gebrochen.“) als falsch oder zumindest nebensächlich –  mit Mubarak auf dem Court erwarfen sich die Gastgeber einen 27:22-Pausenvorsprung.

 

Und Itzehoe? Die Mannschaft von Headcoach Pat Elzie fand nur schwer ins Spiel, auch Power Forward Chris Hooper (5 Punkte im ersten Viertel, am Ende 23 bei 3/4 Dreiern) richtete anfangs kaum spürbaren Schaden beim Gegner an. So reichte denn das Hoch an der Hohen Weide für den ETV bis Ende des zweiten Viertels, auch weil das Team mit den ligaweit wenigsten Assists vorne wie hinten phasenweise sehr gut harmonierte. Mitte des zweiten Durchgangs ließ sich Trainerfuchs Elzie zwar etwas einfallen und stellte auf 3-2-Zone um, was den Spielfluss der Eimsbütteler zumindest hemmte. Dennoch: Die körperlich unterlegenen Gastgeber, bei denen Neuzugang Matej Jelovcic (zuletzt SC Rist Wedel) sein Debüt feierte, hielten nicht nur unter dem Korb unermüdlich dagegen, sondern die Partie insgesamt weiter offen. Auch dank des erneut überzeugenden Point Guards Abaker und trotz eines Buzzer-Beater-Dreiers mit Brett von Itzehoes Johannes Konradt gingen sie mit einer hauchdünnen 46:45-Führung in die Kabine.

 

Den dritten Durchgang begannen die Hamburger mit einer Zonenverteidigung, guter Reboundarbeit, aber wenig Treffsicherheit. Ein Manko, das sich am Ende (7/31 Dreier; 23 Prozent) als spielentscheidend erweisen sollte. Anders die Eagles: Zwei Treffer von „Beyond the Arc“ von Hooper und Stückemann brachten die Schleswig-Holsteiner 51:46 in Front. Es sollte die Wende im Spiel sein, obgleich „Mubi“, „Abu“, „Leo“ und Co in der Defense gut  rotierten und immer wieder ihre Finger bei Pässen der Itzehoer im Spiel hatten. Von einer klaren Angelegenheit, auf die unter anderem zwei hohe ETV-Niederlagen gegen die Eagles in der Vorbereitung hinwiesen, war allerdings nichts zu sehen. Im Gegenteil: Ein Salami-Treffer von  Downtown zum 59:58 wendete noch mal kurzzeitig das Blatt, ehe der Favorit doch mit einem 65:60-Vorsprung in die letzte Pause ging. Bemerkenswert auf Seiten der Eagles: Aufbauspieler Zazai, einst Publikumsliebling beim jetzigen Erstligisten Hamburg Towers, blieb an diesem Tag nahezu unsichtbar (0 Punkte, 4 Assists).

 

Anders als Yasin Kolo, der bis dato unter anderem mit zwei Dunks (einer als Putback) auffälligster Gästespieler war. Umso ärgerlicher für die Elzie-Truppe, dass der Eagles-Center gleich zu Beginn des letzten Viertels mit dem zweiten unsportlichen Foul vom Feld musste. Ebenfalls relativ unscheinbar agierte bis dahin auch Team-Leader Boksic, der dann aber mit fünf seiner insgesamt elf Punkte die Weichen auf Sieg für den Meister stellte. Zwar kämpften die Hamburger bis zum Ende um jeden Rebound und jeden freien Ball, doch reichten die individuelle Klasse und die ProB-Routine der „Adler“ zum letztendlich verdienten Erfolg.

 

Der Eimsbütteler TV liegt mit nunmehr 2:6 Siegen weiter auf dem elften und vorletzten Rang der Tabelle. Viel Zeit zum Ausruhen gibt es wie erwähnt nicht: Schon am Dienstag, den 29. Dezember 2020 um 20 Uhr kommt der Mitaufsteiger und Tabellensechste RheinStars Köln zum Nachholspiel an die Hohe Weide. Und zum Einstieg ins neue Jahr geht es am 2. Januar 2021 ein paar Kilometer nördlich zum Rückspiel nach Itzehoe.

 

Kommentar ETV-Headcoach Sükran Gencay: „Ich bin trotz des recht knappen Ergebnisses gegen den Meister nicht wirklich zufrieden. Man kann gegen Itzehoe verlieren, keine Frage, aber wir haben die Woche auch wegen der Feiertage nicht so gut trainiert. Vielleicht wäre sonst mehr drin gewesen. Es waren gute Phasen dabei, aber wir haben zu schlecht getroffen. Wir mussten gegen die Eagles aggressiv spielen, was wir auch ganz gut gemacht haben. Aber wir haben zu wenig Profit daraus geschlagen und uns vielleicht zu sehr mit unseren Fehlern beschäftigt.“

 

Kommentar Eagles-Cheftrainer Patrick Elzie: „Wir haben uns anfangs schwer getan. Der ETV ist eine gute, unorthodox spielende Mannschaft. Man hat in Iserlohn gesehen, was passiert, wenn sie ins Laufen kommen. Souverän war das nicht von uns, aber wir haben am Ende verdient gewonnen. Ich denke, dass noch viele Mannschaften gegen den ETV verlieren werden.“

 

ETV gegen Itzehoe: Salami (31 Punkte/5 Rebounds), Eckmann (13 Punkte, 7 Rebounds), Uzkuraitis (10 Punkte/7 Rebounds), Abaker (10 Punkte/6 Rebounds, 4 Assists), Hoppe (7 Punkte), Paetsch, Migunor (je 3 Punkte), Jelovcic (2 Punkte), Lungongo, Büürma, Tittel

 

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84:78-Sieg bei den Iserlohn Kangoroos – ETV-Basketballer beschenken sich zu Weihnachten

Hamburg, 20. Dezember 2020 – Mit dem Geschenkebesorgen ist das im Corona-Lockdown ja so eine Sache. Die Basketballer des Eimsbütteler TV machten sich kurz vor Weihnachten einfach selbst das schönste Präsent: Sie holten am 10. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord mit einem 84:78 (49:43) bei den Iserlohn Kangaroos ihren zweiten Saisonsieg (bei fünf Niederlagen und drei Nachholspielen) und sich damit ein gutes Gefühl für die Feiertage in die heimische Stube. Zu verdanken haben sie dies vor allem Heimkehrer Mubarak Salami (kam aus Stahnsdorf zurück zum ETV), der mit 41 Punkten sowie zehn Rebounds (Double Double) eine überragende Vorstellung zeigte.

 

„Wir haben uns für eine sehr gute Trainingswoche selbst belohnt. Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft“, sagte Cheftrainerin Sükran Gencay (34) nach der Partie. Die Basis legten ihre Schützlinge mit einer aggressiven und flexiblen Defensivmischung aus Mann-Mann- und Zonenverteidigung – 21 Turnover bei Iserlohn (acht beim ETV) sprechen eine deutliche Sprache. Es war (fast) ein Start-Ziel-Sieg der Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs, die Gastgeber aus dem Sauerland lagen beim Stand von 57:56 nach rund 25 Spielminuten nur ein einziges Mal in Front. Allerdings war auch die Führung des ETV selten komfortabel, sie lag die meiste Zeit im mittleren bis niedrigen einstelligen Bereich. Als 46 Sekunden vor dem Ende die Kangoroos beim Stand von 77:79 noch einmal  bedrohlich nahe kamen, sicherten „Mubi“ Salami sowie der ebenfalls überzeugende Point Guard Abdulai Abaker (15 Punkte, 4 Assists) an der Freiwurflinie nervenstark den Erfolg.

 

Viel Zeit zum Feiern – außer ein paar freien Tagen über Weihnachten – haben die Aufsteiger indes nicht: Bereits am Sonntag, den 27. Dezember 2020 (16 Uhr) folgt das Nordderby gegen Vorjahresmeister Itzehoe Eagles, zwei Tage später (Di., 29. Dezember 2020, 20 Uhr) die Nachholpartie vom dritten Spieltag gegen den überraschend starken Mitaufsteiger RheinStars Köln. Beide Spiele werden voraussichtlich in der Vorjahres-„Aufstiegshalle“ an der Hohen Weide ausgetragen. Nach dem Bruch der Korbanlage in der Sporthalle Wandsbek vor dem Heimspiel gegen Münster – die Begegnung (72:105) war spontan ebenfalls in die kleinere Trainingshalle in Eimsbüttel verlegt worden – ist ein Ersatz zwar montiert, doch steht die technische Abnahme noch aus.

 

Kommentar ETV-Headcoach Sükran Gencay zum Spiel: „Dieser Sieg war wirklich sehr wichtig für uns. Wir wollten die Großen von Iserlohn möglichst wenig unterm Korb scoren lassen, das ist uns über weite Strecken auch gut gelungen. Ich habe unter der Woche schon im Training gemerkt, dass die Jungs als Team einen Schritt nach vorne gemacht haben. Mubi war heute natürlich überragend. Aber ich kenne ihn ja schon lange und weiß, dass er solche Spiele immer drin hat.“

 

ETV in Iserlohn: Salami (41 Punkte, 7/16 Dreier, 10 Rebounds, 3 Assists, 4 Steals), Abaker (15 Pkt., 4 Ass.), Uzkuraitis (13 Pkt.), Hoppe (8 Pkt., 3 Reb.), Paetsch (3 Pkt.), Eckmann (2 Pkt., 5 Reb.), Migunov (2 Pkt., 7 Reb., 3 Ass.), Gust, Hübner, Ofori, Büürma

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ETV-Basketballer auf Punktejagd bei den Iserlohn Kangaroos

Hamburg, 17. Dezember 2020 – Erfahrungen sammeln, an sich arbeiten, hartnäckig bleiben: So könnte man den Lernprozess des Eimsbütteler TV in seiner ersten Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB beschreiben. Dann, so die Rechnung, werden sich auch die nötigen Siege einstellen, die man zum angestrebten Klassenerhalt braucht. Am Samstag, den 17. Dezember 2020 um 19.30 Uhr gehen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs letztmalig vor Weihnachten auf Punktejagd – und zwar bei den überraschend starken Iserlohn Kangaroos (live auf dem Kangaroos-Kanal bei Youtube). Die „Beuteltiere“ vom ehemalige Wedeler Chefcoach Stephan Völkel rangieren nach zuletzt drei Erfolgen aus vier Spielen (4:4 Siege) auf Tabellenplatz 4, während der ETV nach allerdings coronabedingt nur sechs absolvierten Partien derzeit das Tabellenende ziert (1:5).

 

„Wir haben gut trainiert und fahren voller Hoffnung nach Iserlohn. Alle haben den Schock mit dem zerbrochen Korb gut verdaut“, sagt ETV-Headcoach Sükran Gencay halb im Ernst, halb mit einem Schmunzeln. Zur Erinnerung: Am vergangenen Wochenende war beim Heimspiel gegen die WWU Baskets Münster beim Aufwärmen in der Sporthalle Wandsbek eine Korbanlage zu Bruch gegangen, woraufhin man spontan in die Trainingshalle an der Hohen Weide umzog und dort beim 72:105 weiteres Lehrgeld zahlen musste.

 

Ob Neuzugang Matej Jelovcic (der Shooting Guard war zuletzt beim Lokalriven SC Rist Wedel unter Vertrag) am Wochenende mitwirken kann, ist noch unklar. Zwar ist der gebürtige Kroate spielberechtigt, derzeit jedoch krank. Der 22-Jährige stammt aus der Jugend von KK Zagreb und kam 2016 nach Ludwigsburg, wo er als Leistungsträger der NBBL-Mannschaft auch mit dem Bundesligakader trainierte. Im Laufe der Saison 2017/18 verließ er Ludwigsburg in Richtung Karlsruhe und kam dort in der 1. Regionalliga auf rund 15 Punkte pro Spiel. In der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA war er ein Jahr für Baunach aktiv, ehe er nach Wedel wechselte. Cheftrainerin Gencay sieht im 1,85 m großen Aufbauspieler „einen guten Verteidiger, der die Bälle gut verteilen und das Spiel schnell machen kann“.

 

59:81 – ETV-Basketballer im Nachholspiel gegen Vizemeister Schwelm ohne Chance

Hamburg, 2. Dezember 2020 –  Erst der Tabellenführer, dann der Vizemeister: Die Herren des Eimsbütteler TV haben es innerhalb von vier Tagen gleich mit zwei Schwergewichten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord zu tun bekommen. Wie schon beim 80:101 am Wochenende gegen den VfL Bochum wurden dem Aufsteiger auch am Dienstagabend beim 59:81 gegen die EN Baskets Schwelm (Nordrhein-Westfalen) trotz guter Anfangsphase seine derzeitigen Grenzen aufgezeigt. Die Partie war eine Nachholbegegnung des 2. Spieltages, zwei ETV-Akteure waren zu Beginn der Saison positiv auf Corona getestet worden. Mit nunmehr 1:4 Siegen bleiben die Hamburger vor dem nicht minder schweren Auswärtsspiel am kommenden Wochenende bei den ART Giants Düsseldorf (Samstag, 5. Dezember 2020, 19 Uhr) Tabellenletzter.

 

Die Anfangsphase des Spiels gegen Schwelm in der erneut zuschauerfreien Sporthalle Wandsbek gehörte eindeutig dem Außenseiter. Die Hanseaten zeigten sich in der Defense deutlich besser organisiert als zuletzt, vorne bewies Routinier Vidmantas Uzkuraitis (35) mit zwei Layups und einem Dreier seine nach wie vor unbestrittene Klasse. Das Angriffsspiel der Baskets wirkte dagegen zerfahren, beim Stand von 13:6 für den ETV nahm Cheftrainer Falk Möller seine erste Auszeit. Und nicht nur das: Kurz darauf brachte er mit Daniel Mayr (2,18) und Kapitän Nikita Khartchenkov zwei bewährte Stammkräfte aufs Feld, wenig später bekam auch der lange verletzte Marco Hollersbacher erste Minuten. Und es half: Vor allem dank Mayr (2,18 m) wurde die Schwelmer Dominanz an den Brettern hinten wie vorne größer, der Vorsprung der Hamburger schmolz bis zur Viertelpause auf 18:14.

 

Die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs verzweifelten in der Folgezeit weiter an der flexiblen Schwelmer Zonenverteidigung, vor allem Liga-Topscorer Mubarak Salami kam selten zu seinen gefürchteten Drives. Sie leisteten sich einen Ballverlust nach dem anderen und wurden erst nach fast fünf Minuten Nettospielzeit durch einen erfolgreichen Threeball von Uzkuraitis erlöst. Hinten bekamen sie indes „Funkturm“ Mayr nicht in den Griff, ETV-Center Vladimir Migunov kassierte Mitte des zweiten Durchgangs sein drittes Foul. Kurz darauf brachte Khartchenkov mit zwei verwandelten Freiwürfen die Blauen erstmals in Führung (25:23), die in der Folgezeit noch wachsen sollte. Dem Schwelmer Spiel drückte in dieser Phase längst Montrael Scott (8 Punkte, 6 Rebounds, 2 Assists zur Pause) seinen Stempel auf, während der ETV weiter vergeblich sein Heil von außen suchte – vergeblich (18 % von Downtown). Zur Halbzeitpause lag der Favorit zweistellig vorne (38:28).

 

Doch die Gastgeber, das war zu spüren, hatte sich was vorgenommen nach dem Seitenwechsel: mehr Geduld, weniger Hast – und eine Zonenpresse, die für mehr Druck sorgen sollte. Doch die Probleme unter dem Korb blieben. Backup-Center Mayika Lungongo verabschiedete sich mit seinem dritten Foul auch zügig auf die Bank, so kam der Ex-Wedeler Thomas Trautwein zu seinem Saisondebüt. Doch so sehr sich der Außenseiter auch bemühte: Die Treffsicherheit fehlte, die Fehler blieben und das Spiel ging nach und nach dahin. Die Schwelmer ihrerseits bewiesen spätestens jetzt ihre individuelle Klasse und spielerische Harmonie, beim Stand von 37:61 zur letzten Viertelpause war das Spiel so gut wie entschieden.

 

Der letzte Spielabschnitt geriet dann weitestgehend zum berühmten Schaulaufen. Bei den EN Baskets durfte die zweite Garde reichlich Spielpraxis sammeln, beim ETV Uzkuraitis noch mal Punkte, unter anderem nach tollen Alleyhoop-Anspiel Salamis von der Mittellinie. Und auch Salami selbst tat noch was für seine persönliche Statistik, am Ende wurde er mit  22 Punkten Topscorer. Und Schwelm? Da durfte quasi jeder mal. Mit Scott (16 Punkte), Anell Alexis (11), Mayr und Khartchenkow (je 10) trafen beim letztendlich ungefährdeten 81:59-Sieg gleich vier Spieler zweistellig, mit Hollersbacher und Felix Meyer-Tonndorf (je 9) waren zwei weitere dicht davor.

 

Kommentar ETV-Headcoach Sükran Gencay: „Das war das erste Spiel, in das wir gut gestartet sind. Das war auch unser Plan. Aber insgesamt war das schwach von uns. Wir haben die Großen von Schwelm nicht in den Griff gekriegt, dadurch hatten die Baskets zu viele zweite Chancen. Wenn man gegen so eine Mannschaft erst mal mit zehn, fünfzehn Punkten hinten liegst, wird es unglaublich schwer. Aber es nützt nichts, wir müssen einfach weitermachen und an uns arbeiten. Immerhin haben wir das vierte Viertel gewonnen und gehen so mit einem einigermaßen guten Gefühl aus dem Spiel.“

 

ETV gegen Schwelm: Salami (22 Punkte/9 Rebounds/5 Assists), Uzkuraitis (20 Punkte/4 Rebounds), Abaker (8 Punkte/5 Rebounds), Eckmann (4 Punkte/6 Rebounds/1 Assist), Hoppe (3 Punkte/2 Rebounds), Lungongo (2 Punkte/1 Rebound), Gust (4 Rebounds), Paetsch (2 Rebounds/2 Assists), Ofori (2 Rebounds), Migunov (2 Assists),  Büürma (1 Rebound/1 Assist), Trautwein

 

ETV-Basketballer schlagen sich achtbar gegen Tabellenführer Bochum

Hamburg, 29. November 2020 –  Die Herren des Eimsbütteler TV haben den Favoriten-Check am siebten Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord bestanden, auch wenn für sie am Ende nichts Zählbares heraussprang. Die Aufsteiger unterlagen vor Corona-bedingt erneut leeren Zuschauerrängen in der Sporthalle Wandsbek dem Tabellenführer VfL SparkassenStars Bochum mit 80:101 (10:26; 26:17; 23:30; 21:28) und waren dabei die gesamte Spielzeit zumindest kämpferisch ebenbürtig. Eine lange Verschnaufpause gibt es für die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs (jetzt 1 Sieg/3 Niederlagen) nicht: Schon am Dienstag, den 1. Dezember 2020 um 20.30 Uhr wartet an gleicher Stelle im Nachholspiel des zweiten Spieltages mit den EN Baskets Schwelm ein weiteres Liga-Schwergewicht.

 

Mit der gewohnten Starting Five, angeführt vom derzeitigen Liga-Topscorer Mubarak Salami (vor dem Spiel 28 Punkte im Schnitt), dazu Guard Abdulai Abaker, Routinier Vidmantas Uzkuraitis, Kapitän Leo Eckmann und Center Vladimir Migunov begannen die Hamburger das Spiel. Bei den Bochumern stand mit dem Ex-Tower Lars Kamp ein Spieler mit Hamburger Vergangenheit in der Anfangsformation. Die ersten Akzente auf Seiten der Gäste setzte jedoch Center Johannes Joos mit sechs Punkten in der Anfangsphase. Als dann Bochums Führungskraft Niklas Geske mit fünf Punkten in Folge, darunter ein And-one, den Vorsprung erstmals zweistellig werden ließ (5:15), sah sich ETV-Headcoach Sükran Gencay zur ersten Auszeit gezwungen. In der Defense, das war früh zu merken, galt die Konzentration des VfL vor allem Salami. Mit Erfolg, wie vier Turnover des 24-Jährigen in den ersten sieben Minuten zeigten. Und der ETV? Fand vorne keinen Rhythmus, und auch die schon oft bewährte Zonenverteidigung griff zu selten – 10:26 zur ersten kleinen Pause.

 

Das zweite Viertel startete mit einem And-one von ETV-Heimkehrer Abaker – ein Hoffnungsschimmer? Bei den Bochumern war der Faden im Angriff komplett gerissen. Und als Salami per „Abstauber“-Layup zu seinen ersten Punkten kam, hatte auch Gästecoach Felix Banobre (auch er ist als früherer Wedel-Trainer im Raum Hamburg wohlbekannt) genug – die folgende Auszeit wurde ein wenig lauter. Zunächst verhallten seine Worte offenbar ungehört, Abaker verkürzte auf -9 (17:26). Auf der Gegenseite ging dann jedoch Elijah Allen seiner Lieblingsbeschäftigung nach: punkten. Vor allem dank des Power Forwards fanden die Westdeutschen wieder in die Spur, während sich ETV-Leader Salami nach wie vor jeden Korb hart erarbeiten musste. Das tat er – und wie! Auch dank sieben Zählern seinerseits schien beim Stand von 34:39 plötzlich wieder alles offen. Mit dem Stand von 36:43 aus Sicht der Hamburger ging es in die große Pause.

 

Ein Kamp-Dreier aus der Ecke eröffnete die zweite Halbzeit. Während die Aufstiegsfavoriten mit Konsequenz, Cleverness und manchmal auch etwas Glück finishten, fehlten eben jene Attribute im Angriff der Aufsteiger oftmals. Doch die kämpferische Einstellung bei den ETV-Korbjägern stimmte erneut zu hundert Prozent an beiden Enden des Feldes. Allerdings setzte sich dann doch die individuelle Klasse der Sparkassenstars mehr und mehr durch, ein Dreier von Gabriel Jung zum 63:44 erzwang das nächste Timeout der Gastgeber. Auch Geske war längst wieder aufgetaucht, ein Block gegen Marcel Hoppe plus Dunking beim folgenden Fastbreak war ein echtes Statement und beim Stand von 67:46 für den VfL die Vorentscheidung. Oder? Nicht für Hoppe und Abaker: Sie legten 13 Punkte in kurzer Zeit auf und gaben noch mal ein Signal: niemals aufgeben! Das spürte auch VfL-Coach Banobre und wurde in der letzten Unterbrechung beim Stand von 59:73 noch mal laut. Sehr laut!

 

Das war wohl auch nötig. Vor allem Hoppe (aus der Distanz) und Abaker (mit Zug zum Korb) trafen und trafen, das gesamte ETV-Team stemmte sich weiter mit aller Macht gegen die Niederlage. Doch alle Anstrengungen sollten nicht reichen. Vor allem der überragende VfL-Center Joos (28 Punkte insgesamt) übernahm noch mal, blockte hinten und traf vorne mit Zuverlässigkeit. Fünf Minuten vor dem Ende durften sich die Bochumer dann auch noch über das Comeback von Marius Behr nach wochenlanger Verletzungspause freuen – genauso wie am Ende über den insgesamt ungefährdeten 101:80-Sieg.

 

Kommentar Sükran Gencay: „Wir hatten viele Hochs und Tiefs. Aber ich bin insgesamt zufrieden, auch wenn die Niederlage am Ende in der Höhe etwas unverdient war. Bochum ist eine Topmannschaft, auf allen Positionen, sie haben kaum Schwächen im Spiel. Und wir haben zwischenzeitlich gezeigt, dass wir da mithalten können. Phasenweise haben wir auch gut zusammengespielt, da gab es echte Fortschritte, darauf müssen wir aufbauen. Langsam steigt unser Energielevel wieder nach der Coronapause, ich habe das Gefühl, dass wir wieder etwas intensiver spielen können. Wir haben jetzt ein hartes Programm vor uns. Schwelm schätze ich auch stark ein, aber vielleicht nicht ganz so stark wie Bochum.“

 

Kommentar Felix Banobre: „Ich bin insgesamt zufrieden mit dem Sieg. Wir waren gewarnt vor dem ETV. Wenn man sie ins Spiel kommen lässt, killen sie einen. Wir sind zwischendurch gestrauchelt, haben aber immer wieder zurück in die Spur gefunden. Es war schön, mal wieder in Hamburg gewesen zu sein. Ein paar Jungs wie Vidmantas, Leo, Abdulai und Marcel kenne ich noch aus meiner Zeit aus Wedel. Es ist schön, dass es in Hamburg jetzt neben dem SC Rist noch ein weiteres ProB-Team gibt. Ich wünsche dem Projekt alles Gute.“

 

ETV gegen Bochum: Abaker (25 Punkte/5 Rebounds/7 Assists), Salami (18 Punkte/6 Rebounds/3 Assists), Hoppe (12Punkte), Uzkuraitis (11 Punkte/5 Rebounds), Migunov (5 Punkte/4 Rebounds), Eckmann (5 Punkte/3 Rebounds), Ofori (2 Punkte/2 Rebounds), Büürma (2 Punkte), Paetsch (2 Rebounds), Gust (1 Rebound), Tittel, Lungongo

 

74:75-Niederlage in Bernau – ETV-Basketballer hadern mit Schiedsrichterentscheidung

Hamburg, 22. November 2020 – Mit einer unglücklichen 74:75 (23:25, 45:44, 60:65)-Niederlage im Gepäck ist der Eimsbütteler TV von seinem ersten „echten“ Auswärtsspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord der Herren bei Lok Bernau zurückgekehrt. Nach einer umstrittenen Entscheidung des Schiedsrichtergespanns 3,3 Sekunden vor dem Spiel beim Stand von 74:73 für den ETV blieben die Gastgeber aus der Nähe von Berlin in Ballbesitz – den sie zwei Sekunden später prompt zum siegbringenden Korb nutzten.

ETV-Trainerin Sükran Gencay haderte nach einer schlaflosen Nacht entsprechend mit den Unparteiischen, die sich in der undurchsichtigen Situation zunächst uneinig waren:  „Ich kann mich in meiner Basketballkarriere nicht an einen so spielentscheidenden Pfiff erinnern. Da war kein Kontakt, nichts“, beschrieb die 34-Jährige die Reboundszene, in der ihr Guard Abdulai Abaker vom ersten Unparteiischen ein Foul attestiert bekam. Dessen Kollege hatte im gleichen Moment ein Vergehen eines Lok-Spielers am erneut überragenden ETV-Rückkehrer Mubarak Salami (30 Punkte) gesehen.

Zuvor hatten die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs als Aufsteiger dem Favoriten einen Kampf auf Augenhöhe geliefert, sich gegenüber der 78:94-Heimniederlage vor Wochenfrist gegen die TKS 49ers aus Stahnsdorf deutlich gesteigert. Mehrfach wechselte in einem fairen Spiel die Führung – leider aus Sicht der Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs eine Sekunde vor der Schlusssirene das letzte Mal. „Heute ärgere ich mich noch über den Pfiff, morgen werde ich die Jungs wahrscheinlich für ihr gutes Spiel loben. Sie hatten sich wirklich viel vorgenommen, die Aggressivität hat gestimmt. Glückwunsch an Bernau, die sind wirklich alle gut ausgebildet und trotz ihres jungen Alters schon sehr erfahren“, resümierte Headcoach Gencay.

Als nächstes warten nur zwei Heimspiele auf die ETV-Basketballer. Am Samstag, den 28. November 2020 um 19.30 Uhr kommt Liga-Topfavorit VfL SparkassenStars Bochum mit den Ex-Towers-Profis Lars Kamp und Marius Behr sowie dem früheren Wedeler Coach Felix Banobre in die Sporthalle Wandsbek. Drei Tage später, 1. Dezember um 20.30 Uhr, folgt das Nachholspiel gegen die ebenfalls hoch eingeschätzten EN Baskets Schwelm.

ETV in Bernau: Salami (30 Punkte/6 Rebounds/3 Assists), Uzkuraitis (14 Punkte/6 Rebounds), Abaker (11 Punkte/4 Rebounds/6 Assists), Lungongo (7 Punkt/5 Rebounds), Hoppe (5 Punkte/5 Rebounds), Paetsch (3 Punkte/1 Rebound), Migunov (2 Punkte/1 Rebound/1 Assist), Gust (2 Punkte/1 Rebound), Eckmann (10 Rebounds), Ofori (1 Rebound/1 Assist), Tittel, Büürma

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ETV-Basketballer reisen zum Meister-Nachwuchs

Hamburg, 18. November 2020 – Auf ihre erste große Reise nach ihrem Aufstieg gehen die Herren des Eimsbütteler TV am 6. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Geschätzt drei Stunden Fahrtzeit müssen die Schützlinge von Headcoach Sükran Gencay wohl an diesem Wochenende einplanen für die knapp 300 Kilometer bis nach Bernau, eine 40.000 Einwohner zählende Stadt nordöstlich von Berlin. Nachdem der Saisonstart in Sandersdorf der Corona-Quarantäne zum Opfer gefallen war und der Sieg in Wedel (91:88 n.V.) quasi vor der Haustür gefeiert wurde, findet am Samstag, den 21. November, um 19 Uhr beim Tabellensiebten Lok Bernau  das erste „richtige Auswärtsspiel“ des ETV (Platz zehn) statt.

 

Dabei wollen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs sich ein wenig rehabilitieren für den durchwachsenen Auftritt vor Wochenfrist im ersten Heimspiel gegen die TKS 49ers aus Stahnsdorf (78:94). Gencay, die höchstklassige Herrentrainerin im deutschen Basketball, hatte in der Sporthalle Wandsbek noch Abstimmungsprobleme und eine lange Zeit fahrige Defense beklagt. Keine große Überraschung nach dem 14-tägigen Hausarrest wegen zweier Coronafälle im Team und dem daraus resultierenden Mangel an Spiel- und Trainingspraxis. „Aber es war nicht alles schlecht gegen Stahnsdorf. Wir müssen einfach geduldig sein“, erklärte die 34-Jährige.

 

Lok Bernau ist das sogenannte Farmteam des amtierenden Deutschen Meisters ALBA Berlin und mit einem Durchschnittsalter von 21,8 Jahren wie so oft eine der jüngsten Mannschaften der Liga. Mit Guard Malte Delow (19) und Forward Lorenz Brenneke (20) sammelten die beiden talentiertesten unter vielen talentierten Spielern schon Erstligaerfahrung im Team von ALBA-Trainerlegende Aito Garcia Reneses (73). Außerdem taucht mit Elias Rödl (18), Sohn von Basketball-Bundestrainer Henrik Rödl, ein illustrer Name im Roster der Brandenburger auf. Von den bisherigen fünf Saisonspielen gewann das Team von Headcoach René Schilling zwei, allerdings bespielten die Berliner Vorstädter auch bereits die drei Aufstiegsmitfavoriten Schwelm (70:78), Münster (68:67) und Itzehoe (78:74) sowie Tabellenführer Düsseldorf (74:76). Die Partie Lok Bernau gegen den ETV Hamburg gibt es am Samstag live in einem kostenlosen Stream auf Sportdeutschland.tv(https://sportdeutschland.tv/basketball/prob-nord-lok-bernau-etv-hamburg).

 

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Tag der offenen Tür trotz Corona-Beschränkungen: ETV-Basketballer verlieren Zweitliga-Heimpremiere

Hamburg, 15. November 2020 – Den Basketballern des Eimsbütteler TV ist der große Wurf bei ihrer Heimpremiere nach dem Zweitligaaufstieg nicht gelungen. Eine Woche nach dem 91:88-Sieg nach Verlängerung beim SC Rist Wedel verloren sie bei ihrem ersten Auftritt auf Hamburger Boden in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord mit 78:94 (19:27, 38:54, 60:77) gegen die TKS 49ers aus Stahnsdorf (Brandenburg) und zeigten sich dabei nur bedingt abwehrbereit. Obwohl wegen der herrschenden Corona-Beschränkungen die Eingänge der Sporthalle Wandsbek für Zuschauer geschlossen blieben, schienen die Eimsbütteler unter ihrem eigenen Korb zeitweise einen Tag der offenen Tür zu veranstalten.

 

Bereits nach wenigen Sekunden setzte der Litauer Karolis Babkauskas mit einem verwandelten Dreipunktewurf aus der Ecke den Ton des ersten Viertels. Denn es sollte nicht der einzige Treffer der Gäste von Downtown bleiben. Zwar antwortete sein Landsmann Vidmantas Uzkuraitis auf Seiten der Hamburger postwendend mit einem Treffer von beyond the arc, doch Babkauskas legte von gleicher Stelle wieder vor. Es folgten an der Freiwurflinie die ersten beiden Punkte von ETV-Neuzugang Mubarak Salami, der vergangenen Saison noch für die 49ers auf Korbjagd gegangen war. Der 24-Jährige war nach seinem dominanten Auftritt in Wedel erneut bester Spieler des Aufsteigers, konnte aber am Ende die Niederlage ebenfalls nicht verhindern. Als nach knapp fünfeinhalb Minuten bereits der fünfte Distanzschuss im Korb der Eimsbütteler einschlug, sah sich Headcoach Sükran Gencay (34) zur ersten Auszeit gezwungen. Die fruchtete offenbar. Uzkuraitis per Dreier und der zweite wichtige ETV-Neuzugang, Abdulai Abaker, per Steal und Layup verkürzten den Rückstand auf 19:22. Mit einem 19:27 ging es schließlich in die erste kleine Pause – dabei hatte sich der ETV drei Viertel seiner Punkte aus dem Dreierland eingefangen (4 Babkauskas, 3 Yannick Hildebrandt).

 

Auch zu Beginn des zweiten Viertels zeigten sich die Probleme der Gastgeber in der Switch-Verteidigung, die immer wieder zu offenen Würfen für die Gäste führten. Immerhin: Schon bald verkürzten Uzkuraitis und Salami aus der Distanz auf 25:31, ETV-Energizer Leo Eckmann kümmerte sich um den einen Kopf größeren US-Center Malik Toppin – der nach Verletzung wieder die Zone dominierte. Apropos Zone: Der ETV versuchte es kurzzeitig erneut mit der in Wedel so wirksamen 3-2-Zonenverteidigung, leider aus Sicht der Gastgeber drehte mit Sebastian Fülle nun ein weiterer 49ers-Scharfschütze mit drei erfolgreichen Dreiern auf. Die Klasse des Duos Babkauskas/Toppin zeigte sich dann bei einem And-one des Amerikaners nach einem Klassezuspiel des Litauers. Kurz darauf hatte sich der TKS-Sturm ein wenig gelegt, doch hatten die Brandenburger beim 38:54  zur Halbzeitpause schon einen komfortablen Vorsprung herausgeschossen.

 

Zu Beginn des dritten Viertels geschah auf Seiten der Stahnsdorfer Unglaubliches: Hildebrandts erster Dreierversuch ging daneben, auch der zweite Versuch von Fülle verfehlte sein Ziel. ETV-Coach Gencay brachte den Football-erfahrenen Kwame Ofori und generell mehr Aggressivität in der Defense ins Spiel, beim Stand von 49:56 war wieder ein Hoffnungsschimmer am Eimsbütteler Horizont zu sehen. Aber nur kurze Zeit: Nach zwei Ballverlusten und zwei abgegebenen Defensivrebounds wurde es durch einen Babkauskas-Dreier mit freundlicher Unterstützung des Rings und einen Layup von Fülle wieder düsterer. Uzukuraitis indes gab sich noch nicht geschlagen und verkürzte von Downtown auf 52:63, ehe zwei technische Fouls gegen ihn und Salami etwaige Aufbruchstimmung im Keim erstickten. Babkauskas ließ sich zweimal bitten und verwandelte von der Freiwurflinie sicher. Erste Auflösungserscheinungen versuchte Gencay dann mit einer Auszeit beim Stand von 52:69 zu stoppen – nur teilweise mit Erfolg. Die Defense der Hamburger präsentierte sich weiterhin viel zu löchrig, die Brandenburger reboundeten, passten und trafen weiter nach Belieben.

 

Auch zu Beginn des letzten Spielabschnitts setzte sich in der für Zuschauer geschlossenen Halle der Tag der offenen Tür unter den Körben fort. Salami und Abaker nutzten das auf der einen Seite, leider aber konnte Babkauskas alles irgendwie noch besser. Beim Stand von 64:84 sieben Minuten vor Schluss war Frage nach dem Sieger bereits so gut wie beantwortet. Weiter als auf 14 Punkte konnten die Aufsteiger trotz ungebrochenen Kampfgeistes den Rückstand nicht verkürzen. Kuhn besorgte mit einem Korbleger in der Schlusssekunde den 78:94-Endstand.

 

ETV-Chefcoach Sükran Gencay zog folgendes Fazit: „Wir hatten heute viele Höhen und Tiefen in unserem Spiel, aber insgesamt gesehen waren die 49ers deutlich besser, das muss man wirklich anerkennen. Sie haben unsere Abstimmungsprobleme in der Verteidigung gnadenlos ausgenutzt, das haben wir erst spät im Spiel besser gemacht. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Stahnsdorf sein fünftes Saisonspiel hatte und wir wegen der Corona-bedingten Quarantäne erst unser zweites. Wir müssen einfach geduldig sein, es war nicht alles schlecht heute.“

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ETV-Basketballer wollen im ersten Heimspiel in der neuen Liga gegen TKS 49ers nachlegen

Hamburg, 11. November 2020 – Eine Premiere jagt die vorherige: Nach dem geschichtsträchtigen 91:88-Sieg nach Verlängerung beim SC Rist Wedel – dem ersten Erfolg im ersten Spiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord – wollen die Aufsteiger des Eimsbütteler TV am Wochenende gegen die TKS 49ers aus Stahnsdorf nachlegen. Für die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs ist es am 5. Spieltag die Heimpremiere in der neuen Liga, nachdem die ersten beiden Versuche zu Hause gegen die EN Baskets Schwelm und die RheinStars Köln Corona-bedingt verschoben werden mussten. Der Jump erfolgt am Sonntag, den 15. November 2020 um 16 Uhr vor leeren Zuschauerrängen in der Sporthalle Wandsbek, der neuen Spielstätte der ETV-Herren in dieser Saison.

ETV-Headcoach Sükran Gencay (34) hofft auf ein weiteres Erfolgserlebnis im zweiten Saisonspiel, das unter ganz anderen Vorzeichen angegangen werden kann als noch die Partie in Wedel. Dort waren die Eimsbütteler nach einer zweiwöchigen Quarantäne mit nur fünf Trainingseinheiten als Vorbereitung aufgelaufen, hatten aber dennoch die Gunst der Stunde gegen eine stark ersatzgeschwächte Risters-Mannschaft nutzen können. Gegen die 49ers, Ex-Team von ETV-Neuzugang Mubarak Salami (24), erwartet Gencay eine äußerst knifflige Aufgabe: „Stahnsdorf ist gut drauf, das ist ein ganz gefährlicher Gegner. Die Stimmung bei uns ist gut, obwohl die Jungs richtig platt waren nach dem Wedel-Spiel. Wir versuchen jetzt, unser Fitnesslevel und unseren Spielrhythmus Schritt für Schritt zu verbessern. Das wird noch ein bisschen dauern. Aber ich freue mich riesig, dass es für uns jetzt auch zu Hause endlich losgeht.“

Die TKS 49ers vom RSV Eintracht Stahnsdorf, zwischen Berlin und Potsdam gelegen, kommen mit einem 82:79-Heimsieg über den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer ART Giants Düsseldorf als Empfehlung nach Hamburg. Der hart erkämpfte Erfolg gelang sogar ohne den verletzten US-Center Malik Toppin, dem Topscorer der 49ers. Am zweiten Spieltag konnte das Team von Trainer Vladimir Pastushenko bereits Liga-Mitfavorit Itzehoe Eagles zu Hause 110:101 bezwingen. Auswärts lief es dagegen bei zwei Niederlagen noch nicht rund für die Brandenburger. Allerdings waren die Kontrahenten mit den VfL SparkassenStars Bochum (77:88) und den WWU Baskets Münster (58:87) zwei hoch gehandelte Anwärter auf die Meisterschaft in der ProB Nord.

Vom Spiel ETV Hamburg gegen die TKS 49ers gibt es einen kostenlosen Livestream bei Sportdeutschland.tv(https://sportdeutschland.tv/basketball/prob-nord-etv-hamburg-tks-49ers).

Gegen Wedel Man of the Match: Abdulai Abaker

ETV Basketball schreibt Geschichte: Zittersieg in Wedel zum verspäteten Zweitliga-Saisonstart

Hamburg, 8. November 2020 – Es war ein geschichtsträchtiger Tag – nicht nur im Land, in dem der Basketball erfunden wurde: Mit einem 91:88 (79:79; 58:56; 39:35; 18:28)-Sieg nach Verlängerung im Hamburger Derby beim SC Rist Wedel sind die Herren des Eimsbütteler TV am 7. November 2020 in ihre erste Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord gestartet. Zugegeben, das historische Ausmaß des ETV-Erfolges reicht vielleicht nicht ganz an die Wahl Joe Bidens zum 46. US-Präsidenten heran. Freude und Erleichterung in den Reihen des Aufsteigers über die gelungene Premiere waren nichtsdestotrotz riesig, Spannung und Dramatik wohnten beiden Ereignissen inne.

 

Dabei nutzten die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs mit einer kämpferisch starken Leistung die Gunst der Stunde – waren doch beim SC Rist mit Justus Hollatz, Hendrik Drescher, Alexander Angerer, Aurimas Adomaitis, Matej Jelovcic und Semjon Weilguny gleich sechs Stammkräfte verletzt oder ohne Spielerlaubnis. Allerdings ging auch das ETV-Team von Headcoach Sükran Gencay angeschlagen ins Spiel. Gerade mal fünf Trainingseinheiten konnten nach der Rückkehr aus 14-tägiger Quarantäne nach zwei internen Coronafällen absolviert werden. Wegen des behördlich angeordneten Hausarrests waren die ersten drei geplanten Saisonspiele ausgefallen. Wenig überraschend merkte man den Liganeulingen die Pause in der zuschauerfreien und hygienegesicherten Steinberghalle zu Beginn an. Erst nach knapp zwei Spielminuten gelangen Neuzugang Abdulai Abaker (24) per Layup die ersten beiden Punkte des Eimsbütteler Turnverbandes in einer Basketball-Bundesliga. Da stand es bereits 0:8 aus Sicht der Hamburger – ein Anfangstrend, der sich bis zum Ende des ersten Viertels (18:28) fortsetzen sollte.

 

Mit zunehmende Spieldauer kam jedoch mehr Sicherheit in die ETV-Aktionen – auch durch eine Umstellung in der Verteidigung. Mit einer gut funktionierenden Zonen-Defense wurde nicht nur eine sinkenden Wurfquote beim Gegner forciert, sondern auch wertvolle Kraft in den geschwächten eigenen Reihen gespart. Und im Angriff, in dem von Anfang an die Erfahrenen Abaker, Vidmantas Uzkuraitis (35) und Mubarak Salami (24) das Kommando übernahmen, lief es ebenfalls besser und besser. Co-Kapitän Leo Eckmann (24) brachte schließlich eine Minute vor der Halbzeitpause den ETV mit einem verwandelten Freiwurf erstmals in Führung (36:35). Den Weg geebnet hatte der überragende Salami (28 Punkte insgesamt) mit einem Dreier zum vorherigen Ausgleich.

 

Im dritten Viertel zeigte dann vor allem Distanzschütze Marcel Hoppe (22) mit zehn erzielten Punkten sein großes Talent. Trotz insgesamt hoher Fehlerquote (18 Ballverluste) konnte der ETV seinen Vorsprung sukzessive ausbauen bzw. halten und sah 41 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit beim Stand von 79:73 schon wie der sichere Sieger aus. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse: Gleich vier Ballverluste und zwei geblockte Würfe leisteten sich die unerfahren Aufsteiger in der unmittelbaren Schlussphase. Und so kam es, wie es kommen musste: Drei Sekunden vor der Sirene traf Ex-Towers-Akteur Mario Blessing von Downtown zum Ausgleich – Verlängerung. In dieser schien sich dann das Blatt endgültig zugunsten der Gastgeber zu drehen (88:82). Ein Hoppe-Dreier, zwei Abaker-Korbleger und zwei finale Freiwürfe von Salami sorgten dann aber doch für ein Happy-end für die aufopferungsvoll kämpfenden Eimsbütteler.

 

ETV-Coach Gencay war nach den ersten gewonnenen zwei Punkten entsprechend glücklich: „Was für ein Spiel! Ich bin wirklich stolz auf die Jungs, sie sind völlig fertig. Einen ‚Tod‘ mussten wir heute sterben – entweder körperlich oder verlieren. Es war nicht hochklassig, kein Basketball-Leckerbissen, aber die Moral hat wirklich gestimmt. Sieg ist Sieg. Man darf auch nicht vergessen, dass unser letztes Spiel unter Wettkampfbedingungen etwa einen Monat her ist.“ Am kommenden Sonntag, den 15. November 2020 (16 Uhr) soll dann in der Sporthalle Wandsbek bei der Heimpremiere gegen die TSK 49ers aus Stahnsdorf (vermutlich mit Livestream auf sportdeutschland.tv) das nächste Kapitel in der Erfolgsgeschichte des ETV in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB geschrieben werden.

 

ETV: Salami (28 Punkte/5 Rebounds), Hoppe (24 Punkte/9 Rebounds), Abaker (19 Punkte/4 Rebounds), Uzkuraitis (14 Punkte/3 Rebounds/3 Assists), Eckmann (3 Punkte/11 Rebounds), Kwame Ofori (2 Punkte/3 Rebounds), Mayika Lungongo (1 Punkt/3 Rebounds), Vladimir Migunov (5 Rebounds/4 Assists), Finn Hübner, Fabian Paetsch, Jan Gust, Luca Büürma

Copyright: Justus Stegemann
Copyright: Justus Stegemann

ETV-Korbjäger: Lokalderby zum verspäteten Saisonstart in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB

Hamburg, 04. November 2020 – Was lange währt, wird (hoffentlich) endlich gut. Mit Corona-bedingten drei Wochen Verspätung starten die Korbjäger des Eimsbütteler TV am Wochenende in ihre erste Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Premierengegner beim Auswärtsspiel am Samstag, den 7. November 2020 um 19 Uhr ist nicht irgendwer, sondern der in der Liga seit vielen Jahren etablierte Lokalrivale SC Rist Wedel. Während die Schleswig-Holsteiner bereits drei Saisonpartien (ein Sieg, zwei Niederlagen) absolvieren konnten, mussten die Aufsteiger aus Hamburg wegen zweier positiver Coronatest im Kader ihre ersten Wurfversuche schweren Herzens verschieben. Der zweiwöchigen Quarantäne und der folgenden Regenerationsphase fielen sowohl die ursprünglich geplante Premiere bei den BSW Sixers als auch die Heimpartien gegen die EN Basket Schwelm und die RheinStars Köln zum Opfer.

Umso heißer geht das Team um Headcoach Sükran Gencay nun seine erste knifflige Aufgabe in der Profiliga an. Allerdings steht hinter dem aktuellen Leistungsstand noch ein Fragezeichen, sind Gencays Schützlinge doch erst vor knapp einer Woche ins Teamtraining zurückgekehrt. „Die Jungs wollen und haben richtig Bock. Man merkt aber auch, dass einige wirklich angeschlagen waren“, sagt Deutschlands ligahöchste Basketball-Herrentrainerin. Eine Prognose fürs Spiel beim SC Rist abzugeben, sei daher schwierig: „Ich erwarte auf jeden Fall eine ausgeglichene, aggressiv verteidigende Wedeler Mannschaft, in der sehr viel Talent steckt. Wir werden sehen, wie dann unser erstes Spiel verläuft“, so die 34-Jährige.

Mit Neuzugang Abdulai Abaker (24), Distanzschütze Marcel Hoppe (22) , Co-Kapitän Leo Eckmann (24) und den Routiniers Vidmantas Uzkuraitis (35) und Thomas Trautwein (39) kennen sich gleich fünf ETV-Spieler mit Rist-Vergangenheit in der Wedeler Steinberghalle bestens aus. Wegen der Coronabeschränkungen werden dort am Samstag leider sämtliche Zuschauerränge komplett leer bleiben. Für Fans, die dennoch mit dabei sein möchten, gibt es unter https://sportdeutschland.tv/basketball/prob-nord-sc-rist-wedel-eimsbuetteler-tv einen (kostenpflichtigen) Livestream vom ersten Hamburger Lokalderby in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Auch der ETV Basketball plant für das Heimspiel am 15. November (16 Uhr) gegen die TKS 49ers ein solches Angebot.

ETV Hamburg: Saisonstart in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB wegen Corona abgesagt

Hamburg, 14. Oktober 2020 – Wegen zweier Corona-Fälle in der Mannschaft fällt der geplante Saisonauftakt des ETV Hamburg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord am Sonntag (18. Oktober 2020) bei den BSW Sixers aus. Das Team von Cheftrainerin Sükran Gencay befindet sich in Quarantäne, die Ligaleitung ist bereits informiert. Ein Nachholtermin für die Partie in Sachsen-Anhalt steht noch nicht fest. Ebenso offen ist, ob die ETV-Korbjäger am 25. Oktober 2020 wie geplant ihre Heimpremiere in der Sporthalle Wandsbek gegen die EN Baskets Schwelm feiern können.

ETV Hamburg: Saisonstart in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ohne Ex-Profi Will Barnes

Hamburg, 14. Oktober 2020 – Mit einer rund 400 Kilometer langen Reise in den Landkreis Anhalt-Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) starten die Basketballer des Eimsbütteler TV in eine neue Zeitrechnung. Nach dem Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord bestreiten die Hamburger am Sonntag um 16 Uhr bei der Basketballgemeinschaft Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 – kurz: BSW Sixers – ihr erstes Spiel im deutschen Profibereich. Vermutlich vor bis zu 350 Fans, Corona-bedingt alles einheimische. Auf eine ähnliche Kulisse hoffen die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs eine Woche später auch bei ihrer eigenen Heimpremiere am 25. Oktober (16 Uhr) in der Sporthalle Wandsbek gegen den Titel-Mitfavoriten EN Baskets Schwelm – sollte sich die Pandemie-Lage in Hamburg nicht dramatisch verschärfen. Entgegen ursprünglichen Planungen wird Ex-Towers-Kapitän Will Barnes weder am Sonntag noch im weiteren Saisonverlauf für die Eimsbütteler auflaufen.

 

In Sandersdorf nimmt die Mannschaft von Headcoach Sükran Gencay (34) als Aufsteiger naturgemäß die Außenseiterrolle ein. Die BSW Sixers belegten im März beim wegen Corona vorgezogenen Saisonabbruch mit elf Siegen und elf Niederlagen als Siebter einen Mittelfeldplatz in der ProB. Als Kooperationspartner von Erstligist Mitteldeutscher BC ist das Team von Cheftrainer Sebastian Ludwig mit durchschnittlich 22,3 Jahren eines der jüngsten der Liga. Den prominentesten Namen trägt Doppellizenzspieler Nemanja Nadjfeji, Sohn von Bundesliga-Legende Aleksandar Nadjfeji (früher Bonn, ALBA, Tübingen, FC Bayern) und am Spieltag Geburtstagskind (wird 20). Weitere Leistungsträger sind Point Guard und Kapitän Luka Petkovic (32) sowie Center-Routinier Djordje Pantelic (36), jahrelang beim MBC unter den Körben aktiv.

 

Beim ETV geht man durchaus optimistisch an die neue Herausforderung heran. In der Vorbereitung gab es neben zwei Niederlagen gegen den amtierenden Ligameister Itzehoe Eagles auch einen 92:79-Sieg beim Lokalrivalen SC Rist Wedel, dem allerdings mit Justus Hollatz und Hendrik Drescher zwei tragende Säulen fehlten. Auch viele Experten trauen dem Liganeuling trotz des Abgangs von Regionalliga-Topscorer Tyseem Lyles (in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA nach Karlsruhe) den Klassenerhalt zu. Die Hauptlast dürften Routinier Vidmantas Uzkuraitis (35) und Neuzugang Mubarak Salami (24, von TSK 49ers aus Stahnsdorf), beide auf der Guard-Position zu Hause, zu schultern haben. Verzichten werden die Eimsbütteler dagegen auf den eigentlichen Neuzugang und Hoffnungsträger Will Barnes. Der 32-Jährige, einst Kapitän und bester Werfer von Bundesligist Hamburg Towers in der ProA, wird nach einvernehmlicher Entscheidung aus beruflichen wie gesundheitlichen Gründen (Knie) nun doch nicht für den ETV auf Korbjagd gehen.

 

„Ich denke, man kann die Mannschaften in der neuen Saison ganz schwer einschätzen. Es wird vermutlich einige Überraschungen geben“, prognostiziert ETV-Coach Gencay, Deutschlands höchstklassige Männer-Trainerin. Für den Saisonauftakt in Sachsen-Anhalt hat sie vor allem zwei Wünsche an ihre Spieler, die ausnahmslos als Nicht-Profis in der neuen Liga antreten: „Wir müssen mit der richtigen Energie ins Spiel gehen, das ist das Allerwichtigste. Und die Jungs sollten das Ganze genießen.“

Das Team für die Saison 2020-2021
Will Barnes wird dem ETV als Individualcoach erhalten bleiben
Mubarak Salami ist zurück beim ETV

ETV Basketballer verlieren Meister-Prüfung beim Hallen-Check

Hamburg, 16. September 2020 Die Basketballer des Eimsbütteler TV haben ihr zweites Vorbereitungsspiel auf die Mitte Oktober beginnende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB verloren. Allerdings war der Gegner des Aufsteigers nicht irgendwer: Gegen den amtierenden Meister Itzehoe Eagles gab es ein 66:89 (28:44).

 

Für die Basketballer des Eimsbütteler TV, Aufsteiger in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB, rückt der Saisonauftakt Mitte Oktober immer mehr in den Fokus. Gut drei Wochen nach Trainingsbeginn testeten die Hamburger ihre Form gegen ihren nördlichen Nachbarn, die Itzehoe Eagles. Nach regulären 40 Spielminuten noch ohne Zuschauer gab es ein 66:89 (28:44) gegen den amtierenden Meister, der auf sein Aufstiegsrecht im Sommer verzichtet hatte. Gleichzeitig war die Partie unter Corona-Hygienebedingungen für den ETV ein erster Check der neue Spielstätte im Stadtteil Wandsbek, wo vor rund 20 Jahren die Hamburg Tigers den Aufstieg in die Erste Liga feierten.

Einer, der die Halle von damals sehr gut kennt, war diesmal beim Gegner an der Seitenlinie dabei: Eagles-Headcoach Patrick Elzie. „Es ist wirklich schön, mal wieder hier zu sein“, sagte der 59-Jährige, der einst in Hamburg als Spieler, Trainer und Manager tätig war. Schön war für ihn auch, was er zu Beginn von seiner Mannschaft zu sehen bekam: eine aggressive Defense plus eine gute Trefferquote, machte zusammen eine 27:11-Führung der Gäste nach dem ersten Viertel. Im zweiten Durchgang fingen sich jedoch die Gastgeber, bei denen mit Ex-Hamburg-Towers-Kapitän Will Barnes, Mubarak Salami (TKS 49ers Stahnsdorf) und Abdulai Abaker (TSV Neustadt Temps Shooters) drei Neuzugänge im Kader standen. Vor allem unter dem eigenen Korb hielten die Eimsbütteler nun besser dagegen.

Kurz nach der großen Pause verkürzte das Team von Headcoach Sükran Gencay, höchstklassige Trainerin einer Basketball-Herrenmannschaft in Deutschland, sogar mit einem 7:0-Lauf den Rückstand auf zwölf Punkte (35:47), ehe jedoch der Meister aus Schleswig-Holstein wieder für klare Verhältnisse sorgte und vor allem dank der besseren Quote aus dem Dreierland (34,5 gegenüber 15,4 Prozent) einen letztendlich hochverdienten Sieg sicherte. Während bei den Eagles wie gewohnt die Stützen Marko Boksic (27 Punkte/8 Rebounds) und Chris Hooper (14/8) überzeugten, sammelten beim ETV Vidmantas Uzkuraitis und Salami (je 17 Zähler) die meisten Punkte. Die beiden prominentesten Neuzugänge blieben indes eher unauffällig: Ex-Tower Barnes (10) fand erst am Ende mit zwei verwandelten Dreiern seinen Rhythmus, Achmadschah Zazai (Ex-Publikumsliebling bei den Towers) schied mit Oberschenkelproblemen Mitte des zweiten Viertels aus.

Der ETV startet am 18. Oktober bei den BSW Sixers in seine erste Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Am Sonntag, den 25. Oktober um 16 Uhr folgt das erste Heimspiel gegen die EN Baskets Schwelm (der Dauerkartenverkauf hat begonnen), vermutlich mit einer Zuschauerkapazität von rund 400 Fans. Die Itzehoe Eagles empfangen zum Auftakt am 17. Oktober im Heimspiel die RheinStars Köln.

Die Stimmen der Headcoaches:

Sükran Gencay (Eimsbütteler TV): „Wir haben relativ viele Neue, ein anderes Gefüge als letztes Jahr, und dadurch auch andere Rollenverteilungen. Basketballerisch lief nicht alles perfekt, aber wir sind als Team aufgetreten. Wir waren eine Mannschaft, das war gut. Der Gegner war natürlich eine Hausnummer als Meister der vergangenen Saison, gar keine Frage. Ein echter Härtetest. Es hat zu lange gedauert, bis wir die Physis angenommen haben. Bis wir gemerkt haben, dass hier härter gearbeitet wird. Es ist noch ein weiter Weg in der Vorbereitung für uns. Zwischendurch haben wir heute ein paar Mal gesehen, wie es laufen könnte. Aber es ist eben alles neu: eine neue Liga, neue Spieler, und alle müssen ihre Rolle neu finden. Das wird einfach dauern.“

Patrick Elzie (Itzehoe Eagles): „Das war unser zweites Vorbereitungsspiel. Am Anfang haben wir sehr gut verteidigt, im zweiten Viertel waren wir zu nachlässig. Aber Eimsbüttel ist eine gute Mannschaft, die werden meiner Meinung nach nichts mit dem Abstieg zu tun haben, wenn alle Spieler fit sind. Nicht gefallen haben mir die Höhen und Tiefen, wir hatten zu viele Schwankungen in unserem Spiel. Aber nach zweieinhalb Wochen Training ist das normal, denke ich. Ich freue mich auf die Saison, wieder nach Hamburg zu kommen, gegen den ETV zu spielen und viele alte Gesichter wiederzusehen.“

Fotocredit: Julia Schäper
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Ex-Towers-Kapitän Will Barnes geht für ETV in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB auf Korbjagd

Hamburg, 23. August 2020 – Ein alter Bekannter mit illustrem Namen feiert in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB sein Comeback: Will Barnes, in der Saison 2014/2015 erster Kapitän in der Geschichte der Hamburg Towers, geht künftig in der Hansestadt für Aufsteiger Eimsbütteler TV auf Korbjagd. Der aus Alabama stammende US-Amerikaner, der in der Towers-Premierenspielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit 13,8 Punkten im Schnitt zum besten Vereinswerfer avancierte, hatte seine aktive Karriere wegen anhaltender Knieprobleme eigentlich schon beendet. Nun ersetzt der 32 Jahre alte Comboguard, der gleichermaßen als Schütze und Spielgestalter fungieren kann, in Hamburg-Eimsbüttel seinen Landsmann Tyseem Lyles. Der Regionalliga-Topscorer der vergangenen Saison hat den ETV mit unbekanntem Ziel verlassen. Barnes begann nach seiner College-Zeit auf der Tennessee Technical University und der Lee University 2013 seine Deutschland-Karriere bei den Paderborn Baskets in der ProA. Dort wurde er auf Anhieb drittbester Scorer der Liga. Nach drei Jahren bei den Hamburg Towers folgten Stippvisiten beim SC Rist Wedel (ProB) und der TSG Bergedorf (Regionalliga), ehe nun die neue Herausforderung Eimsbütteler TV ansteht. „Mein Knie fühlt sich gut an. Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, sagt Barnes, der längst in Hamburg heimisch geworden ist. Der 1,85 Meter große Rechtshänder arbeitet derzeit als selbstständiger Individualcoach – unter anderem mit Towers-Talent Justus Hollatz (19). Nun wird er als solcher auch im Nachwuchsbereich des Eimsbütteler TV tätig sein. ETV-Coach Sükran Gencay freut sich über den prominenten Neuzugang: „Toll, dass wir mit Will eine so erfahrene Führungspersönlichkeit für uns gewinnen konnten. Ich hoffe, dass er uns in der neuen Liga auf und neben dem Feld weiterhelfen kann.“
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Mit altbekanntem Schwung in die neue Liga

Die Trainingshalle ist wieder voller Leben, die Vorbereitung hat begonnen. In einer Zeit voller Unwägbarkeiten gehen die Basketballer des Eimsbütteler Turnverbandes (ETV) eine ganz besondere Herausforderung an: Nach nur zwei Jahren in der Ersten Regionalliga Nord starten die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in ihr erstes Jahr in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. 

Dort warten unter anderen zwei Duelle mit dem SC Rist Wedel, Kooperationspartner von Bundesligist Hamburg Towers, auf das basketballbegeisterte Publikum in Hamburg und Umgebung. Die Abenteuerreise beginnt am 18. Oktober 2020  auswärts, eine Woche später, am Sonntag, den 25. Oktober, folgt für den Aufsteiger das erste Heimspiel. Hier geht es zum Spielplan

https://www.2basketballbundesliga.de/teams/kader/565/#tab-spielplan

Den Aufstieg feierten die ETV-Basketballer am 22. März mit dem Smartphone in der Hand. Da die Saison in der Regionalliga aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen wurde, konnte Coach Sükran Gencay ihrer Mannschaft per WhatsApp die frohe Botschaft verkünden: Wir sind Meister! Ein vorzeitiger Titelgewinn ohne Sektdusche und Fanfaren, mit 19:1 Siegen jedoch mehr als verdient. Und das, nachdem die Eimsbütteler im Vorjahr als Liganeuling erst nach einer Aufholjagd in der Rückrunde den Klassenerhalt sichern konnten.

In der Meistersaison machten die Hamburger vor allem mit begeisterndem Offensivbasketball von sich reden. Mit durchschnittlich fast 88 Punkten pro Spiel jagten sie den orangefarbenen Lederball mit Abstand am häufigsten durchs Netz. Hauptverantwortlich dafür waren in einer gut geölten Angriffsmaschinerie vor allem drei Spieler: Der Amerikaner Tyseem Lyles avancierte mit 25,8 Zählern pro Partie zum klaren Topscorer der Liga, mit dem ehemaligen litauischen Erstligaprofi Vidmantas Uzkuraitis (22,0/Platz 4) und dem Dreierspezialisten Marcel Hoppe (15,9) landeten zwei weitere ETV-Korbjäger in den Top Ten.

Während Routinier Uzkuraitis (35) und Youngster Hoppe (22) den Hamburgern auch in der ProB die Treue halten, verlässt der aus Brooklyn/New York stammende Lyles (25) nach zwei erfolgreichen Jahren den ETV mit noch unbekanntem Ziel. Die Suche nach adäquatem Ersatz verläuft vielversprechend, eine Vollzugsmeldung gibt es aber noch nicht. Als erste Neuzugänge stehen der 2,10 Meter große Center Mayika Lungongo (25, zuletzt beim letztjährigen Ligakonkurrenten SBB Baskets Wolmirstedt) und Luca Büürma (23, Forward) vom ASC Göttingen fest.

Eine neue Liga, vermutlich neue Leader – doch damit nicht genug der Veränderungen: Auch eine neue Heimspielhalle kommt auf die Eimsbütteler Fans zu. Während von Anfang an klar war, dass der bisherige Hotspot an der Hohen Weide für die künftigen Anforderungen zu klein ist, zerschlugen sich auch die Hoffnungen auf einen Umzug innerhalb des Stadtteils. Da das eigentlich vorgesehene Sportzentrum an der Hoheluft wegen der Brandschutzbestimmungen nicht rechtzeitig die behördliche Genehmigung erhielt, ziehen die Westhamburger nun südostwärts in die Sporthalle Wandsbek. In der im Normalfall gut 2000 Zuschauer fassenden Halle feierten vor rund zwei Jahrzehnten die BCJ Hamburg Tigers den Aufstieg in die Erste Bundesliga, seit 2013 ist die Arena Austragungsort des Final-Four-Turniers im Hamburger Basketball-Pokal. „Wir hoffen, Eimsbüttel auch in Wandsbek aufblühen zu lassen und freuen uns auf viele Fans aus ganz Hamburg, vor allem im Derby gegen Rist Wedel“, sagt Erfolgscoach „Süki“ Gencay, die höchstklassige Trainerin einer Basketball-Herrenmannschaft in Deutschland. Und auch finanziell ist die 2. Liga eine Herausforderung für den ETV Basketball. Zwar konnten per Crowdfunding 15.000 Euro gesammelt werden, ein Hauptsponsor wird jedoch nach wie vor gesucht.

ETV und das Coronavirus: Aufstieg in der WhatsApp-Gruppe

Die Regionalliga-Basketballer des Eimsbütteler TV sind am Ziel ihrer Träume, allerdings auf ganz und gar ungewollte Art und Weise. Wegen der derzeit alles bestimmenden Corona-Pandemie ist ihre Saison vorzeitig beendet – und damit Meisterschaft und Aufstieg in die Zweite Liga ProB perfekt.

Die Nachricht kam per WhatsApp. Über den allseits beliebten Messaging-Dienst verbreitete Sükran „Süki“ Gencay am Sonntag, den 22. März 2020 die frohe Kunde an ihr Team: Wir sind Meister! Meister in der Ersten Basketball-Regionalliga Nord und damit berechtigt zum Aufstieg in die BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProB, die dritthöchste deutsche Spielklasse. Zuvor war die Trainerin selbst von der Ligaleitung per E-Mail über den wohl ungewöhnlichsten Meistertitel in der Geschichte der Regionalliga informiert worden. Aber was ist schon gewöhnlich in Zeiten des Coronavirus. In Zeiten einer Pandemie, die Tausende Menschenleben kostet und bei der der Sport gänzlich in den Hintergrund tritt.

„Es ist natürlich eine scheiß Situation“, gibt Headcoach Süki zu. „Es fehlt irgendwie DER Moment. Aber wir freuen uns trotzdem.“ Zu Recht! Mit 19:1 Siegen dürfen sich die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs als verdienter Meister fühlen, auch wenn sie theoretisch bei vier verbliebenen Spielen noch von der Tabellenspitze hätten verdrängt werden können. „Wir haben  schon ein bisschen gerechnet. Mit drei Siegen hätten wir am vorletzten Spieltag zu Hause gegen Königs Wusterhausen mit den eigenen Fans die Meisterschaft feiern können“, erklärt Gencay. Ein Samstagsspiel, 18.30 Uhr – ideale Voraussetzungen für eine rauschende Aufstiegsparty. Stattdessen nun der kontaktlose Jubel am Smartphone. Äußerst ärgerlich für engagierte Sportler, komplett bedeutungslos im Vergleich zu den derzeitigen Einschränkungen des täglichen Lebens und dem Existenzkampf vieler Corona-Betroffener.

Zur Erinnerung: Erst vor gut zwei Jahren hatte der ETV den Sprung in die Erste Regionalliga geschafft. Dass jetzt bereits der nächste Triumph folgt, ist angesichts der ambitionierten und teils zahlungskräftigen Konkurrenz nicht weniger als eine Sensation. „Der Sieg in Womirstedt Anfang Februar war ein Riesenschritt“, erinnert sich Süki an das 92:86 in der Höhle des Verfolgerlöwen. „Danach hab ich erste Gespräche mit dem Gesamtvorstand und der Zweiten Liga geführt, ob ein Aufstieg realistisch wäre.“ Auch das Team wurde offen und ehrlich informiert. Die Message: Wir wollen Meister werden, aber eine Aufstiegsgarantie kann keiner geben.

Die Gespräche mit dem Vorstand um Vereinschef Frank Fechner – selbst Stammgast bei den Heimspielen der ETV-Korbjäger – seien immer sehr offen gewesen, so Süki. „Man stand immer hinter uns und hat von Anfang registriert, welche Energie von den Basketballern investiert wurde.“ Das wurde jetzt mit der zugesagten Unterstützung beim Abenteuer ProB honoriert. „Allerdings war immer klar, dass wir halbwegs auf eigenen Füßen stehen müssen.“ Heißt: Der bereits vorhandene Sponsorenpool muss ausgebaut werden, erste positive Signale gibt es bereits. Bis zum 15. April 2020 müssen nun die Lizenzunterlagen eingereicht, finanziell und organisatorisch einige Schippen draufgelegt werden. Rund 20.000 Euro werden in die neue Spielstätte am Lokstedter Steindamm investiert, unter anderem in eine neue Korbanlage und eine Anzeigetafel. Im Sportzentrum Hoheluft finden rund 500 Zuschauer Platz, Mindestanforderung für die ProB. Bislang besuchten meist 200 bis 300 Fans die Spiele im Basketball-„Wohnzimmer“ an der Hohen Weide, Tendenz steigend.

„Die Halle war ein großes Thema bei den Planungen. Nach Wandsbek beispielsweise wollten wir auf keinen Fall. Ich bin sicher, dass die Leute auch an die Hoheluft kommen werden“, gibt sich Trainerin Gencay zuversichtlich. Folgerichtig wäre es, sahen die Eimsbütteler Freunde der gepflegten Korbjagd doch in der nun abgebrochenen Saison teils begeisternden Power-Basketball ihrer Lieblinge. „Die Jungs haben sich alle enorm entwickelt. Es ist eine Mischung aus gesammelter Erfahrung und einem tollen Zusammenhalt im Team. Jeder kennt seine Rolle“, lobt Gencay. Das bestätigt auch Tyseem Lyles, mit 25,8 Punkten im Schnitt mit Abstand bester Werfer der gesamten Liga: „Die anfänglichen Schwierigkeiten haben uns noch näher zusammengebracht. Alle haben hart gearbeitet und gemerkt: Wenn jeder seinen Job macht, können wir alles erreichen.“ Der überragende US-Guard aus Brooklyn trug mit Ex-Profi Vidmantas Uzkuraitis (35; mit 22 Punkten pro Spiel zweitbester Regionalliga-Score) das Team im Angriff meist auf seinen Schultern und wurde wenig überraschend zum Spieler des Jahres in der Ersten Regionalliga Nord gewählt. Coach des Jahres wurde ebenso erwartungsgemäß Sükran Gencay, Uzkuraitis wurde European Player of the Year und landete ebenso wie Tyseem  im Allstar Team. Außerdem wurde Marcel  Hoppe ins All-Domestic Players Team gewählt.

Denn Youngster Marcel Hoppe (22; 15,9 Punkte) steigerte sich extrem im Vergleich zur Vorsaison, andere im Team taten es ihm gleich. Das Firepower-Duo Ty und Vid soll natürlich auch in der kommenden Saison das Eimsbütteler Team anführen, dann unter anderem im Lokalderby gegen den SC Rist Wedel. Die Chancen stehen offenbar gut, ihr Verbleib in Hamburg sei „sehr wahrscheinlich“, so Süki. Überhaupt solle der Kern der Mannschaft gehalten, das Team nur punktuell verstärkt werden: „Die verstehen sich alle super. Das sind einfach tolle Jungs!“

Aber all das ist noch weit weg. Erst mal gilt es, die wohl größte Krise in der deutsche Nachkriegsgeschichte zu überstehen. Damit die nächsten Erfolge nicht über WhatsApp vermeldet werden müssen, sondern auf dem Spielfeld gefeiert werden können.

Christian Jeß